| KarmenT27. 06. 2022 17:02:24 |
Gestern auf Goličica von der Straßenhütte. Später Start, erst um 11 Uhr, aber Platz zum Parken vor der Schranke war trotzdem frei. Wunderschöner sonniger Tag, Weg reichlich mit Steinmännchen markiert. Männchen öfter sehr originell. Überquerung der Mlinarica unproblematisch, derzeit mehrere Übergangsmöglichkeiten. Wasser lebhaft, brausend. Im ersten Teil ist der Weg ziemlich nachverfolgbar, stellenweise zugewachsen, kaum sichtbar, viel umgestürztes Holz, das man mehrmals nach eigenem Gespür umgeht. Hang mehrmals ziemlich steil, ziemlich lange hört man Motoren aus den Vršič-Kurven. Kurz unter dem Gipfel ein Paar getroffen, angenehmes Plaudern, sie kamen von Kugy, sonst niemand. Zum Querung der Rinnen ist schon viel geschrieben worden. Weiß nicht, wie sehr sich der Zustand jeden Winter ändert, da wir hier zum ersten Mal waren, aber auf jeden Fall Vorsicht, Konzentration und sicherer Tritt nötig. Die drei Rinnen erfordern volle Aufmerksamkeit. Sie sind sehr kurz, zwei haben wir beim Rückweg ein paar Meter tiefer umgangen als geplant, weil es uns sicherer schien. Halt sucht man in Grasbüscheln, kleinen Fichten, Wurzeln, manchmal gibt's das nicht. Gelände kriecht stellenweise... Erster Teil angenehm schattig, mehrmals zwischen Bäumen tolle Blicke auf die Gipfel über Trenta. Vollständiger Ausbruch aus dem Alltagstrubel. Von der großen Felswand, an der nur noch ein Hauch des grünen Pfeils ist, dann steil oder besser gesagt senkrecht hoch. Nur wenige Dutzend Meter weiter verschwindet der Weg wie abgeschnitten. Wir sind schräg hochgestiegen, haben aber schnell gemerkt, dass es nicht der richtige ist. Offenbar nicht nur wir. Zurückgegangen und den Weg direkt über den Felsen hoch gefunden und schnell den richtigen Pfad. Beim Aufstieg die immer besseren Ausblicke bewundert, mit Geröll gekämpft, das oft lästig war, oft auch gute Hilfe. Viele Blumen im letzten Teil, direkt unter dem Gipfel erste Herkulesstauden. Die letzten Minuten am Grat sind wirklich prächtig. Auf fast grasigem Weg erreicht man über 2000 m. Und ringsum erheben sich graue Felsenmassen, inklusive Očak. Ein Moment zum Schauen und Bewundern, der einfach anhält, so schön ist es. Man vergisst sogar den Hunger. Allein auf dem Gipfel, ziemlich lange... Vom Vorgipfel sieht man auch die Straßenhütte. Weit unten. Auf dem Rückweg überlegt, ob via Kugy. Da es dann zu viele Serpentinen zum Auto wären, doch denselben Weg zurück. Danke an die vorher genannten Gesprächspartner, die den Steinmann markiert haben, wo der Weg nach Kugy abbiegt.  Jetzt wissen wir, wo der Abzweig ist. Und von da ist der Weg zum Gipfel auch besser getreten. Rückweg ohne Besonderheiten. Abstieg express, mit Vorsicht bei den genannten Rinnen. Kann definitiv schreiben - wunderschön verbrachter Tag über Trenta!  
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