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Hribi.net und Schritt-für-Schritt-Beschreibungen

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Rakar5. 08. 2008 09:27:22
Jedes Mal, wenn ich irgendwo einen Bergtip oder eine Erlebnisbeschreibung schreibe, frage ich mich, wo die Grenze liegt … Die Grenze meiner Verantwortung. Verantwortung für die Sicherheit des Lesers und für die vorweggenommene Entwertung seiner Erfahrung, weil meine Beschreibung vielleicht zu viel preisgibt. Eine eindeutige Antwort ist fast unmöglich zu finden, daher ist Vorsicht geboten.

Worauf ziele ich ab? Auf die Beschreibung des wegfreien Anstiegs zum Pihavec (durch Luknja, vorbei am Gedenktafel). Es scheint mir, dass diesmal (so typisch für das Portal Hribi.net) Schritt-für-Schritt-Beschreibung von Wanderwegen, untermauert mit Fotoreportage und möglichst auch GPS-Track, über alle Grenzen des guten Geschmacks gegangen ist. Das Wegfreie habt ihr Foto für Foto mit roter Linie markiert. Vielleicht würde ich es noch verstehen, wenn ihr den Wegverlauf auf einem globalen Foto aus der Ferne gezeichnet hättet, sagen wir von Plemenic, aber so … Dieser Wegfreie existiert nicht mehr! Aus mit ihm! Für immer!

Na gut, OK, ich gebe noch einmal nach, wenn es um etwas völlig Leichtes und ungefährliches ginge. Aber nein, hier taucht eine Rinne auf, zu der ihr die Massen „an der Hand“ geführt habt … Und die ist, wie ihr sagt „…ziemlich steil und erfordert ganz schön Klettern.“ Ihr vergesst zu sagen, dass in der Rinne, gleich „um die Ecke“ des Einstiegs-Sprungs, ein Alpin-Sicherungspunkt vorbereitet ist (habt ihr ihn bemerkt?). Das würde sofort mehr über Schwierigkeit, Ausrüstung und Wissen sagen, das für sicheres Vorankommen bergauf nötig ist (geschweige denn Abstieg auf demselben Weg, den ihr den Unerfahrenen nicht mal mit einem Wort abratet).

Ich fahre nicht fort, obwohl ich Lust habe. Ich weiß, es ist hoffnungslos. Ich weiß, ihr werdet mit Schritt-für-Schritt-Beschreibungen auch in sehr anspruchsvolle Wegfreie weitermachen. Ich weiß, ihr werdet GPS-Tracks anhängen. (Um uns zu verstehen, sehe ich nichts besonders Kontroverses bei diesem Ansatz für bereits markierte Wege!). Ich weiß, ihr werdet euch nicht fragen, ob ihr vielleicht einen kleinen Teil der Mitschuld tragt, wenn z.B. neben Tinetovas Tafel noch eine weitere aufgestellt wird …

Tue ich Unrecht? Bin ich zu streng? Irre ich mich vielleicht doch? Kann nur hoffen!

Lp
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Kriška5. 08. 2008 17:14:36

Seit Jahrzehnten besuche ich gelegentlich unsere Hügel und Berge, und viele gute Ideen habe ich auch auf diesem Portal gefunden.

Was die Verantwortung der Beschreibungsautoren betrifft - ich denke, sie haben es am Anfang der Präsentation gesagt, wo immer die Bezeichnung "leicht", "anspruchsvoll", "sehr anspruchsvoll" steht. Von da an soll jeder seine eigenen Erfahrungen und Fähigkeiten selbst einschätzen, und Erwachsene haften für ihre eigenen Handlungen.
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Rakar6. 08. 2008 21:52:09

Übrigens, was sagt die unumstrittene Autorität unter Bergsteigern zu diesem Weg? Bergführer Julische Alpen (Tine Mihelič), Pihavec, von Luknja. »… Der wegloze Teil des Aufstiegs ist sehr anspruchsvoll, wir empfehlen Sicherung.«

Ich habe mich verirrt (trotz Führer in der Hand). Entschuldigung, Kriška, die unerträgliche Leichtigkeit des Verstehens von (Mit)Verantwortung hat mich gestochen... Ganz im Zeitgeist. Jeder für sich. Einflüsse auf Entscheidungen anderer fallen keinerlei (Mit)Verantwortung an! (Bis jetzt dachte ich, Jahrzehnte des Bergsports bedeuten etwas beim Blick auf die Welt.)

Eigentlich wollte ich mich mit dem Beschreibungsautor polemisieren (nicht nur ihm, indirekt auch den Portalbesitzern, die ich früher gelobt habe). Aber es geht gar nicht um Polemik, sondern um Reflexion! Vielleicht würde so eine Reflexion von allein erreicht, wenn »führerartige« Beitragsautoren mit vollem Namen unterschrieben!? Warum? Auch weil es nicht um reine unschuldige Wohltätigkeits-Hilfe für Wanderer auf ihren Pfaden geht, sondern um eine ernste Sache... Und kommerziell – auf Hribi.net laufen Werbungen. Nichts Schlechtes, aber Verantwortung wächst!

Ich gebe zu, vielleicht sticht mich diese (solche) Beschreibung bei den genannten Fakten noch ein bisschen mehr, weil es Tineta Miheliča letzter Weg ist...

Es lässt sich noch etwas korrigieren.]]>
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jprim7. 08. 2008 09:45:43
LP]]>
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Kriška7. 08. 2008 14:37:46

Sehr subjektiv kann sie nicht sein, da es allgemein akzeptierte und beschriebene Normen für die Klassifikation von Wanderwegen gibt.

Teilweise subjektiv innerhalb dieser Kriterien sicher - natürlich nicht nur im Internet, sondern auch in allen Bergführern, einschließlich denen einer unumstrittenen Autorität.]]>
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Rakar10. 08. 2008 00:21:23
Die Dreistufenleiter, die du erwähnst und noch in Gebrauch ist, sagt nach meiner Meinung zu wenig aus. Unabhängig von der Genauigkeit der Grenzdefinition. Richtig, etwas zur Klassifikation von Touren liest man im Vorwort fast jedes Führers, sehr anschaulich und passend für unsere (Wander-)Bedürfnisse hat Andrej Stritar das Thema in PV 10-2006 (S. 35-38) behandelt. Dort definiert er u.a. eine grafisch übersichtliche beschreibend-wertende Tabelle, mit der jeder Weg hinsichtlich dreier Kategorien (Schwierigkeit, Anstrengung, Orientierung) bewertet wird und für jede Kategorie eine Fünfstufenleiter verwendet. Meine bescheidene Laientmeinung: Das ist eine exzellente Synthese des bisher Gesehenen und Verwendeten! Nur ins Leben bringen.

Generell ist Subjektivität trotz Maßstäben in aller menschlichen Tätigkeit eingebaut. Auch in Führerliteratur spürt man sie natürlich, nur fügt die unumstrittene Autorität (wie nervige Wendung, oder) von diesem Gebiet einen edlen Anstrich hinzu.

Aber ich weiß immer noch nicht, wen wir mit Tinet Mihelič vergleichen. Ich möchte wirklich, dass Hribi.net-Beitragsautoren sich vorstellen, wenn nicht (fast sicher nicht!), erwarte ich wenigstens eine Antwort auf meine Meinung: zu ihrer Schritt-für-Schritt-Beschreibung von Weglosgeländen, zum „Foto-Markieren“, zur (Mit)Verantwortung,…

Lp
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Rok10. 08. 2008 03:41:24
Auf Hribi.net versuchen wir Wege so genau wie möglich darzustellen. Wir bemühen uns auch, so objektiv wie möglich zu schreiben, wissen aber, dass es nicht vollständig möglich ist. Wenn jemand für einen Weg eine bessere Beschreibung hat als die auf Hribi.net veröffentlichte, kann er sie uns schicken und wir tauschen sie gerne aus. Genaue Beschreibungen tragen meiner Meinung nach sogar zu leichterer Entscheidung bei der Auswahl eines Ausflugs bei und damit zu mehr Sicherheit.
Natürlich muss ich alle Leser warnen, dass alle Beschreibungen nur informativ sind und Fehler enthalten können.
Was die Verantwortung betrifft, denke ich, dass noch kein Führerautor sie übernommen hat.
Zum Zerstören von Weglosgeländen denke ich, dass sie weniger durch rote Linie im Internet und GPS-Tracks zerstört werden als durch das Aufbauen von Steinmännchen.
Mein Name ist Rok Lukan und ich bin der Autor der Beschreibungen der beiden genannten Weglosgelände.
LP Rok]]>
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morris10. 08. 2008 11:31:35
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Rakar16. 08. 2008 12:50:00

Ich glaube auch, dass ihr euch bemüht, so objektiv wie möglich zu sein. Hier kann es schon kompliziert werden… Nämlich, Bemühung ist nicht immer genug oder manchmal sogar zu viel (wieder meckere ich an Schritt-für-Schritt-Beschreibungen und „Markierung“ von Weglosgeländen)! Und jetzt verknüpfe ich die Argumentation mit eurer Einladung an Autoren besserer Beschreibungen… Das ist genau, was ich in diesem Thread zuerst zwischen den Zeilen erzählte, dann fast direkt. Kein Bedarf, warmes Wasser neu zu erfinden. Alles, was ihr schreibt, ist schon geschrieben. In vielen Führern (aus Beschreibungen sieht man, dass ihr sie nutzt, obwohl Quellen nicht angegeben – aber das ist Moralsache…) Geschrieben von Leuten mit viel Bergsport-Kilometern. Das ist notwendige (aber nicht immer hinreichende) Bedingung für Objektivität. Gleiches gilt für ausgeprägtes Gefühl für rechte Maß beim Enthüllen des Verborgenen. In Worten dieser erfahrungsgetränkten Autoren spürt man ständige Sorge um den Leser. Das ist die (Mit)Verantwortung, von der ich schrieb. Sicher denkt keiner, ich will „Blut“ des Autors, z.B. materielle (Mit)Verantwortung für mögliches Unglück… Na ja! Schlage aber Autor-Überlegung und Prise Selbstezensur vor, mehr Warnungen. Parallel denke ich, ob heute fast jeder „Führer“ schreiben kann (ohne Groll, kenne eure Erfahrungen nicht, schließe nur aus Beschreibungen) und manchmal Warnungen vergisst oder Tourenschwierigkeit mindert… Nämlich, um uns zu verstehen, ihr seid keine normalen Foren-Beschreiber, die vielleicht beiläufig eine Wegweisungspunkt erwähnen oder foten, sonst primär ihr Erleben auf der Tour beschreiben. Nein, ihr beschreibt kein Erlebnis – schreibt nur und ausschließlich über Bewegung zum Ziel.

Jetzt würde ich unter normalen Umständen mit versöhnlichen ruhigen Worten schließen, die mir am besten passen. Aber kann nicht. Druck gestiegen wieder vom „(Gegen)Argument“, dass rote Linie auf Foto und GPS-Spur Weglosgelände weniger zerstören als Steinmänner. Heiliger Strohsack, versteht man's nicht, dass an Schlüsselpunkten gebaute Steinmänner minimale Orientierungshilfe sind, notwendig besonders bei schlechten Bedingungen (z.B. Nebel), während gezogene rote Linie auf öffentlich gepostetem Foto das Ende dieses Weglos-Teils bedeutet, ganz zu schweigen von öffentlicher GPS-Spur.

Nochmals betone ich, dass Streit um Schritt-für-Schritt-Beschreiben, „Zeichnen“ von Fotolinien und Posten von GPS-Spuren nur Weglosgelände gilt, gegen beides bei markierten Wegen nichts habe - sogar nützlich und trägt zur Sicherheit markierter Wege bei. Und nochmals, bezüglich Weglos, diesmal laut: ALLES LÄSST SICH REPARieren!

Lp]]>
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viharnik16. 08. 2008 13:33:58
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fpetel116. 08. 2008 13:53:28
Persönlich bin ich bei solchen Wegen mehr ein Hase und gehe nicht (allein ohne erfahrene Leute) auf sehr anspruchsvolle Wegfreie, wenn ich die umliegenden Hügel und Schwierigkeiten nicht wenigstens ein bisschen kenne... Und ich denke, es ist auch reine persönliche Verantwortung, wenn du irgendwo hingehst und dich umbringst, weil jemand geschrieben hat, dass der Weg gangbar sein kann usw... Du schaust dir den Weg vor dir an, bewertest, ob du ihm gewachsen bist (und Bedingungen OK) und übernimmst Verantwortung für dich, wenn du fällst. Wenn du aber jemanden führst, denke ich, kein verantwortungsvoller Führer wird Teilnehmer auf einen Weg führen, den er nicht gut genug kennt oder dem er nicht gewachsen ist. Also ist das Forum in Ordnung und auch schwierigere Anstiege können beschrieben werden. Die Leute müssen selbst einschätzen, ob sie den Weg gehen oder lieber bei leichteren bleiben.
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janez316. 08. 2008 18:36:53
Ich gehöre zu denen, die sich viel in Wegfreien bewegen und auf dem Forum zuerst nach genauen Beschreibungen der Bewegungsrichtung zum Ziel suchen (neben aktuellen Bedingungen), die ich mit Daten aus anderen Quellen vergleiche. GPS-Tracks sind mir also wichtig und willkommen, aber keineswegs entscheidend. Vor allem tragen sie zur Sicherheit bei; in Wegfreien noch viel mehr als auf markierten Wegen. Voraussetzung ist natürlich, dass man mit dem Gerät umgehen kann und die Schwierigkeit des Wegs, die eigenen Fähigkeiten kennt und aktuelle Bedingungen berücksichtigt.

Ich gehöre auch zu denen, die versteckte Bereiche nicht eifersüchtig für sich behalten. Es scheint mir nicht richtig, dass aus Angst vor zu viel Besuch genauere Beschreibungen verhindert werden sollen. Eine bloße oberflächliche, Erlebnisbeschreibung mit einem schönen Foto bringt jemanden eher auf einen Weg als klar geschrieben, dass zu dem Foto eine Rinne zu klettern ist, die an eine III erinnert.

Übermäßig mehr Besuche in Wegfreien wegen GPS-Track wird es nach meiner Meinung nicht geben. Verlassene Pfade, Gamswege, steile Wiesen, wackelige Griffe, exponierte ungesicherte Querungen, seltene beschädigte Sicherungen, Meer von Schutt, sind kein Magnet für Massenbesuche. Massen sind da, wo Hütten sind. Wenn die schließen, herrscht auch in Bergen Ruhe. Jenen wenigen Individuen, die künftig, sagen wir wegen öffentlich veröffentlichter GPS-Track und Step-by-Step-Beschreibung, ein Ziel via Wegfreiem erreichen (sicherer), gönne ich es auch. Trotz allem mussten sie enormen Aufwand und Wissen investieren.

Und noch etwas muss gesagt werden. In letzter Zeit viel Geschreibe über GPS-Navigation.
Das Gefühl ist dasselbe wie vor Jahren, als Handys ihre Wanderungen begannen. GPS wird unser täglicher Begleiter, dem kann man nicht entgehen. Auch in Bergen. Aber wenn irgendwo nicht, dann führen sie in Bergen nicht „an der Hand“. Sie deuten nur Kurven an, max Genauigkeit 5m (kann schnell viel sein), Kartografie für Gerät und PC-Programm ist, was sie ist – veraltet, in Gräben und Rinnen schnell Signalverlust, auch schlechteres Signal bei Bewölktem, abhängig von Batterien. Kurz, sich in Bergen nur auf GPS zu verlassen ist gefährlich. In Kombi mit klassischer Karte, Wegbeschreibung, Tipps von Kennern und unserem Wissen/Erfahrung wird es bald unverzichtbar.

Janez
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klavdipo16. 08. 2008 22:21:14
Ich stimme Janez voll und ganz zu. Ich erkunde auch sehr gerne Wegfreies und diese Seite hilft mir sehr bei der Auswahl der Gipfel selbst! Es hängt sowieso von jedem Einzelnen ab, dass er selbst beurteilt, wie fähig er ist und so sein Ziel wählt!
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Rakar22. 08. 2008 11:51:08
Ich sehe, dass in der Zwischenzeit neben meiner „Theorie der Vorsicht“ einige ernstere Ansichten aufgelaufen sind. Die Mehrheit gefällt der Mehrheit. Warum auch nicht?! Leider gehen alle davon aus, dass Schritt-für-Schritt-Beschreibungen mit Foto- und GPS-Track-Unterstützung von Leuten genutzt werden, die genug Erfahrung mit GPS-Geräten haben sowie anderen notwendigen grundlegenden Bergsport-Erfahrungen, die zu sicherer Bewegung in Wegfreiem beitragen. Für solche sorge ich mich nicht übermäßig und gönne ihnen von Herzen das Probieren bis vor Kurzem verborgener, nun „verborgener“ Ecken.

Mich sorgen die anderen (und das habe ich nicht zwischen den Zeilen versteckt), die so „instant Führung“ fast „an der Hand“ zu (für sie) gefährlichen Bereichen bringen wird, wo eine falsche Entscheidung oder 5m GPS-Fehler die Grenze zwischen Sein und Nichtsein bedeutet! Hauptsächlich ihretwegen schreibe ich diese (unpopulären!) Warnungen. Wie auch immer, es passiert Ähnliches wie im Alpinismus … Auch dort gibt's nicht mehr jene echte Stufenfolge, die Erfahrung bringt, diese mehr Sicherheit. Auch dort passiert es, dass ansonsten gut klettertrainierte „Jungs“ klassische Abstiege nicht kennen, weil sie einfach die Lektion des Gehens auf markierten Wegen und dann Wegfreiem übersprungen haben. Folglich passieren Tragödien. Es hat mich wirklich (getroffen) die populär-populistische Andeutung auf Egoismus (Verstecken von Wegfreiem) und die Logik des Unvermeidlichen, dass GPS-Ära sowieso unaufhaltsam kommt und derzeit nur wenige die Technologie und solche Wegfreie-Beschreibungen nutzen werden. Klar kommt GPS-Ära (und bringt Gutes und Schlechtes) und obwohl ich auch hoffe (und glaube), dass die Zahl Unerfahrener in Wegfreiem (wegen solcher Veröffentlichungen) nicht wesentlich steigen wird, bedeutet das nicht, dass es sich nicht lohnt, die GPS-Ära ein bisschen zurückzuhalten allein wegen eines Lebens oder einer unnötigen Verletzung. Im Gegenteil! Und wenn gilt, dass solches Enthüllen der Wegfreien-Welt „nutzt“ nur einer kleinen Zahl Leute, warum Teufel braucht es dann so eine öffentliche Enthüllung überhaupt? Besonders da wir wissen, dass kein Rückwärtsprozess gibt (n-tes Mal betone ich, so „enthülltes“ Wegfreies kann man nicht mehr „verstecken“) und dass jemand anderem (zugegeben wieder kleiner Zahl Leute) die Erkundungsmöglichkeit für immer entzogen wird. Kein Dilemma, im vorherigen Satz mahle ich schamlos Wasser auf meine eigene Mühle!

Viel Erfolg - Autoren von „führenden“ Wegbeschreibungen und Nutzern!

P.s. Nochmals betone ich, habe nichts gegen GPS-Tracks markierter Wege – Kombi ist meist nur vorteilhaft. Weiß auch, dass innerhalb GRS schon längere Zeit ein GPS-Track-Archiv entsteht, das schon nützlich war und zukünftig noch mehr sein wird. In erfahrenen Händen, mit richtigem Zweck!
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Pina22. 08. 2008 14:52:09
Auch mir helfen die Beschreibungen auf dieser Webseite sehr, es ist aber wahr, dass ich gleichzeitig auch ins Bergführer schaue. Also ist der beschriebene Weg zum Pihavec vorerst nicht für mich.

Und noch das: Tine Mihelič ist nicht bei einem Unfall gestorben, darum steckt ihn nicht unter die, die kopflos in Berge stürmen. Sicher kann aber viel passieren gerade jedem, der vorsichtig ist.
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davorin22. 08. 2008 15:23:36
Bin noch nicht auf diesem Weg hoch gewesen, aber wenn ich die Bilder anschaue und die Tourenbeschreibung lese, scheint es wie ein ANGNEHMER UND LEICHTER SPZIERGANG. Und gar nicht anspruchsvoll - warum sollte es nicht für eine Tour von Pogacnikov dom Seite gehen. Also, entweder ist die Tourenbeschreibung und Bilder nicht gut oder die Schwierigkeitsbewertung falsch.
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geppo22. 08. 2008 16:34:10
Mit Interesse verfolge ich die >Polemic<, die sich auf dieser Seite entwickelt.
Schwer sich nur auf eine Seite zu stellen, weil ich Rakar Recht gebe wie auch den anderen, die diese Beschreibungen verteidigen. Ich selbst bin manchmal mit Freude auf einen unmarkierten Weg gegangen, der einen voll beschäftigt und Adrenalin hinzufügt. Ich immer in Begleitung von Wandergefährten (auch erfahrenem) - nie allein!!
Persönlich meine ich, dass (und sollen) Wegfreie nur von sehr erfahrenen Wanderern genutzt werden!
Eine Grenze ziehen, für wen diese Wegfreien beschreiben und mit GPS markieren, ist schwer.
Persönlich finde ich richtig, dass es auch Aufzeichnungen und Markierungen und Bildmaterial von Wegen gibt, die nicht in üblichen Bergkarten eingezeichnet sind, daneben Warnung, dass Beschreibung nur für erfahrene Wanderer gedacht ist!
Beschreibungen dieser Wege werden sowieso auftauchen, wenn nicht auf diesem Portal dann auf einem anderen (Beschreiber von Bergwegen ärgern sich schon) und Wünsche nach Gründung neuer Internet-Portale - BERGSPORT.
Also Beschreibungen markierter und unmarkierter Wege werden unaufhaltsam erscheinen!!
Ich habe GPS-Beschreibung noch nicht für Besuch und Bewegung in Wegfreiem genutzt - vielleicht genauer als Weg>Beschreibung<??
Mal sehen, was noch daraus wird...
Lp
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nevi22. 08. 2008 19:57:31
Auch ich hätte schwer mich auf eine oder andere Seite in dieser Polemik zu stellen. Jeder hat auf seine Weise Recht. Aber ich habe ein klitzekleines Argument gegen Popularisierung des Gehens in Wegfreiem - Eindringen in Tierraum. Verstehe voll die Gefühle beim Gehen auf Wegen, wohin nicht jeder kann, aber überzeugt, dass es genug markierter Wege gibt. Tiere gewöhnen sich daran, wenn wir aber gehen wo sie uns nicht gewohnt sind, werden wir sie wahrscheinlich erschrecken.
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viharnik22. 08. 2008 21:19:54
Auch ich bin persönlich kein Befürworter von GPS-Geräten, weil mein Instinkt so wichtigem Teil (Tracking in Bergen) nicht irgendeinem Gerät vertraut, das erstens - unbrauchbar wg. Geländestörung des Signals, zweitens - in bergigen Gebieten größere Abweichungen, drittens - nur elektronisches Instrument (mögliche Defekte). Für mich besser normale Magnetkompass. Nicht GPS für Wüstenfüchse und Steppenprärien oder Eskimo-Gebiete... Für mich schönstes ist direkter Kontakt mit Natur. Da erwachen Sinne, die beim zivilisierten Menschen schon leicht abgestumpft sind.zavijanje z očmiRok.
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onsight22. 08. 2008 22:24:26
Entschuldige mich im Voraus bei allen, die mein Schreiben irgendwie verletzen wird.
Ich werde keine einzelnen Abschnitte eurer Schriften kopieren oder zitieren, weil das zu viel Platz nähme,... soll sich wenigstens sein Eigenes nehmen, wenn irgendwo gefunden. Meine Meinung zu dieser Webseite...an Schöpfer, alle die irgendwie zum Inhalt beitragen...alles Lob für den Einsatz. Welche eure Absichten sind...vielleicht so viele dumme Sonntagsbergsteiger auf gefährliche Wegfreie locken und sie so umbringen oder Ähnliches, vielleicht alle Tiere in unseren Bergen erschrecken, für jene Zwecke weiß ich nicht und will nicht wissen. Interessieren mich nicht. Zählt nur, dass ihr euch an Arbeit in Bereich gemacht habt, das euch interessiert, freut, ihr genießt und gern auch mit anderen teilt. Und folglich zieht jede solche Arbeit einen Haufen "Probleme" nach sich, verschiedene Reaktionen, Neid, falsches Bewusstsein und Belehrtheit. Wen kümmern Tiere da oben in Bergen? Wenn jene, die oben darauf hinweisen, dann würden sie selbst nicht da kriechen, wo kein Weg ist. Aber nein...sie dürfen auf Wegfreien gehen, sind offensichtlich Teil der Natur...alle anderen nicht. Massenhaftigkeit? Ja...meiner Meinung auch. Nur weil ich gelesen habe, dass irgendwo Wegfreies existiert,...gehe ich nächsten Sonntag gleich hin, ungeachtet dass ich nur Sonntagsbergsteiger bin, für den irgend "zajl" Überschuss-Adrenalin-Erfahrung ist. Nur weil dieses Wegfreie hier beschrieben ist. Welcher Unsinn. Solches Geschwätz gehört in denselben Rang wie Philosophieren darüber, wie Glänzen von Haken in Alpinrouten Tiere in Bergen stört, dieselben "Greenpeace"-ler machen sich ohne Andeutung von Abscheu fröhlich auf Gipfeln Fotos angelehnt an Kreuze, ähnlich dem über Okresljem, das wie Spiegel glänzt. Aber nein...das stört nicht. Warum nicht? Gott weiß...er sicher nasmeh. Ich bin Kletterer selbst, bisschen Alpinist im Herzen und ehrlich gesagt...gehe gern in Berge aus Haufen Gründen und folglich "gehen mir auf die Nerven" Bergsteigerhorden und Lärm, der unausweichlich mitkommt. Und Haufen Unfälle, auch tödliche... Und doch...wer bin ich, dass ich mich damit, andere als "Bergsteiger-Masse" zu labeln, über sie erhebe und nicht mehr nur gewöhnlicher "Sonntags-Kieskerl" bin? Wer bin ich und wer bist du, dass nur du und Handvoll Auserwählter alles Recht auf Berge haben? Als ob du vergessen hättest, dass du selbst vor Kurzem unsicher zuerst auf ausgetretenen Wegen gestapft bist, erst später (wahrscheinlich mit Erfahrenem) verborgenere Ecken entdeckt hast? Es stört dich, dass du dich dafür mehr anstrengen musstest, jetzt haben's alle auf dem Präsentierteller, so übers Web? Hey...versöhne dich...sonst standest du vor Jahren wahrscheinlich auch Schlange in Bank, jetzt bezahlst Rechnungen übers Klick sonntags früh vor Gojzar in Rucksack und eilst, dich an nächsten Kreuz anzulehnen. Und kriegst deswegen keine grauen Haare mehr. Ganz fein, oder?
Gibt's deswegen mehr Tote in Bergen? Mehr wird's geben...aber stark bezweifle wegen dieser Webseite und solchen und anderen Führern. Moralische Verantwortung von Wegbeschreibern? Das ist eine der besseren, die ich gelesen habe...haha. Wenn was wahr...wahr ist, dass wahrscheinlich ein Unfall weniger. Habe ziemlich bunten Kreis Leute, die hobbymäßig in Berge gehen und mal drüber reden, Ausflüge auf Seite durchstöbern...schon mehrmals gehört "Ojej, gut dass ich hier Fotos vom Weg und Beschreibung geschaut habe, dachten nächstes Mal diese Tour, jetzt seh ich, sie ist anspruchsvoller als gedacht..." und Ähnliches. Wahrscheinlich geht jemand sogar auf Tour weil Beschreibung und Fotos begeistern...ja. Wenn ich mal Route gemacht oder gebohrt zum Klettern...sicher nicht für mich. Wenn ich mal wunderbare Route geklettert, schöne Tour gemacht...mit aller Glut gern geteilt mit allen, die fünf Minuten hatten und zuhörten. Aber das bin ich...wahrscheinlich hat mich mal jemand falsch eingeführt und gelehrt. Alle Moralisten, die theatralisch Arbeit hier verurteilt...ihr wisst selbst gut, aus welchem Antrieb ihr das tut. Weit entfernt von großer Sorge um Mitmenschen und Tierwelt, die ihr selbst ebenso "verschmutzt" mit eurer Anwesenheit wie jeder andere.
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Rakar23. 08. 2008 09:59:42
Onsight, ausgezeichnet geschrieben! Auch theatralisch. nasmeh

Etwas muss ich aber noch anhängen, weil es etwas zu sehr heraussticht. Nämlich, nur ein ganz kleiner, völlig spezifischer Teil der Arbeit auf dieser Webseite wurde "verurteilt". Ansonsten ist auf hribi.net viel Arbeit geleistet worden, das behaupte ich nicht zum ersten Mal. In die Gründe, warum jemand so etwas unternimmt, will ich mich nicht vertiefen!

Danke allen, die es getan haben, und denen, die es vielleicht noch tun werden, über dieses Thema zu diskutieren. Mein Ziel ist bereits mehr als erreicht. Und ohne Groll, falls ich jemandem den Druck zu sehr erhöht habe!

Lp
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