Passt nicht ganz zu diesem Titel, aber damit ich kein neues Thema eröffne...
2 genussreiche Grate Kreda-Slatna-Vogli und Zelnarici-Kopica-Tičarici
Idee, die nie an die Reihe kam, ist endlich aus Worten Fleisch geworden. Vor der Abfahrt habe ich mich analytisch nur in einen Bruchteil des Streifzugs vertieft, nämlich wie den direktesten Gratanstieg auf Kreda finden. Gelungen. Wo auf dem Weg von Dedno Polje nach Lazu mögliche Übergänge spürbar werden und graue Felsflecken sichtbar sind, davor ragt ein schmaler Schotterstreifen in den Wald, auf dem Gras wächst, bog ich steil links bergan ein (von Bild 1 bis vorgestelltem Abzweig ca. 15-20 Min.). Schon wenige Meter nach dem Abbiegen sah ich einen Querpfad oder Wildpfad, weitere folgten. Nach anfangs sehr steilem Gelände legte sich die Welt etwas. Suchte Durchgänge im Gestrüpp und half mir mit Karte, um ungefähr der geplanten Linie zu folgen. Einmal ließ ich mich von einem Wildpfad rechts bergan locken, führte zu romantischem Vorsprung, über dem leider nur Gestrüpplandschaften. Wieder links und suchend nach Durchgängen traf ich auf etwas, das mehr als nur Wildpfad wirkte. Diesem Verschwindenem irgendwie gefolgt. Führte zu grasiger Fläche, die ich zu Hause ausgeguckt hatte, und am oberen Rand ins Gestrüpp tretend sah ich sogar angesägte Äste. Hmm, offensichtlich führte früher direkt am Gratkant ein Pfadlein. Wenn unten geübt werden musste, wie man unter Kreda auf Gestrüppästen schaukelt, waren hier Akrobatik unmöglich, da Gestrüpp deutlich steifer. Dadurch trotz alter Schnitte stellenweise schwerer durchzubrechen, aber Pfadlein noch sehr ordentlich und Fortkommen nicht lästig. Ausblicke göttlich.
Von Kreda weiter zu Slatna, besetzt von Dutzenden Raben. Nahe Gipfel Gestank wahrgenommen, Blick abgewandt von verfaulenden Kadavern von Kleinwild. Auf Sattel zu Vogli letztes verfaulendes Aas in großem Bogen umgangen und schnell zu Erstem und Mittlerem Vogel, dann unbenannter Gipfel und schon letzter Vogli, von dem über Kote 2309 abgestiegen. Von Vrat Dutzende Meter markierten Weg fort, dann rechts und über Hang zum Gipfel Große Zelnarica, von da zu Kleiner und weiter Graten zu Kopica. Abstieg von M. Zelnarica zur Scharte zäh verstopft und steil. Kein Sturz erlaubt, da man im Schutt der Tal 7J landen könnte. Von Kopica Weg zu V. Tičarici. Von ihrem Gipfel Grätchen zu M. Tičarici einladend, aber Knie nicht mehr top, daher zu markiertem Weg ab und zu Kleiner Tičarici über V-Hang hoch, um genanntes Grätchen fast am Hügelgipfel zu erreichen. Ab zu Štapec und Tour mit Rückkehr über Planina Ovčarija beendet.