| viharnik2. 06. 2011 08:12:51 |
Lieber Bergsteiger Velkavrh! Meine Geschichte zur Einstieg ins Touren-Skifahren ist in deinem Fall noch viel komischer und besorgniserregender. Stimmt, als junger Bursche habe ich viel alpinen Skisport auf dem Vogel gemacht bis kurz vor der Unabhängigkeit Sloweniens. Wir nutzten damals die Hütte Yugotekstil (links vom Burja-Haus), Firma, wo meine Mutter arbeitete. Später kamen die "grünen Winter" und selbst auf dem nahen Krvavec war nicht genug Schnee. So habe ich die zu klein gewordene alte Ausrüstung in den Sperrmüll gegeben, neue nicht gekauft. Später haben mich bei Bor im K2 Grivel-Schneeschuhe gelockt, die mich gut ein Jahrzehnt durch verschneite Berge trugen. An einem Wintertag fragt mich oben auf der Mala Mojstrovka ein Tourengeher, ob es nicht schade sei, da ich sonst ein guter Bergsteiger bin, aber keinen guten Transport-Skis-talwärts habe? So habe ich mir geschworen, in diesem Leben Bergskier für Fortbewegung und Rückkehr von den Bergen zu nutzen. Zuerst sind Skier nicht gleich Schneeschuhen, nur ähnliche Bewegung bergauf und Gefühl des Schnees unter sich bleibt. Alles andere, wie Gehen bei verschiedenen Neigungen, Wechsel der Aufstiegsrichtung der Spur, Bestimmung optimaler guter Aufstiegsrichtung, Gehen über Abgründe, Verwendung von Kickturns und Skifahren auf verschiedener Schneedecke, habe ich schrittweise gelernt und zuerst hauptsächlich auf den Hügeln der Polhograjci, Pokljuka, Komna und Karawanken. Die Sache mit etwas Vertiefung und Gefühl für Skier ging schnell. Ich war mir aber bewusst, dass Bedingungen in höheren Bergen und Hängen und allen Fallen, die dort immer lauern (Spalten, Lawinen, natürliche Hindernisse, bedeckter Eis), ganz anders sind. So habe ich anfangs langsamer geskifahren, gute Schwünge gelernt, Körperneigungsposition-unterschiedlicher Schnee, schnelles Anhalten auf Steilhängen, Sprünge über Hindernisse, Rodeo auf Mulattenwegen usw. Hat mir auch ein gutes Buch Geheimnisse unberührter Hänge (Borut Črnivec, Andrej Terčelj) geholfen, unschätzbar und mit Erfahrungen für Anfänger oder Langjährige. Schließlich gilt: Übung macht zum Meister und keine Alternative oder Abkürzung. Nach der zweiten Saison Tourenski habe ich nur festgestellt, dass die Skier einen Tick länger sein könnten (bessere Auftrieb an Oberfläche, weniger Einsinken beim Gehen). Zum Schluss: Skier in Bergen im Winter sind universelles Equipment, unersetzlich und ermöglichen leichte, schnelle Aufstiege, schnellen Abstieg ins Tal und Fülle an Skifreuden in verschneiter Landschaft. Grüße!
|
|