Auf Križevnik gestern. Geparkt vor Robanova-Bauernhof und langsam aufgebrochen. Zum Križevnik von Robanova planina. Da ich diesen Weg noch nie gemacht habe, wusste ich nicht genau, was oben wartet. Der Pfad unter den ausgedehnten Wänden des Križevnik ist etwas Besonderes. Kombination aus Gehen im weg-losen steinigen Wald, Klettern in steiler Wildbachrinne unten und steilem Querung durch Gestrüpp, Übergänge und Anstiege durch steile Rinnen, Gehen auf steilen Wiesen, Gämsenpässen und mehr oben. Auch tiefer Abgrund mitten auf dem Weg, aus dem eisig kalter Wind weht und Wintergefühl gibt, ist besonders. Ausblicke werden beim Aufstieg zur Spitze immer schöner, am schönsten natürlich oben. Oben ganz gebannt genoss ich die Stille der Einsamkeit. Abstieg über Polšak-Alm und Jägerpfad zurück nach Robanov kot. Wieder ein Weg puren Genusses.
Lp und sicheren Schritt von unter den schönen Golte, Janez
Planšars Abschied
Wenn ich talab von der Alm gehe
ist mein Herz traurig;
für dies Jahr, oder für immer
hier nehm ich nun Abschied?
Was die Zukunft bringt
ist den Augen verhüllt,
dass Wünsche selten erfüllt,
das weiß ich zu gut.
Unten im Tal nicht angenehm,
Herz sehnt zurück
zur Alm, wo im Sommer
irdisches Paradies mich erwartet.
Schwalben fortgeflogen,
kalter Wind hat geweht,
Blümchen verwelkt
und ich ergraut.
Jeder Winter vergeht einmal
Mai lächelt wieder,
Blümchen blühen neu,
doch Jugend kehrt nicht.
Im Tal in stillem Grauen
fährt jeder Rüpel mit Motor,
dass es dröhnt und grollt,
das hält man nicht mehr aus.
Unsere Berge rufen:
herauf komm wer kann,
hier Glück, Herzensfrieden,
Weltlärm reicht nicht herauf.
Lasst sie toben, rasen,
voran ins Leere jagen
alle unruhigen Menschen jetzt,
wir gehen in die Berge.
Robanov Joža