| geppo2. 07. 2014 22:54:54 |
Križevnik II. 2.7.2014 Während einige sich noch fragen, ob Eispickel, Steigeisen oder Mikro-Steigeisen, und ob das Schneefeld zufällig noch da ist und „planinske“ nervt…? Schreiben sich viel, philosophieren und ärgern  Heute von Robanov kot waren noch etliche Schneefelder sichtbar, aber es gibt auch versteckte, die aus dem Tal nicht zu sehen sind… Wir haben uns keine Sorgen gemacht, Eispickel/Steigeisen, da die Situation uns schon gut bekannt war vom letzten Mal. Haben aber Seile und all die zugehörige Ausrüstung mitgenommen, das zu dieser wilden Welt gehört, die wir wieder erkunden wollten. Erste Aufgabe: jungen Höhlenforscher zum Abgrund bringen, damit er sieht, was unten ist…? Und unterwegs entdecken wir Löcher, Löchlein und es sah schon aus wie Pilzsammeln: „schau da, und da noch eins…“ Dieser Križevnik ist durchlöchert wie Käse…. Unterwegs erkunden wir, wo wir letztes Mal „verfehlt“ haben, denn dieses Klettern sah nicht normal für Jagdweg aus. Und wir haben die „Schlinge“ gelöst . Wir sind etwas zu hoch „abgedriftet“, aber etwas tiefer viel einfacher, und es gibt einen Pfad... Der Höhlenforscher seilt in den Abgrund ab (ca. 30m tief) und prüft, ob schon jemand unten rumgekrochen ist. Spuren (außer Bananenschale ), die vorher ein schelmischer Teilnehmer runtergelassen hat, fand er nicht. Also erster im Abgrund!!! Wir haben zwischendurch rumgekrochen, Janez natürlich zur Spitze und statt Steinmannchen eine „Schwalbe“ oben drauf. Mich friert, wenn ich das sehe… Dann Erkundung weiter. Vorher hatten wir eine kaum sichtbare Spur bemerkt (tiefer als Abgrund) ostwärts und mein Vorschlag, sie zu nehmen. Wir steigen runter und schön entlang. Nachführbarkeit gut und keine Probleme. Dann wie immer kommst zur Rinne und keine Spur wohin….? Teil des Teams kriecht durch Schutt sucht Übergänge, bis vor Schuttsteilheit anhält. Janez sucht in Felsen der Rinne Übergänge. Rinne noch nicht so verflucht anspruchsvoll aber nass und glitschig, da Wasser rinnt. Bleibt nur zwei Seillängen abseilen. Folgender Felsprung nicht schwer und wieder auf „Weg“. Kommt von West nach Ost. Wohin jetzt? Janez erkundet Ost, ich West. Meine Variante gefällt mir besser und bald drehe ich um, um zu sehen wo Janez ist? Als ich ihn treffe, begeistere ich ihn für „meine“ Variante und nach ca. halber Stunde am Anstiegsrinnen. Hier halten wir an und demokratisch entscheiden (die Rinne kennen wir eh), noch die andere Richtung zu probieren. Bald im Wald schwieriges Querung - Schutt, nasse Erde, Neigung ständig konkret. Als wir zur zentralen Rinne kommen, die Ehrfurcht einflößt, merken wir, besser umkehren . Zurück zu „unserer“ Anstiegsrinne und nur noch ins Tal... Start bei Robanih 6:31 Abgrund 9:50 Rückkehr zu Robanov 17:00 Dieses Križevnik-Ostenje ist schön, einsam, wild und zugleich echte Mausefalle. Vor Jahren lachte ich über die beschriebene Missgeschick dreier Alpinisten, die kaum zurück ins Tal fanden. Jetzt lache ich dem unten Geschriebenen nicht mehr…. Hier ein Teil ihrer Story-Beschreibung… lp ihr Beschreibung: Abstieg mitten in der Wand, bedeutet Abseilen nicht entlang der gewundenen Aufstiegsrichtung, sondern gerade runter durch unbekanntes Gelände. In wenigen Stunden wieder am Graben um 1480m, wo wir morgens hochgekommen sind. In Hoffnung auf besseren Abstieg folgen wir Jägerpfad, der direkt unter dem Ostenje ostwärts quert. Wir steigen ab, hoch ein bisschen, wieder ab, tatsächlich immer noch sehr hoch. Da Abend da ist, müssen wir schnell Übergang ins Tal finden. Problem: viele hohe, auch steile Wasserfälle unter uns, in die runterzugehen unsinnig wäre. Dazu naß werden sicher, geöltem Fels fehlt Halt, Haken fast nirgends zu schlagen. Wir starten Abseiler durch Buschwerk, die immer technisch komplizierter werden. Meist mit gewürzten Queren - weichen Überhängen aus und fliehen seitlich vor glatten Wassergerinnen soviel möglich.. Nach vier Stunden Kampf im unteren Wandteil, insgesamt 20 Abseillängen, fast alle Haken verbraucht (auch versteckte Reserven!), alle Hilfsseile, mit halb durchstochener Hauptseil landen wir Minuten nach Mitternacht glücklich im ebenen Bett von Robanov kot. Einundzwanzig Stunden seit Heimweg, GSM-Signal steigt genug, um Angehörige und Freunde zu informieren, dass alles ok. Händedrücke und trotz Erschöpfung zufriedene Blicke. Kein Wort nötig, jeder wusste genau, was der Partner fühlte. Knapp gegangen, blieb "Material" nur für eine Abseillänge. Sichtbar "bearbeitet" im harten Dunkel stapfen wir zum Auto, doch sehr zufrieden, dass wir die heutige Magisterarbeit im ernsthaften Gelände souverän und sicher gelöst haben, auf beste Weise. Reicher um konkrete Erfahrungen, die keine andere Schule gibt, im Schutz der erwachenden Morgendämmerung fahren wir heim. Vielleicht am Ende Anekdote. Unter schwererem Wandteil schauten uns zweimal eine Gämse und ein tagalter Jungtier an. Deshalb nannten wir unsere Route "Route der jungen Gämsen". Wiederholungen des adrenalinreichen Abstiegs raten wir ab, da es viel mehr braucht als nur Wissen und Ausrüstung ...
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