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Forenliste / Slowenien / Allgemeine Gespräche / Slowenischer Jakobsweg

Slowenischer Jakobsweg

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bagi24. 04. 2025 12:37:51
Tag 7

Der siebte Tag war in vielerlei Hinsicht anstrengend. Er war der hügeligste mit vielen Kilometern, auch die Höhenmeter hinkten nicht nach. Vor allem ständig Auf- und Abstieg, die Sonne hat tagsüber ihren Teil beigetragen. Der Untergrund war der am wenigsten asphaltierte aller Tage, obwohl ganz ohne ging es nicht. Viel Schotter, einige Waldwege, einige *frisch duftende* Wiesen, vor allem totale Einsamkeit. Kaum jemanden getroffen, selbst bei Häusern alles ausgestorben. Übernachtet in Kamnik *Pri cesarju*, wo entgegen der allgemeinen Meinung ein sehr günstiges Zimmer bekommen habe. Am besten gefielen mir die schalldichten Fenster, die mich nachts vor Straßenlärm retteten nasmeh. Mehr in der Foto-Geschichte …
Ich verlasse das Lager früh. Heute erwarte ich einen anstrengenden Tag1
Hinter diesen Häusern geht es nur bergauf. Ich muss das Hügelland bis Kamnik durchqueren2
Ich weiß nicht genau, was das werden soll, aber es ist noch irgendwie im Bau.3
Es ist steil, aber wenigstens gehe ich auf Makadam.4
Blick auf die Umgebung. Ich befinde mich auch in einem ausgedehnten Hügelland.5
Hier und da stoße ich auf einen Bauernhof, wovon sie leben, keine Ahnung.6
Die Gebäude sind meist älter, keine neue Mechanisierung zu sehen.7
Noch eine der Hügelkmetije. Der Hofhund begrüßt mich schon von ferne lautstark.8
Nein, kein Drohnenfoto :)9
Das ist ein weiterer Blick auf dieselbe Kirche Sv. Miklavž, diese wenigen Häuser gehören zu Belo.10
Der Jakobsweg führt bis zu jener Kmetija, dann geht es steil, steil den Berg hinauf.11
Höher oben ebnet es sich aus und quert die Hänge auf verschiedenen Fahrspuren.12
Die rötliche Farbe auf den Wiesen bedeutet nichts Gutes. Eine große Dosis Parfüm erwartet mich *à la Gülle*.13
Über die Wiesen schleiche ich auf Zehenspitzen und komme bald zu besserer Luft :)14
Später erreiche ich ein ganz besonderes Denkmal aus dem Zweiten Weltkrieg.15
Diesem Ereignis ist auch der Pfad *Vranov let* gewidmet, gekennzeichnet mit einem Raben-Symbol auf gelbem Grund.16
Vielleicht ein anderes Mal, jetzt ist mein einziges Ziel die Jakobova pot.17
Die Muschel ist unerbittlich. Wieder in die Steigung.18
Befestigung um die Kirche. Sie stammt aus der Zeit türkischer Einfälle.19
St. Nikolaus. Der Turm steht separat.20
Aussicht auf die hügelige Umgebung.21
Snovik22
Hier gibt es einige gepflegte Wege. Der Zwerg Snoviček kann euch Gesellschaft leisten :)23
Aus dem Tal auf den Hügel, vom Hügel ins Tal und dann wieder auf den Hügel. Das ist das Mantra des heutigen Tages…24
Irgendwo dort in der Ferne verbirgt sich das Endziel, Kamnik.25
Aber bis dorthin ist es noch weit. Glücklicherweise gibt es ab und zu Wasser zur Erfrischung.26
Zusammenfluss von Kamniška Bistrica und Nevljica. Ich bin fast im Foto-Finish :)27
Altes Stadtkern von Kamnik28
Noch ein wenig und der heutige Tag ist beendet. Beim Cesar bekomme ich ein günstiges Zimmer.29
Hinter mir liegt ein anstrengender Tag. 41 km und 1700 Höhenmeter angesammelt.30
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MatejaP24. 04. 2025 14:33:22
Vielen Dank allen für die guten Wünsche nasmeh

Ich kann es auch kaum erwarten, wieder in alter guter Form zu sein, mit vieeel Sturheit, Willen und Freude an neuen Abenteuern dreht sich auch bei mir alles zum Besseren und die Knie widersetzen sich nicht mehr so stark.

Es hat länger gedauert als gewünscht.
Gut, dass man nicht im Voraus weiß, was kommt eek

Noch ein Monat und Emils Fotos werden wieder etwas lebendiger sein mežikanje
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bagi25. 04. 2025 09:40:11
Tag 8

Der letzte, achte Tag der Wanderung von Ungarn nach Ljubljana ist gekommen. Was mir am Anfang wie eine riesige Distanz vorkam, verging wie im Flug nasmeh. Am Anfang braucht man ein, zwei Tage, damit Körper und Kopf sich an das tägliche Gehen gewöhnen, danach keine besonderen Probleme mehr. Wanderungsausrüstung muss natürlich passen, vor allem Schuhe und Socken sind am wichtigsten.

Dieser Tag führte durch bekannte Gebiete, von Kamnik nach Komenda, vorbei an Vodice nach Smlednik und über die Tacen-Brücke ins Zentrum von Ljubljana. Und genau diese Brücke ist der alternative Umweg der originalen Richtung des Jakobswegs, die über die ehemalige Fußgängerbrücke bei Šmarca geht. Ehemalige, weil sie bei Überschwemmungen weggespült wurde und die Save dort nicht zu queren ist. Bevor eine neue gebaut wird, vergeht noch ohoho Zeit, daher musste ich bis zur Tacen-Brücke bei Brod verlängern. Fortsetzung ist städtisch mit viel ebener Gehung und Alltagslärm. Mehr zum letzten Tag in der Foto-Geschichte …
Kamnik morgens. Der Verkehr ist noch selten, die Luft ist genau richtig.1
Die erste und einzige Muschel, die im Boden eingelassen ist, die ich auf dem gesamten Weg gesehen habe.2
Ich verlasse die Stadt am Friedhof vorbei.3
Bald bin ich in den verstreuten Tunjice.4
Ich besuche die Kirche der Hl. Anna und setze meinen Weg auf dem Jakobusweg fort.5
Sie überschneidet sich lange Zeit mit dem Komenda-Bergweg.6
Sanierte Straße nach früheren Wetterkatastrophen. Zahlreiche Erdrutsche sind in der Umgebung sichtbar.7
Agrarmesse in Komenda.8
Kirche des Hl. Peter. In diesem Teil von Komenda muss ich die gelben Markierungen aufmerksamer befolgen.9
Bald bin ich wieder außerhalb der Siedlungen. Ein langer Weg bis Vodic erwartet mich.10
Blick auf die schneebedeckten Gipfel.11
Oh, vor mir sind zwei Wanderer, einer sogar mit einem großen Rucksack.12
Enormes Überraschung :) Woo und Anett kommen aus Singapur und wandern schon den ganzen Tag auf dem Jakobusweg.13
Kirche des Hl. Jakobus. Hier erhält man einen speziellen Stempel.14
Smlednik und eine schöne Tafel zur Erinnerung an den Bauernaufstand vor langer Zeit.15
Fährt zur Wallfahrt in die nahe Kirche :)16
Noch ein Blick auf Smlednik und die Berge im Hintergrund. Ich gehe direkt entlang der Sava.17
Šmarna gora zeigt sich.18
Upss, hier geht's nicht. Das Wasser hat vor Jahren die Brücke weggespült, über die ich jetzt die Sava überqueren müsste. Wieder Umweg.19
Ich überquere den Fluss einige Kilometer entfernt über die Tacenbrücke.20
Hl. Vitus in Šentvid, gemeinsamer Punkt der Prekmurje-steirischen und Višarske Richtung des Jakobswegs.21
Ich entscheide mich schon vorher, in die Stadtmitte weiterzugehen. Bald überquere ich die Ljublijanaer Umgehungsstraße.22
Nebotičnik, eines der bekanntesten Gebäude der Stadt.23
Bäume in Tivoli werden grün, voller Besucher.24
Stadtzentrum mit Tromostovje.25
Ljubljanica und der Markt.26
Ich erklimme den letzten Hügel in acht Tagen :)27
Auf der anderen Seite steige ich in den alten Teil von Ljubljana ab.28
Großes Finale und Wegabschluss. Kirche des Hl. Jakobus auf dem Levstik-Platz, wo ich den letzten Stempel hole.29
Abschließender GPS-Track mit Verlängerung ins Ljubljanaer Zentrum. Es ergab 39 km und 500 Höhenmeter.30
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sla25. 04. 2025 10:19:58
Bravo, Gratulation!!! nasmeh
(+4)gefällt mir
lino25. 04. 2025 17:18:37
Auch meine Gratulation zu so einem langen und schön beschriebenen Jakobsweg. Gratulation auch zu den schönen Fotos und Kommentaren darunter. nasmeh
Gratulation auch an Mateja für viel Geduld bei so langer Genesung!
(+4)gefällt mir
bos25. 04. 2025 17:33:31
Gratulation Camino-Legende mežikanje, wäre natürlich noch schöner oder wird bald wieder zu zweit. nasmeh
(+5)gefällt mir
Daaam25. 04. 2025 17:35:05
Emil! Falls noch nicht, denke ich, es ist höchste Zeit, ein Buch zu schreiben. Einfach zu viele gute Geschichten, um "nur" auf dem Forum festgehalten zu werden mežikanje Alles Gute euch beiden weiter. Und bitte verwöhnt uns weiter. Vor 10 Jahren hätte ich gelacht, wenn mir jemand sagen würde, ich würde Wanderberichte vom Jakobsweg mit Genuss lesen. nasmeh ..natürlich auch alle anderen Abenteuer ins Buch mit aufnehmen mežikanje
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bagi26. 04. 2025 03:07:19
Danke nasmeh
(+1)gefällt mir
ejti26. 04. 2025 21:13:40
Emil, herzlichen Glückwunsch! Mateja, so schnell wie möglich wieder in alten Schritten!
Ps. Siebter Tag, Bild Nr. 28: meine Straße nasmeh
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Seite:1234
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