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| jvali28. 01. 2023 23:33:30 |
Juli 2022: Meine Urlaubspläne drehen sich mir ein bisschen auf den Kopf, aber ich lasse nicht zu, dass ich deswegen auch auf dem Kopf lande. Eigentlich mahlt mein Kopf schnell und produziert eine Alternative: gelbe Pfeile kann man auch auf heimischem Boden verfolgen. Ich biete den Köder einer Freundin an, die sofort anbeißt. Klug legen wir den Abreisetag fest, studiere die Logistik, drehe ein paar Kontakte und alles rückt an den richtigen Platz. Wir gehen in die Arme des Storžič, wo der geflickte Teil des Oberkrainer Zweigs des Jakobswegs verläuft. Hraše bei Smlednik - Preddvor mit Hl. Jakob ist der erste Teil unserer Reise. Wir übernachten bei Camino-Freundin Francesca in Bela. Am zweiten Tag schreibe ich die Geschichte der Camino-Bebbe. Preddvor-Križe, wo wir Eva suchen und gemeinsam einen Teil des Weges mit ihr und Hündchen Luna abhaken, die ans Gehen gewöhnt ist. Dann wandern wir mit Mojca bis Brezje, wo das Duo wieder zum Quartett wird und anstößt. Schön ist diese Welt, außergewöhnlich schöner Weg, tretet darauf, wenn der Rucksack euch ein lieber Freund ist und die Augen an gelbe Zeichen gewöhnt.
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| bagi19. 08. 2024 14:48:19 |
Zentrale Jakobsweg - Unterkrainer Richtung Nach dreizehn Jahren war es Zeit für eine Wiederholung, diesmal in viel wärmeren Monaten als beim ersten Mal. Den Großteil des Weges hatte ich sowieso vergessen, also war wieder viel Neues . Wegen ständiger Nachmittagsregen haben wir kaum vier trockene Tage hintereinander gefunden, daher haben wir für den Start den Unterkrainer Zweig von Bregana nach Laibach gemacht. Der Küstenzweig wartet noch auf kühlere Tage. So ist es uns ergangen … Tag 1 - Bregana / Kostanjevica an der Krka Eigentlich sind wir etwas vor Bregana gestartet, bei Bäckerei und Café Suban direkt an der Autobahn. Morgendliche Süßigkeiten waren eine gute Wegzehrung für die Kilometer vor uns und sofort war es leichter . Den Startstempel haben wir erst nach ein paar Kilometern in Slovenska vas geholt. Er hängt am Baum und man übersieht ihn leicht. Die Fortsetzung ging eine Weile direkt an der Grenze entlang, dann ging es zur Krka hin. Dazwischen gibt es zwei Erfrischungsstellen, eine bei Klunove Toplice – Bar Biondy und die andere in Bušeča vas – Bar Jerusalem, zum Glück beide offen . Aber nicht überall war es so. Auch Übernachtungen mussten sorgfältig geplant werden, da das Angebot begrenzt ist. Deshalb haben wir den ersten Tag in Kostanjevica an der Krka beendet, übernachtet im Gasthaus Žolnir. Hier gibt es gute Küche und durchschnittliche Unterkunft, Mückennetze werden sie früher oder später an den Fenstern anbringen müssen.
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| sla20. 08. 2024 20:17:14 |
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| bagi21. 08. 2024 11:57:42 |
Tag 3 - Vavta vas / Stična Definitiv der schwerste Tag. Nicht so wegen der vielen Kilometer, sondern wegen der schwülen Witterung, viel Grün auf dem Weg und ohne jede Erfrischungsstelle. Offiziell gibt es zwei, aber an dem Tag leider beide zu. Glücklicherweise hatten wir genug Wasser, nur die Stimmung war diesmal nicht allzu olympisch . Zum Start sind wir von Vavta vas über Straža steil hoch über das Tal auf die Hänge der Straška gora gestiegen. Der Weg ist ziemlich zugewachsen, Mücken haben uns schnell gefunden. Höher hat uns der Schatten des hohen Waldes vor der Sonne geschützt und so bis zum Dom Frata. Leider geschlossen. Es folgte Abstieg ins Globodolska-Tal und ein weiterer steiler Aufstieg über Šmarva nach Vrhtrebnje. Von da an war der Weg so zugewachsen, dass wir einen längeren Umweg auf der Straße gemacht haben. In Selu pri Šumberku war die zweite Erfrischungsstelle - Bistro Brigita geschlossen, also haben wir für den Tag aufgegeben. Trotz Hitze haben wir durchgezogen bis Ivančna Gorica, wo endlich eine längere Pause kam. Die Klosterunterkunft verpasst, daher übernachtet kurz vor Stična im Gasthaus Edenski vrt. Preis normal, Erlebnis ganz besonders .
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| bagi7. 10. 2024 13:38:44 |
Wir hatten gerade den unterkrainer Teil des Jakobswegs gut abgeschlossen, da kam schon der küstennahe dran . Natürlich fortgesetzt vom selben Punkt, wo wir damals aufgehört hatten, das ist im alten Teil Laibachs. Gelbe Markierungen führten uns zuerst zum PST, dann auf Vič Richtung Barje. Darüber wanderten wir stundenlang bis Vrhnika, wo der Weg etwas abwechslungsreicher wurde. So bis Logatec, wo wir zum ersten Mal übernachteten. Höhenprofil des ersten Tages meist flach, da in 40 km nur 500 Höhenmeter. Der nächste Tag passte uns besser, da er viel mehr Auf- und Abstiege hatte. Wegen starkem Regen vor Tagen am Abzweig kurz vor Planina die rechte Variante gewählt, die einzige sinnvolle bei Überschwemmungen auf Planinsko polje. Diese steigt in die Hügel über Planina und stößt in Strmec auf die untere Variante. Beide gegangen und würde wieder die obere wählen. Sie umgeht nicht nur Überschwemmungen, sondern vollständig auch die laute Straße im Tal. Es folgte Abstieg durch mehrere Dörfer nach Predjama und weiter nach Razdrto. Kaum Unterkünfte hier, daher übernachtet gut 1 km abseits auf Bauernhof Hudičevec. Nächsten Morgen Querung unter Nanos ins Vipava-Tal. Herausgekommen in Podnanos-Dorf, wo man sich stärken kann. Weiter nach Podraga, dann Avber und Tomaj und schon an italienischer Grenze. Als Pflichtpunkt romantisches Heiligtum Tabor besucht, wo wir letzten Stempel des Jakobswegs drückten. Davon gibt's auf Primorska Zweig wirklich viele, weiter aber keinen mehr gesehen. Gefolgt von beschleunigten Schritten nach Opčine, da kurzer Tag uns überraschte. Dort im Dunkeln angekommen und glücklicherweise gleich Unterkunft gefunden. Freundlicher Wirt hat uns sogar Zimmer gewärmt, obwohl wir selbst glühten . Anbruch des letzten Morgens. Als Wegzehrung zuerst gut aufgetankt im Gasthaus bei Hauptstraßenbahnhof, dann nach Triest. Von Opčine an unangenehm entlang Hauptstraße geführt. Dieser Abschnitt gut mit gelben Muscheln markiert, auf rechten Abzweig achten. Der biegt in weniger befahrene Straßen und so ans Ufer beim Canale Grande. Von da zur Kirche Hl. Jakob / San Giacomo fast noch 2 km laufen. Kirche auf Hügelchen und leicht mit näherer San Giusto zu verwechseln, also Vorsicht für Erstgänger. Von Kirche zurück ans Ufer und zur Hauptbusstation. Fast gleicher Ort wie Bahnhof. Für Heimreise Flixbus gewählt, erstes Mal. Generell keine gute Meinung von diesen Bussen aus Alltagsverkehrserfahrungen, aber als Passagiere keine Beanstandungen. Bus bequem, Sitzplätze zugewiesen, Abfahrt pünktlich. Flixbus hat Perron 2 reserviert in Triest, vor Einstieg Fahrer prüft QR-Code auf Tickets. Diese vorab online kaufen, Prozess wie Flugbuchung. Preise schwanken stark je nach Buchungstag, Linie und Auslastung. Mir gelungen zwei Tickets für nur 32€, deutlich billiger als Zug und schneller. Ankunft Laibach pünktlich und damit vollends diesen Weg abgeschlossen .
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| bagi16. 04. 2025 18:04:13 |
Prekmurje-Steirische Richtung Die Dolenjsko-Primorska- und Višarska-Richtung des Jakobswegs habe ich gleich nach ihrer Auszeichnung gemacht und mehrmals wiederholt, bei der Prekmurje-Steirischen habe ich es aber immer wieder aufgeschoben . Irgendwie wollte sie nicht unter die Füße kommen. Eine längere Phase guten Wetters und etwas moralische Schuld mir selbst gegenüber haben mich endlich zum Besuch dieser Richtung gebracht. Der Prekmurje-Steirische Weg beginnt an der ungarischen Grenze, daher hieß er anfangs Ungarischer Weg. Da das nicht so schön klingt, wurde er später in den aktuellen Namen umbenannt. Er endet in Stanežiče bei Laibach, wo er auf die Višarska-Richtung trifft. Von der Grenze bis zum Anschluss ca. 280 km lang, mit ca. 6500 m Höhenmeter. In Prekmurje flach, später hügelig. Großteil auf Asphalt, nur kleiner Teil fußfreundlicher Untergrund. Übernachtungen spärlich, daher viel Planung fürs Schlafen nötig. Deshalb gut zu wissen, wie viele km am Tag noch machbar für jeden Einzelnen . Wegen Logistik bin ich zuerst nach Ungarn, dort übernachtet, dann Richtung Laibach bis zur Jakobus-Kirche unter der Burg. Damit kamen extra km hinzu, weitere durch unerwartete Probleme auf dem Weg. Mehr dazu in den Geschichten nach Tagesetappen …
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| bagi17. 04. 2025 12:42:01 |
Tag 1 Zuerst musste ich zum Ausgangspunkt kommen. Start des Jakobswegs ist am Grenzübergang Kobilje, aber keine nützliche Anbindung. Nächste Unterkunft auf ungarischer Seite, daher fiel die Idee schnell dahin. Aus Laibach mit Direktzug nach Murska Sobota, dann lokaler Bus ins Grenzdorf Genterovci. Alles zusammen ca. 15 € zu Normalpreisen. Bus hat mich mitten im Nirgendwo abgesetzt und mein Fußmarsch nach Ungarn begann. Braucht nicht betont zu werden, dass es da ringsum pure Ebene ist . Weg führte auf Feldwegen inmitten endloser Felder, Glück dass es relativ trocken war. Bei Matsch hätte ich tief im Schlamm gewatet und Schuhe von oben nach unten voll . Anyway, Landschaft hat ihren Reiz, Grenzdörfer armselig, keine Leute gesehen. Wahrscheinlich aus der Ferne beobachtet, Wanderer mit großem Rucksack nicht alltäglich. Dann Abendessen und Übernachtung im gewählten Gasthaus, dann rein ins neue Tag. Mehr in Foto-Geschichte …
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| bagi20. 04. 2025 12:10:33 |
Tag 3 Nach üppigem Frühstück fiel es schwer, auf den Weg zu kommen . Aber die Landschaft drumherum vertrieb schnell den Nebel aus Beinen und Kopf. Wieder tolle Ausblicke, genau richtige Morgenkühle und Entdeckung unbekannter Orte. Keine besonderen Probleme, aber GPS-Track an manchen Stellen nötig. Es passiert, dass Schilder absichtlich entfernt, zugewachsen oder versteckt werden. Gewöhnlich, wenn lange keine sichtbar, ist der Weg sicher woanders. Hier halten sie sicher die Regel, dass die Muschel als Zeichen mit ihrem Fächer immer die Richtung weist. Nicht überall in Spanien. Tag schon hügeliger, Prekmurje-Ebenen hinter mir. Steirischer Wegteil, übernachtet im Zentrum dieser Landschaft … Ptuj. Mehr in Foto-Geschichte …
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| mirank22. 04. 2025 19:59:33 |
Sl 14, schön neuen Dach auf Kirche zu sehen, als wir letztes Mal da waren, gab's noch keins...
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| seinfeld23. 04. 2025 11:51:11 |
Bravo, bewundernswert, schade nur für die Heimfahrt. Hindernis auf Bild 30 vom 22. April wahrscheinlich nicht gegen Radfahrer, sondern gegen Crosser und Quads, die sich letztens in unseren Wäldern ausgebreitet haben.
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| miri23. 04. 2025 11:54:04 |
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| saram23. 04. 2025 19:10:32 |
Bravo, schön geschrieben und dokumentiert. Ich vermisse Mateja auf deinen Wegen. Ich frage nicht, ob du sie auch vermisst. Ich wünsche ihr baldige Genesung, damit sie dich wieder auf euren Wegen begleiten kann.
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| bagi24. 04. 2025 06:09:53 |
Danke allen zusammen . Mateja arbeitet seit der OP intensiv daran, sich mir anzuschließen. Fast ein halbes Jahr Reha hinter ihr und bei Einsatz reiche ich ihr nicht mal bis zu den Knien .
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| mosovnik24. 04. 2025 11:02:14 |
Mit all dem Respekt, den ich aufbringen kann, gratuliere ich zu Ihrer beschriebenen Leistung (und natürlich allen vorherigen). Ihrer Partnerin wünsche ich baldige Genesung, damit Sie wieder gemeinsam Kilometer auf Ihren Wegen sammeln können.
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