Amerikanisches Gesundheitswesen ist privat, Preise bei Privatleuten sind für denselben Service natürlich teurer als in staatlichen Einrichtungen. Dazu kommen Versicherer, die keine Wohltätigkeitsorganisationen, sondern auch privat sind, die ihren Profit von allem durch höhere Prämien nehmen. Das erklärt zumindest teilweise höhere Gesundheitskosten.
Wenn du dir den Link 'List of countries by quality of health care' anschaust, siehst du, dass amerikanisches Gesundheitswesen auch qualitativ eines der besten der Welt ist. Privat ist meist besser als staatlich, offen gesagt hat mich das überrascht, dass sie vor Deutschland und z.B. ganz Skandinavien sind.
"Gesundheitsindikatoren der Bevölkerung hinken vielen Ländern mit größerer Staatsrolle hinterher"
Nun zumindest im amerikanischen Beispiel spielt die Staatsrolle hier nicht viel. Was 'American style of life' ist wissen wir - Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, stressige Gesellschaft, Fettanteil einer der höchsten weltweit,... Seltsam, dass es nicht noch schlechter ist.
Nochmal, versteht mich nicht falsch. Ich setze mich wirklich nicht für so ein extremes System ein, wo, wenn dir was passiert, sie mit dem Krankenwagen kommen, prüfen, ob du versichert bist, und wenn nicht, wegfahren und dich sterben lassen. Das ist Extrem. Das andere Extrem ist, dass alle für alles zahlen. Das ist Sozialismus oder führt zu unverantwortlicher Gesellschaft. Vielleicht, Gott sei Dank, bewegen sich die Jungs da oben wenigstens, besser als dass sie Drogen nehmen oder in Kneipen sitzen, saufen und bekifft sind. Es geht vor allem um die, die sich genau damit und anderen schlechten Gewohnheiten schaden, dann sollen wir, die aufpassen, gesund leben und arbeitsfähig sind, für sie zahlen. Das nicht!