Fehler: der zentrale Grat der Muzcev von Kadina bis Zajavorja ist eine alpinistische Leistung: auf den westlichsten Gipfel Kadina (1818 m) kann man vom Süden (CAI 709, 740), Westen oder Norden (741, 741/a) aufsteigen. Im zentralen Teil liegt Vrh Muzcev (1866 m), auf den der Weg CAI 737 führt. Dieser Weg geht dann noch 500 m weiter bis zur Kote 1869, genannt Viliki rop (1869 m). Es ist eine schöne, etwas gewürzte Tour. Zwischen Kadina und dem genannten Vrh Muzcev ist der Grat exponiert und mit mehreren Stellen III. Grades zerschnitten.
Lopič (1958 m) ist der höchste Gipfel der Muzcev-Gruppe, der am weitesten nach Westen vorgeschoben ist, aber im Vergleich zum zentralen Grat, den ich oben grob beschrieben habe, auch recht eigenständig. Er verbindet sich über das Sattel Slips (1631 m) mit Javor (Golz, 1906 m).
Klarman ist nicht Klaraman, sondern Karman bzw. Veliki Karman (1713 m). Dies ist zugleich der höchste Gipfel des Grats Veliki Karman, der im Grunde eine Fortsetzung des Grats des (Breginjski) Stola ist, aber dazwischen hat der Fluss Ter eine tiefe Schlucht eingegraben. Kurz gesagt, entlang diesem Grat und nicht dem der Muzcev verläuft die sogenannte „Alta Via CAI Gemona“ bzw. „hoher Huminer Weg“ und hat somit nichts mit Lopič zu tun.
Meine Beschreibung folgt in den nächsten Zeilen:
Ausgangspunkt: Podbardo (Cesariis, 539 m)
WGS84: 46.2804°N, 13.2464°E
CAI 763, Alta Via CAI Gemona (Hoher Huminer Weg)
Höhenunterschied: 2000 m
Distanz: 20 km
Sehr anspruchsvoller markierter Weg, Kletterei I. Grades
Insgesamt 13 h
Die Tour nur bei guter psychophysischer Verfassung angehen. Helm empfohlen. Keine Möglichkeit für vorzeitigen Abbruch bei plötzlichem Wetterumschwung. Wegen der Sonnenexposition am besten im Herbst.
Die großartige Tour ist dem verdienten Mitglied der CAI-Sektion aus Humin, Luciano Gubiani, gewidmet, wie eine Gedenktafel am Weg darauf hinweist. Bequemer in zwei Tagen, bei Ein-Tages-Durchmarsch vor allem sehr gute Kondition vorausgesetzt. Genügend Flüssigkeit mitnehmen, da auf dem Weg keine Quelle oder Zwischenabstieg gibt, um die Tour früh zu beenden. Die gesamte Tour ist mit italienischen und runden Knafelc-Markierungen gekennzeichnet, auf manchen Gipfeln sind Holzpfähle mit rot-weißen Streifen in den Boden geschlagen.
Bester Ausgangspunkt ist Podbardo, wohin wir am Ende über Weg CAI 729 absteigen. So ist das Tourende angenehmer, da wir eine weitere Stunde Aufstieg auf der Straße sparen, die uns bei Start im höheren Breg erwarten würde.
Wo immer wir starten, vor dem letzten Haus in Breg steht ein Schilder CAI 730, von dem wir durch mehrere Mulden entlang dem Bach Vedronza bis Sattel Predol wie bei Š-46 gehen. Am Abzweig rechts am Kreuz vorbei und auf steiler Wiese bergauf wie bei Š-55 durch gesicherten Übergang Gospodična bis Veliki Karman. Von Breg hier 4 h, bei Podbardo als Start noch eine Stunde mehr.
Vom Hauptgipfel Veliki Karman weiter ostwärts zum etwas aussichtsreicheren und vielleicht höheren Ostgipfel, wo der Steig links abbiegt und zum unscheinbaren, leicht zugänglichen Gipfel Corte (1679 m, WGS84: 46.2972°N, 13.1834°E) absteigt, den er südlich in Bogen umgeht. Aussichtsreich ab über mehrere unscheinbare felsig-wiesen-dianisch bewachsene Grataufbauten bis zum etwas vorstehenden Bukovnik (Monte Faeit, 1636 m, WGS84: 46.2977°N, 13.1911°E), westlichem Bollwerk der Scharte Forcja d'Aiar (1481 m). Von der Scharte führt ein schwacher Steig über engen, steilen Grat zum Gipfel Ambruža (Ambrusèit, 1640 m, WGS84: 46.2978°N, 13.2013°E; auf Tabacco-Karten falsch als 1523 m markiert, da es tatsächlich dieselbe Höhe wie der östlichere Siroche Dolegne hat). Zum aussichtsreichen Gipfel einige Felsstufen unvermeidbar.
Nun beginnt der anspruchsvollere Teil. Zuerst mehrmals kurz steil ab- und auf über aufeinanderfolgende Gipfel. Vom letzten weiter über kurze Felsstufen zu leichter Ebene, von wo weiter über welligen, nun dianisch bewachsenen, später auch niedrig bewaldeten Grat zum überwachsenen Gipfel Siroche Dolegne (1640 m, WGS84: 46.2968°N, 13.2063°E). Von dort Markierungen zu ca. 10 m tiefer, exponierter, bröckliger Scharte. Abstieg etwas mühsam durch Schutt, aber zuverlässige Sicherungen helfen.
Fortsetzung angenehmer: Steig über mehrere unscheinbare Aufbauten ohne viel Höhenverlust bis zum Abbruch größerer, ca. 100 m langer bröcklig glatter Felsplatte (1625 m), die exponiert quer über Band. Steig weiter am Rand südexponierten, nördlich dianisch bewachsenen Grats mit vielen kleinen Felsstufen. Im angenehmen Klettern schnell ab, dann rechts unter Gipfelgrat Siroche Gjaline (1581 m). Dieser steil, exponiert, östlich abgestürzt und unpassierbar. Also quer unter grasigen Schrofen ca. 400 m, bis Steig nach einem der vielen Grate scharf links in steile Rinne. Durch Schlüssel zurück auf Grat, der weiter schmal, stellenweise steil exponiert. Darauf über mehrere unscheinbare Gipfel zum steilen Gipfel Laneža (1629 m).
Vom Gipfel steil grasig nordostab, dann rechts (Alta Via CAI Gemona geht gerade durch Mulde und dann durch lichten Wald zur Alm Tam za goro bzw. Tasaòro, folgen wir nicht, da Rückkehr zum Start). Durch lichten Wald und Dianasaum am Gratrand zum Gipfel Laški plaz (Monte Laschiplas, 1612 m). Ab über einige kleine Felsstufen und durch dichtes Dianagebüsch zu größerer Felsplatte und darüber steil zu Postovčič (1611 m), letztem Gipfel im Grat. Abstieg zu Sattel Dolina (Forcella Dolina, 1490 m), wo Weg CAI 729 erreicht. Dieser nordab zur Alm Tam za goro, wir rechts durch enge Scharte steil grasig nach Podbardo. Bei Start im höheren Breg noch mühsame Stunde Marsch.