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klemen85 / Neueste Beiträge

klemen85 - Neueste Beiträge

Erstellte Themen:
klemen8529. 06. 2014 22:25:32
26.06.2014. Schon länger lockten mich die Friauler Dolomiten. Wenige besuchen sie, obwohl sie die nächsten italienischen Dolomiten für uns sind. Diese Gegend habe ich das erste Mal diesen Winter besucht, als ich mit Skiern zum Monte Ferraro (2258 m) gefahren bin. Damals habe ich beschlossen, zurückzukehren.

Von Ljubljana zum Ausgangspunkt bei der Hütte Pordenone (1269 m) im Cimoliana-Tal sind es weniger als drei Stunden Fahrt (Lj.-Fernetiči-Videm-Spilimbergo-Maniago-Cimolais). Vom Parkplatz unter der Hütte gehe ich auf Weg Nr. 353, der durch das Val-Montanaia-Tal führt. Kurz geht der Weg durch Wald, dann bin ich bald auf einem weiten Schuttfeld, wo Markierungen gelegentlich verschwinden. Trotzdem ist klar, dass man einfach das Tal hoch muss. Im mittleren Teil des Schutts zeigt sich erstmals der „Turm“, Campanile di val Montanaia, ein äußerst interessanter Turm, der als Wahrzeichen der ganzen Gegend gilt (der einfachste Klettersteig darauf ist IV+/IV). Der markierte Weg wird oben wieder nachvollziehbar, direkt unter dem „Turm“, der rechts umgangen wird. Nach anderthalb Stunden Marsch erreiche ich das Bivacco Perugini (2060 m), das auf einer grasigen Ebene steht. Die Einzigartigkeit und Schönheit dieses Platzes könnte ich kaum beschreiben, daher sage ich nur, dass sich dieser Weg „lohnt“, selbst wenn man nur bis zum Bivacco als Ziel nimmt. Von dort gehe ich Richtung Westwände; erst ein wenig Abstieg, dann bald wieder hoch auf Weg Nr. 357 zum Forcela-Segnata-Scharte (und weiter zur Padova-Hütte). Ca. 100 Meter unter der Scharte verlasse ich den markierten Weg und biege in die linke Rinne ein. Die einige Dutzend Meter lange Rinne endet mit einem kurzen Kamin rechts (5 m, II). Nachdem ich ihn geklettert habe, bin ich auf einer kleinen Scharte, von der ich ca. 10 Meter absteige. Hier sehe ich den ersten Steinmann, der bestätigt, dass ich richtig bin. Dann biege ich nicht rechts ab, sondern quere das Schuttfeld (Schneefeld) und steige ca. 100 Meter hoch zur nächsten Scharte. Dabei sehe ich rechts schon die lange Bank, die die Gipfelstruktur umläuft. Von der Scharte biege ich links ab und klettere über einen exponierten Übergang zur langen Bank (nach ca. 50 Metern auf der Bank bemerke ich eine enge und dunkle Rinne, über die ich mit Seil absteigen werde). Die Fortsetzung auf der exponierten langen Bank ist ein einzigartiges Erlebnis, die Schönheit der Felsstrukturen ist außergewöhnlich. Darunter ragt die dreiturmige Punta Pia hervor, die um die Ecke kommt. In ihre Richtung gehe ich noch 150-200 m, dann verlasse ich die Bank und klettere eine exponierte Wand (10 m, II; oben Standplatz zweifelhafter Qualität). Die Exposition lässt etwas nach, ist aber noch groß; ich bin auf engen Bänken; auf Steinmänner und logische Übergänge achten. Es folgen die schwierigsten 5 Meter Aufstieg, über einen undeutlichen Kamin (II+/III; unter dem Kamin kleine Terrasse mit Steinmann). So erreiche ich den zerklüfteten Gipfelteil des Berges. Ich steige etwas rechts zu einer kleinen Scharte; bis zum Gipfel trennen mich noch ca. 12 m exponierte Wand (II, oben Standplatz zum Abseilen). Oben nach gut dreieinhalb Stunden. Stolz und glücklich sitze ich etwas und genieße die Aussicht. Vom Gipfel abseilen mit Seil (12 m). An der genannten Scharte, direkt unter der Gipfelwand, betrete ich die Schutt-Rinne (links, Richtung Tal mit „Turm“); bald komme ich zum ersten Sprung, wo der zweite Seilabstieg folgt (20 m, Standplatz etwas unbequeme Position; Achtung auf fallende Steine). Ich fahre mit dem Abstieg durch die immer engere Rinne fort und sehe bald den nächsten Standplatz (25 m, enger Kamin); ich komme auf die lange Bank, die ich vormittags gegangen bin. Von dort absteigen über Aufstiegsweg und abschließen mit kaltem Bier in der Pordenone-Hütte. Fazit: In diese wilde Welt kehre ich zurück nasmeh

Warnung: Aufstieg nur für erfahrene und angemessen ausgerüstete Bergsteiger geeignet. Sicherung empfohlen.
Kommentare:
klemen8515. 02. 2022 22:07:29
klemen8515. 02. 2022 22:01:11
Auf welchem Gipfel?
klemen8515. 02. 2022 20:59:52
klemen8518. 01. 2020 16:01:57
Richtig, mary. Weiter.
klemen8518. 01. 2020 09:11:16
Unter welchem Gipfel?
klemen8517. 01. 2020 21:28:22
Vzhodni Jelenček nasmeh
klemen8516. 12. 2017 17:29:08
Dort, wo jemand statt Wasser Kerosin gekocht hat... mrk pogled
klemen8528. 12. 2014 20:37:33
Heute gegen Mittag war die Straße Il. Bistirca – Sviščaki geräumt und mit Winterreifen normal befahrbar. Um 18 Uhr war die Straße durch Verwehungen schon wieder ziemlich verschneit; wahrscheinlich räumen sie nachts nicht, aber morgen früh/nachmittags sicher.

Schätze, niemand ist heute zum Gipfel Snežnik gegangen. Ich mit Skiern bis zur Bank mit Schild 1,5 Std. zum Gipfel; dann wegen Dunkelheit umgekehrt. Wind hat Verwehungen gemacht, Spur auf Rückweg stellenweise schon ganz zugeweht.
klemen858. 12. 2014 17:20:16
klemen8529. 11. 2014 10:31:46
Ojstrnik habe ich vor zehn Tagen besucht. Ich würde warnen, dass Weg 403-507 im unteren Teil sehr schwer begehbar ist wegen neuer Rodung. Der erste Schnee hat die Förster wohl überholt, die nicht aufgeräumt haben. Stämme und Zweige überall, im Schnee ziemlich unangenehm. Weg 507 ausprobieren.
klemen8530. 06. 2014 20:40:55
jedriličar, UROS1 und IgorZlodej, danke nasmeh

Igor, du hast wieder recht mežikanje Die Furlanischen Dolomiten sind nicht nur eine lokal-patriotische Bezeichnung, sondern fallen nach dem Orographischen Atlas der Alpen (Marazzi, 2006) in den Abschnitt der Karnischen Alpen.
klemen8524. 01. 2014 23:02:24
Das ist etwas Schönes nasmeh
klemen8525. 08. 2013 14:52:09
Allen Lob an die Webseitenbetreiber für die Einführung der neuen Schwierigkeitsskategorie, besonders an Juš. Als Portalnutzer finde ich die Idee von Beschreibungen (leichterer) alpinistischer Aufstiege bis IV. Grad sehr willkommen und nützlich.

Meine Kommentare und Vorschläge weiter unten sind geschrieben aus Sicht von jemandem, den (mehr oder weniger gesicherte) Routen bis III., höchstens IV. interessieren. Jemand ohne Ambitionen für anspruchsvollere alpinistische Leistungen und Einschlagen von Haken, sondern jemand, der vom Wanderniveau gelegentlich ins etwas anspruchsvollere Bergsteigen wechselt. Damit meine ich auch jemanden, der vielleicht nicht alle Teile diverser Alpin-Ausrüstung hat. Ich stelle mir also vor, im Namen der Mehrheit zu schreiben, die die neue Schwierigkeitsskategorie interessieren könnte.

1. Wie schon jemand vor mir vorgeschlagen hat, wäre beim Bildmaterial eine Skizze mit ungefährer Aufstiegslinie oder Routenskizze in einem (orientierungs-)schwierigeren Abschnitt willkommen. Vor allem bei Fällen, wo die Route schwer in Worten zu beschreiben ist oder unklar sein kann.

2. Unter empfohlener Ausrüstung (im allgemeinen Überblick) würde ich vorschlagen, anzugeben ob Seil empfohlen ist (in Beschreibung ob hauptsächlich für Sicherung und/oder Abseilen; ggf. auch empfohlene Seillänge) und Info ob spezielle Ausrüstungsteile empfohlen sind (z.B. Hilfsleinen für Standplätze, ca. Anzahl Sets, Keil-Hex, Nuss, Möglichkeiten für »natürliche« Absicherung usw.). Erwähnung einer Lampe schadet nicht (sollte Basis-Wander-Ausrüstung sein), aber ich würde sagen, Info zu Seil und anderer Zusatzausrüstung ist hier wichtiger.

3. Bei Routenbeschreibung wünschenswert starker Fokus auf Infos zur bestehenden Routenausstattung (z.B. Haken, Betonringe für Standplätze usw.). Beim Beispiel Veliki Oltar (über NW-Grat) finde ich die Daten ausreichend detailliert, wobei ich mir mit dem Zusatz im letzten Satz »Die Route ist gut ausgestattet« vorstelle, dass hier und da ein alter Haken oder natürliche Absicherungsmöglichkeit für (relativ) sicheren Aufstieg sorgt – also kann ich grundsätzlich ohne Keile und friend gehen (nochmal – Infos aus Sicht von Wanderer/Bergsteiger interessieren mich, nicht von erfahrenem Alpinisten mit kompletter »Kampfausrüstung«, für den Sicherung auf III vielleicht sogar unnötig scheint).

4. Unter der Beschreibung wäre Info wann der Aufstieg gemacht wurde willkommen.

Bitte versteht meine Kommentare als gutgemeinte und positive Kritik bzw. Meinung eines Nutzers, der damit zu noch besserer und für durchschnittliche Nutzer nutzerfreundlicherer Nutzung des Portals hribi.net beitragen will. Nochmals allen Lob an Webseitenbetreiber und alle, die mit Routenbeschreibungen, Bedingungen und anderen Kommentaren zur Portalqualität, Sicherheit, Entwicklung der Wander-Kultur und mehr beitragen.

Sichere Schritte und schöner Bergsteigergruß!
klemen851. 04. 2013 11:04:44
klemen8531. 03. 2013 22:53:21
Na, Romantiker, wo ist das? nasmeh
         
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