Letztes Jahr bin ich solo in die Berge gegangen, für dieses Jahr habe ich mir meist Jagdwege, unmarkierte Pfade, Abseitswege und auch markierte gewählt, wo der Anstieg manchmal beginnt. Im Jahr 2011/12 habe ich einige Aufstiege mit anderen gemacht, die gerne in die Berge gehen, aber meistens sind wir markierte schwierige Wege gegangen. Bei solo Auf-/Abstiegen achte ich auf vieles, jedenfalls ist das Ziel da wie Start, Vorbereitungen beginnen schon zu Hause aber nicht in solchem Maße, denn dann wären die Wege nicht mehr interessant. Wenn ich irgendwo hingehe dränge ich nicht unnötig ins Problem, solange man der kaum sichtbaren Pfadspur folgen und Übergänge suchen kann, gehe ich voran, wenn ich sehe, dass Rückweg zu anspruchsvoll sein könnte, begnüge ich mich bis zu dem Punkt wo es ging, da nehme ich mir Zeit zum Ausruhen und bin froh, so entschieden zu haben, schätze das mehr als Vordringen ins Problem, der Gipfel wartet schon. Der Aufstieg zum Vrh Krnice (Loška stena) hat mich irgendwie am meisten begeistert aber jeder Aufstieg bisher war mir sympathisch. Je mehr ich schwierige Wege ging, die meisten waren es, habe ich mich manchmal gefragt, was wenn mal was schiefgeht und bin noch aufmerksamer auf mich selbst/Gelände/Wetter/Rückkehrzeit geworden (Möglichkeit fallender Steine, steiles Gras, nasses Gras, Müdigkeit, wie viele Stunden geschlafen, Fahrzeit die mich danach ermüdet, Stimmung, Kraft, aktuelle Gesundheit, aktuelles Wetter, Beobachten was wo passiert usw). Auch auf meine Kondition, Kraft geachtet, manchmal beim Rückweg über Vršič habe ich mich gefragt, was wenn ich noch auf Mala Mojstrovka via Kletterweg oder Prisank springe, jedenfalls habe ich darüber nachgedacht und bin zum Schluss gekommen, Fahrt nach Hause noch lang, Müdigkeit folgt noch und Entscheidung war mehr als klar, nur einen Aufstieg zu wählen. Auch Sprung via Hanzova auf Mala Mojstrovka mitten in Touristenhochsaison könnte mir echtes Problem nach einem Aufstieg bedeuten, Wanderer über mir oder Rückweg via Hanzova ist nicht ausgeschlossen dass jemand eine Ladung Schutt lostritt. Bin schon via Hanzova gegangen aber bei Sonnenaufgang, so habe ich mich irgendwie davor gehütet dass was runterkommt von jemand weniger Vorsichtigem. Wenn Saison auf Hochbetrieb war, habe ich mich auf Abseitswege zurückgezogen und mir dort Einsamkeit erkämpft, Ruhe manchmal im Überfluss und fast etwas vermisst wenigstens jemanden. Herbst ist da, folgt Winter und wieder winterliche Aufstiege im Programm, Sommergelände bekannt, Gräben wo winter hochzugehen auch aber Entscheidung gefallen nur bei geeigneten Schneeverhältnissen höher. Früher irgendwie nicht Mut, Willen und extra Geld für Kurs gesammelt aber hoffe und bleibe vorsichtig... aber was wenn trotz Vorsicht, Wissen, Ausrüstung Natur nicht warnt, nur zuschlägt besonders im Winter, darum widme ich hier am meisten Aufmerksamkeit.