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Fotowanderung in den Bergen

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cebelca2. 11. 2012 10:20:56
Ja, unter dem Bovški Gamsovec sind sie herrlich. mežikanje Ich hab sie dort dieses Jahr zum ersten Mal so nah gesehen.
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ruševec2. 11. 2012 12:51:31
Čebelca dieser auf deinen Bildern ist wirklich schon Opa. So auf Anhieb und schnell hat er knapp 10 Jahre. Wirklich schöner Bock.
Ansonsten kleben die meisten nur Fotos von Steinböcken, klar wenn man sich auf 10m oder weniger annähern kann. Fotos von Gamsen sind rar, weil sie normalerweise wie alle Huftiere scheu sind. Am leichtesten Gamsen fotografieren wo sie sich etwas an Wanderwege gewöhnt haben. Und natürlich sind jüngere viel neugieriger und unerfahrener als alte Leittier-Ziegen, die den ganzen Trott schnell in die Flucht treiben. Gamsen gibt's nicht nur viele in den Julischen Alpen, auch oberhalb Kamniška Bistrica gibt's Gebiete wo sie regelmäßig sind, und Košuta, Begunjščica bis zum Stol in den Karawanken. Meiste Gamsen auf einer Tour hab ich in der Krnica auf dem Weg zum Špik über Lipnica gesehen. Zwei Rotten, je ca. 20 Tiere.
Steinböcke bewohnen Gebiete wo sie vor ca. 100 Jahren wiederangesiedelt wurden. Eine Kolonie ist in den Kamnik-Savinja-Alpen. Die halten sich am liebsten zwischen Grintovec und Brana (Veliki und Mali Podi, Skuta, Rinke, Turska gora und Brana). Zweite Kolonie Ergebnis der Ansiedlung im Revier LD Bovec und bewohnt Bavšica und Gipfel der Loška stena. Dritte und größte Steinbockkolonie im weiteren Kriški-Pod-Gebiet. Am liebsten sonnige Südhänge: Stenar, Sovatna, Bovški Gamsovec, Pihovec. Diese Kolonie hat sich räumlich auch in die Triglavgruppe ausgebreitet. Man trifft sie also auf Tominšek-Weg, über Plemenice, um Stanic-Hütte und sogar bis Hribarice und Prehodavci. Anders als Gams steigt der Steinbock im Jahr nie unter die Waldgrenze, im Sommer meist nicht unter 2000m. Während Gams in Waldgräben und Wänden bei 600m vorkommt. Am besten passt Gamsen der Gürtel von Waldgrenze bis Baumgrenze 1400-1900m.
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junges Gämse2
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cebelca2. 11. 2012 13:04:43
Ruševec, dann sind's gleich zwei "Opas", weil's nicht derselbe ist. mežikanje
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ajda2. 11. 2012 18:11:25
Ich hab viel mehr Glück mit Gamsen als mit Steinböcken. Fast jede Tour seh ich Gamsen. Wenn ich rechtzeitig stillsteh laufen sie nicht weg und es entstehen interessante Bilder. Am interessantesten wenn ich eine Gämse mit Jungtier treffe. Mit Pfeifen warnt sie ihr Junges vor Gefahr. Wirklich schön sie zu beobachten.
Ruševec könntest du mir bitte sagen wie alt ungefähr der Steinbock auf meinem Bild ist.
Prisank1
Prisank2
Jezerski Stog3
Škednjovec4
Kanjavec5
Dovški križ6
Dovški križ7
Debeli vrh8
Bovški Gamsovec9
Bovški Gamsovec10
Rjavina11
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Gams Gošar13
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Ich treffe sie oft15
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ruševec2. 11. 2012 22:31:56
Čebelica beide sind knapp 10 Jahre und wirklich extrem schöne Böcke. Solche trifft man selten. Ajda der Bock auf deinen Fotos ist jünger als die zwei. Das sieht man am Gesicht, keine übertriebene Grau, keine ausgeprägten grauen Flecken unter den Augen. Und an den Hörnern hab ich so ca. 8 Jahre gezählt. Und auch offizielle Kategorisierung von Steinböcken nach Alter... Steinbockbock sollte mittelalt und auf Höchstleistung zwischen 5 und 9 Jahren sein. Nach vollendeten 10 Jahren kann man sagen, er ist alt. Füge Fotos nach Alter bei.
Kitz - Jungtier1
2-jähriger Bock2
Zweijährige und Dreijährige3
5-jähriger Bock4
8-jähriger Bock5
10-jähriger Bock6
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ruševec2. 11. 2012 22:54:47
Und das weibliche Geschlecht nicht vergessen. Steinbockziegen nach Alter.
1-jährige Ziege1
Mittelalte Ziege2
Ältere Ziege mit Jungtier3
Alte Ziege4
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ajda3. 11. 2012 15:19:25
Danke für die Antwort ruševec. Es freut mich, dass der Steinbock auf dem Höhepunkt seiner Kräfte ist, das bedeutet, er wird lange in den Hängen von Rjavina herrschen nasmeh
Steinböcke nach Geschlecht zu unterscheiden ist ganz einfach, aber bei Gämsen versteh ich gar nichts. Wenn ein Junges um einen adulten Gams hüpft, ist das definitiv ein Weibchen. Männliche Gämsen haben dickere und hakigere Hörner als Weibchen, aber ich bemerk nie den Unterschied. Kommt mir vor, als hätten alle dieselben Hörner velik nasmeh jezik

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ruševec4. 11. 2012 16:18:35
Ajda kennst die Bergtiere ganz gut. Bei Steinböcken ist der Geschlechtsunterschied offensichtlich. Schon bei 2-jährigen Tieren ist der Unterschied in der Hornstärke stark, später natürlich auch in der Länge. Ziege hat 20-30 cm, Bock kann über 1 m.
Bei Gämsen gibt es keinen so offensichtlichen Unterschied weder im Umfang noch in der Höhe der Hörner. In den meisten Fällen 70-80% der Individuen lassen sich nach Krümmung der Hörner unterscheiden. Böcke hakiger, Ziegen weniger gekrümmt. Es gibt aber Individuen, wo nur nach Krümmung der Hörner das Geschlecht tatsächlich nicht bestimmt werden kann, weil sie dazwischen sind. Dann muss man Dicke der Hörner anschauen, die bei Böcken regelmäßig größer ist, und Höhe der Hörner, die bei Ziegen wegen dünnen Hörnern optisch höher wirkt. Nächstes Zeichen ist die gesamte Körperbauweise. Böcke sind im Durchschnitt mindestens 5 kg schwerer als Ziegen. Der zuverlässigste Hinweis ist der soziale Status des Individuums. Wenn ein Gams in einer Herde mit Jungen ist und ausgewachsen, ist es fast sicher eine Ziege. Ziegen bilden Herden mit Jungen, einjährigen und zweijährigen Gämsen. Wenn wir aber auf einen einzelnen Gams stoßen und weit herum keinen, ist es sehr wahrscheinlich ein Bock, da adulte Böcke Einsiedler sind. Im Winterfell verrät die Männchen noch der "Gamsbart oder Gamszopf" ausgeprägtes hohes Fell am Rücken und Lendenbereich bis zum Schwanz. Am schwierigsten zu bestimmen sind 1- und 2-jährige Gämsen, die oft noch in der Herde mit Ziegen sind.
Gamsziege (hohe dünne gerade Hörner)1
Gamsbock - dickere gekrümmte Gehörner2
Gamsbock - dicke und gekrümmte Gehörner3
Gamsziege im Winterfell4
2-jähriges Gams, nahes Zusammentreffen5
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ajda4. 11. 2012 18:45:45
Ruševec, herzlichen Dank für eine so angenehme und ausführliche Erklärung.
Lp.
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cebelca4. 11. 2012 18:55:12
Ich schließe mich dem Lob an. Bin jetzt ein bisschen stolz auf "meine" zwei,mežikanje wenn du sagst, dass es selten ist solche zu treffen.
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peter24. 11. 2012 19:14:31
@ruševec:
Schöne Erklärung. Mich interessiert aber, wo Steinböcke enden? Genauer: Hast du oder jemand je Horn eines toten alten Steinbocks gefunden und wo (in einer Rinne, Lawine, ...)? Es ist nämlich nicht schwer, einen toten Gams zu finden, auch eine Steinbockziege habe ich gefunden, einen adulten Steinbock nie.
Lp und im Voraus danke für die Antwort.
Peter S.
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skalaš704. 11. 2012 19:50:22
Ich auf dem Weg von Planika zum Triglav habe auch einen Gams in etwas anderen Farben und Maßen getroffennasmeh.
Und schöne Grüße.
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ajda4. 11. 2012 19:59:41
Im TNP ist es sicher, lass den Finanzbeamten dort jagen wo Gamsjagd erlaubt ist. Wie gut velik nasmehvelik nasmehmežikanje
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ruševec4. 11. 2012 21:28:32
Peter 2 zuerst muss ich dich ein bisschen korrigieren. Geweihe haben Hirsche (Cervidae). Geweihe sind knöcherne Gebilde, die jedes Jahr abfallen und neu wachsen. Steinböcke, Gämsen und Mufflons (Bovidae) haben Hörner. Hörner sind hohle keratinhaltige Gebilde, die jährlich nachwachsen und nicht abfallen. Deshalb lässt sich am Horn das Alter des Individuums genau bestimmen.
Wo enden Steinböcke? In Gebieten, wo Steinbockjagd betrieben wird: LPN Kozorog Kamnik, LD Bovec und LD Log pod Mangrtom schießen jedes Jahr einige Exemplare. Auch alle verendeten als Verlust erfasst. Also Horn und Schädel einsammeln. In LPN Triglav bzw. im zentralen TNP-Bereich oder nun in der 1. Schutzzone wird nicht gejagt, TNP-Aufsicht die meist auch Jagdaufseher sind, sammeln alle verendeten Exemplare ein.
Und noch etwas was euch seltsam vorkommt, §5 des Gesetzes über Wild und Jagd ist klar: Jagd ist Suchen, Beobachten, Nachstellen, Locken und Warten auf Wild mit dem Ziel Wild zu erlegen oder lebend zu fangen und SAMMELN VON WILD ODER SEINEN TEILEN! Jagd darf ausschließlich und nur vom Verwalter des Jagdgebiets oder dessen Mitglied ausgeübt werden. Jedes Sammeln von Wildteilen durch Nichtjäger ist also Verstoß, wofür der zuständige Inspektor Strafe verhängen kann. TNP-Aufsicht verhängt in Praxis Verwarnung und nimmt Wildteil weg.
Und ganz zum Schluss. Vor 2-3 Jahren sollen Wanderer aus Richtung Kriške pode im weiteren Sinne bis Aljažev dom einen Steinbockschädel gebracht haben. TNP-Aufsicht hat ihn übernommen.
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ruševec4. 11. 2012 21:41:49
Und zu ajdas Behauptung, dass Gams im TNP sicher ist... Im TNP ist das Jagdregime folgendes: In allen Revieren der Jagdgesellschaften: Log pod Mangrtom, Bovec, Soča, Čezsoča, Drežnica, Smast, Tolmin, Podbrdo, Stara Fužina, Bohinjska Bistrica und LPN Prodi-Razor wird Jagd auf alles jagdbare Wild genau so wie überall sonst in Slowenien betrieben. Die obkrainische Seite der Julier und Teil Trenta gehören zu LPN Triglav verwaltet vom TNP selbst. In der 3. Schutzzone wird Jagd mehr oder weniger genau so wie überall betrieben: (Pokljuka, Mežaklja), genau wie in der 2. Schutzzone weiß ich leider nicht (aber definitiv keine Jagd auf gesunde Exemplare dort), in der 1. Schutzzone wird wirklich nicht gejagt. Deshalb sind 1. und 2. Schutzzone auch das Haupt-Hotspot der Gamsräude in Slowenien.
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jusuf4. 11. 2012 23:12:29
Ruševec, offensichtlich bist du Experte. Mich interessiert, wie viele Jahre du diesem Gams zuschreibst, der unter dem Debelim vrhom lebt.
LPP
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Karletto5. 11. 2012 09:07:37
Sagen wir, so alt wie unser Land, vielleicht sogar ein paar Jahre jünger... mal sehen, wie sehr ich danebenliege.mežikanje
Ruševec?
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urbancek5. 11. 2012 09:27:00
Ich denke auch, er gehört nicht zu den Ältesten... Mir scheint, die Älteren haben ein "Bärtchen" und sind stämmiger, schwerer und bewegen sich schwerfällig...nasmeh
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tinky5. 11. 2012 15:57:19
auch Füchse in den Bergen
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ruševec5. 11. 2012 18:52:15
Tinky die Bereicherung des Themas ist dieser Fuchs oder Füchsin. Super!
Jusuf dein Gams hat dir auf dem dritten Bild schön posiert und man kann ab dem 4. Jahr die Jahresringe zählen. Nach mehrmaligem Zählen eher 10 als 9 Jahre. Auf jeden Fall älterer Gams.
Karletto du hast 11 Jahre danebengelegen. Gamse haben eine Lebensdauer bis 15 Jahre. Da sie aber in harten Bergbedingungen leben, kann ein harter Winter viele alte Exemplare dahinraffen. Interessant, dass Gamse 18-20 Jahre erreichen. Vor allem die Geißen.
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