Heute war ich beim Gedenken an Tomaž Humar anwesend, bei klarem Himmel unter den Kamnik-Gipfeln.
Morgens nach dem Besuch der Nächsten, sogar des Großvaters und der Kinder von Bekannten, stieg ich zu den Gedenkstätten im Wald hinauf und legte Blumen nieder. Tomaž hatte schon vorher für den schlimmsten Fall einen Felsen gewählt, der der schönste ist und dessen Form an einen Berg erinnert. Das Denkmal findet man gleich im Wald vor dem ersten Schuttkegel. Später beginnt das Programm mit schon gesehenen Spots von POP TV, dann Reden der ehemaligen Mobitel-Direktoren.
GRS und der erste Herr Instruktor, der Tomaž erklärte, trotz seiner damaligen außergewöhnlichen explosiven Energie und Aneinanderreihung aller möglichen Routen, dass sich ein Alpinist allmählich über die Zeit stählt.
Es folgte die Rede eines ehemaligen Auslands-Slowenen, der wegen der Qualität des natürlichen Lebens heimgekehrt ist. Tomaž knüpfte so Kontakt zu ihm, später waren sie, obwohl sie anfangs in der Branche auf verschiedenen Seiten standen, gute Freunde. In Tomaž' Brief an ihn dankte er ihm von Herzen für die Zusammenarbeit, indem er sagte, dass er in seinem Geschäftsleben nur Schläge auf den Kopf bezogen hat und nur wenige kleine Blumen hier und da gepflanzt. Sie führten ein Gespräch darüber, wie man endlich die Slowenen für Gott vereint und Slowenien schöner für kommende Generationen macht.
Tomaž' Bruder sprach über seinen großen Bruder als spirituellen Stern, der in den Himalaya kletterte. Jede seiner Bewegungen in den Wänden war ein Gebet und Meditation sowie spirituelles Wachstum. Tomaž half jedem, der es brauchte. Er drückte Respekt gegenüber Gott aus, dass er sein Bruder sein durfte. Trotz dessen, dass du zu den Sternen mit Engeln gegangen bist, werde ich dich vermissen.
Die Rede des Nepal-Botschafters war äußerst herzlich, als er sagte, dass der einzigartige Tomaž Einheit mit Gott in den höchsten Teilen des Himalayas suchte, wo nur er sein konnte und die Gottheiten im Himalaya berührte, sogar den höchsten Hinduismus selbst Shiva. Dreifaltigkeit: Brahma, Vishnu Shiva.
Der Auftritt des Bürgermeisters von Kamnik war mir ein bisschen so lala. Er erwähnte, dass Tomaž ihm, als er beim Hausbau unglücklich wurde, sagte, er sei schuld, weil er ihm ein Scheißgrundstück besorgt hat (ungleiche Lage). Ich denke, für einen solchen Menschen, der ganz Slowenien inklusive Kamnik in der Welt promotet hat, wäre mehr verdient als nur ein billig erworbenes Grundstück.
Dazwischen sangen slowenische Sänger, die Tomaž auch im Himalaya gerne hörte - Andrej Šifrer (Wenn im Wald das Laub raschelt), Vlado Kreslin mit samtener Stimme, die ins Herz geht, und der Herr mit Zither mit dem Lied (Blumen im Herbst). Am Ende im Spot von Freddie (Show must go on!)
Wenigstens für eine so große Persönlichkeit wie Tomaž erwartete ich ein inhaltlich reicheres und umfassenderes Programm. Am Podium hätten sie wenigstens ein gerahmtes Bild und Platz für Blumen hingestellt, woran sie sich nicht mal in der nahen Kapelle erinnerten. Tomaž sahen wir nur über die elektronische Leinwand - Bildschirm. Auch keine bescheidenen Erfrischungen vom Bürgermeister bei der Hütte, kein Eintopf oder wenigstens Getränke. Später nach dem Ende des Gedenkprogramms ging die Mehrheit einfach nach Hause.
Zufall wollte es, dass ich Gelegenheit hatte, Tomaž' zehnjährigen guten Freund kennenzulernen, mit dem wir über ihn sprachen. Tomaž liebte Menschen, die offen und ehrlich waren. Das bedeutete ihm alles. Er war direkt, sagte allen, was sie richtig und falsch machen, ob sie zustimmen oder nicht. Er half jedem, der es brauchte. Auch seinem Freund bot er Arbeit in seiner eigenen Baufirma an, komm, kein Problem. Wegen Tomaž' Reinheit und Unnachgiebigkeit haben viele Menschen, die mit ihm in Kontakt kamen, praktisch aufgegeben. Ich treffe mich noch mit Humars Freund, er bestätigte zurück.
Den Gedanken schließe ich mit dem Schluss der Rede des Botschafters aus Nepal ab, der sagte: OM (Großer Schöpfer) PADME (ich suche Zuflucht bei dir).