Am Freitag, 31.7.2015, um 9.00 war ich noch auf dem Weg nach Nanos, um 9.40 saß ich im Bus nach Kobarid. Zuerst wollte ich trampen nach Drežnica oder Pl. Kuhinja, hatte aber reichlich Zeit bis Mondaufgang, daher direkt vom Dorf Ladra (207 m ü. NN) bei Kobarid zum Krn aufgebrochen.
Auf den Weg am Steinbruch bzw. Sandgrube hat mich freundlicher Busfahrer verwiesen, der von Tolmin nach Kobarid durch Dörfer rechts der Soča fuhr.
Weg nach Drežnica, markiert mit Pfosten des Friedensweges, steigt sanft durch Wald am Osthang des Ladrski vrh an und windet sich nördlich über steiles Bett des Ročica-Bachs. Zuerst schlechte Schotterstraße, dann Steig und weiter alter Karrenweg bis Drežnica-Dorf, nach guter Stunde gemütlichem Gehen erreicht. Im Dorf beim Feuerwehrhaus angekommen und rechts zur Kapelle abgebogen, wo markierter Weg zum Krn beginnt. Statt 4 Std. zum Gipfel mit Pausen 5,5 Std., von Ladra mit Pausen gute 7,5 Std. Im letzten Teil fehlten Kräfte, kein Wunder bei über 2.000 Höhenmetern. Mehr in Beschreibungen unter Fotos.
Weg von Drežnica (541 m ü. NN) nach anfänglicher Ödnis schnell zu Aussichtsalmen. Beim Überqueren letzter Weide falsch links abgebogen auf Schotterstraße von Drežnica, tolle Ausblicke genossen (Bergweg rechts über Weide zur Straße bei Tafel Triglav-Nationalpark). Nach Ročica-Bach Aufstieg durch schattigen Wald bis grasige Hänge unter Kožljak. Bis dahin angenehme Kehren alter Mauleselpfad, Anstieg zur Sattlung zwischen Krn und Kožljak, wo Pfad von Planina Kuhinja mündet, war Qual. Trotz unzähliger Kehren aus Tal froh über die bis Gomišček-Hütte. Ab jetzt Weg von Planina Kuhinja richtig erfreulich.
Kein Genuss bei Mond- und Sonnenaufgang/-untergang, Krn-Gipfel bis Dunkelheit in Wolken. Etwas mehr Glück mit erwachender Sonne, bald in Dunst gehüllt. Gut zum Gehen, schlecht für Ausblicke und Fotos. Weg über Batognica unter Vrh nad Peski durch Prehodce zu Baracken Za Lepočami. Nach Stunden gemütlich auf endlosem Mauleselpfad Anstieg zu Bogatinsko sedlo anstrengend. Diesmal weniger wegen fehlender Sonne und kühlem Wetter. Zum Schluss langer Abstieg endlose Kehren zur Hütte am Slap Savica (653 m ü. NN), knapp Bus nach Bohinjska Bistrica dann Zug heim. Gestern Serpentin-Überdruss für Monate, heute schon wieder hin.
Lob für freundliche aufmerksame Hüttner im Gomišček-Schutzhaus am Krn. Lächeln, gesprächig und energiegeladen, haben gut für mich gesorgt.