| turbo21. 06. 2020 20:12:50 |
Samstag, 20.6.2020 Obwohl ich mich nur in Italiano verständige, lese ich mit Wörterbuch gern Online-Nachrichten aus dem Grenzland. Über Neues in der Beneška Slovenija, die jetzt Slavia Friulana heißt, vorher Slavia Veneta, und natürlich über mein geliebtes Resijatal. So habe ich letztes Jahr in den Nachrichten gelesen, dass in Zajzera ein neuer Wanderweg Sentiero Alfonso Della Mea eröffnet wurde, zum Gedenken an den Alpinisten und Bergretter, der in der nahen Ovča vas lebte. Am selben Tag wie Della Mea starb auch Mario Gariup, einer der letzten slowenischen Čedermacs, Pfarrer in Ukve. Della Mea war Gariups Pfarrkind, sie waren Freunde, das Schicksal wollte, dass sie am selben Tag gingen, nur Stunden auseinander, nur Kilometer voneinander entfernt. Den Weg eröffneten sie letztes Herbst, dann kam Schnee, dann die Epidemie, doch der Wunsch, Krniška glavica über diesen Weg zu besuchen, erlosch nicht. Auf dem Weg nach Zajzera regnete es bis ins Gornjesavska-Tal, hätte es auch am Ausgangspunkt geregnet, hätte ich gesagt, die Tour ist abgesagt für uns. Glücklicherweise war es anders, sogar etwas blauer Himmel und Sonnenstrahl, als wir losgingen. Von Planina Zajzera fuhren wir die Straße unter dem Montaž entlang, folgten auf Schutt CAI 616 bis CAI 639, gingen weiter zum nächsten Abzweig und nahmen dort CAI 639a bzw. Sentiero Alfonso Della Mea. Bald führte er uns zu einem Bach, darüber einige Wasserfälle, ich trug sie ritterlich hinüber, dann stiegen wir steil durch den Wald bergan, fast ohne Aussicht. Höher wurde der Wald lichter und ging langsam in offenes Gelände über, wo wir bald zwischen Sträuchern den Anschluss an CAI 611 erreichten. Links abwärts zu CAI 616 und hinauf über Nabojsovo sedlo zur Koča Pellarini oder abwärts nach Zajzera, wir gingen rechts bergauf und nach fünf Minuten zum Bivak Stuparič, versteckt etwas höher hinter dem Rand. Dann quer über die Hänge unter Montaž, über zwei Schneefelder, wo weicher Schnee keine Probleme machte, und an der Gabelung, wo links bergauf zum Foran dela Grave geht, rechts zur Krniška glavica. Ein bisschen hierhin und dorthin durch Zwergkiefern und schon bei den Ruinen, von da zum Gipfel nur noch ein paar Schritte. Pause, Imbiss, erste Birnen des Jahres. Erinnerungen, Wünsche, reichlich beides, sogar eine Träne der Freude oder Trauer je nachdem woran ich dachte, dann mussten wir absteigen. Zuerst vorsichtig, viel lockerer Schutt auf dem Weg, durch Hundepfoten gesehen natürlich, dann angenehm zum Sattel, von da vorbei am See und Koča Grego zum Auto aber Schlamm bis zu den Knien. Na ja, übertreibe ich, gebe zu, fast bis zu den Knöcheln. Es war schön, überaus angenehmer Tag.  https://tubojan.blogspot.com/2020/06/jof-di-sompdogna-krniska-glavica.html
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