| VanSims2. 10. 2013 17:27:52 |
Dieses Samstag habe ich das Wetter vor dem regnerischen Sonntag genutzt und morgens (etwas spät erst um 9 Uhr) durch Šoštanj und über den Sleme-Pass nach Kärnten gefahren. Die ganze Strecke bis zum Passgipfel war trüb und es nieselte leicht. Als ich aber auf die Kärntner Seite kam, war es zwar bewölkt, aber trockenes Wetter, und die Straße nach Črna ist dort auch besser. In Črna biege ich nach Podpeča ab und über die sogenannte 'Autobahn' nach Jakob. Was soll man über die Straße sagen, über die in früheren Beiträgen viel geredet wurde? Aktuell (September 2013) einigermaßen befahrbar, ich bin schon Schlimmeres gefahren. Auch sehe ich keinen großen Unterschied, ob man aus Črna oder Mežica startet, da sich beide Wege vereinen und erst dann (zumindest von Črna aus) der unangenehmere Teil beginnt. Nun, als ich kaum parke (um 11:30 waren schon einige Autos da) gehe ich zur Hütte. Auf dem Weg zur Hütte klärt es sich fast, unten sehe ich Nebel im Tal. Bei der Hütte gehe ich zur Mala Peca, von wo eine große Gruppe Wanderer gerade abstieg, es gab die Veranstaltung "Märchenwelt König Matjaž auf der Peca" wie ich später im Netz erfahre. Von der Mala Peca gehe ich zum Sattel, wo ich an der Kreuzung links auf den Klettersteig abbiege. Das Wetter hat sich dazwischen wieder bezogen. Der Klettersteig selbst ist für unsere Verhältnisse sehr gut gesichert, man könnte sogar musterhaft sagen. Ist aber nicht so lang. Wie üblich klettere ich ihn frei mit Selbstsicherung am Seil. Ich würde ihn eine Nuance schwieriger als z.B. Žrela am Storžič einschätzen. Letztere erreicht etwas mehr Steilheit erst kurz vor dem Ausstieg auf den Grat, hier gibt es mindestens zwei längere steile Aufstiegsstellen. Fels, wie für Karawanken, ganz gut und auch recht strukturiert. Nach dem Kletterteil steigt der Weg zuerst noch steil an, dann wird er flacher und erreicht etwas, das man als fußballfeldähnlich bezeichnen könnte , wo er auch mit dem einfacheren Weg zusammentrifft. Von da sind es noch ca. 15 Min. zum Gipfel der Peca (Kordeževa glava). Oben wehte es, wie ich aus den Berichten der Vorgänger erwartet hatte, ordentlich, sodass ich hinter einem Fels Schutz fand und pausiert habe. Dann bin ich zum Kneps-Sattel weitergegangen. Es war auch neblig, aber man konnte die Markierungen voraus ganz gut erkennen. Das Schild oben an der Kordeževa glava, das den Kneps-Sattel markiert, übertreibt maßlos. Bis dorthin max. 20 Min., nicht 45. Nun, am Kneps-Sattel beginnen durch den Nebel leichte Orientierungsprobleme. Ich will zum Končnikov vrh, weiß, dass es nur ca. 10 Min. vom Sattel sind. Ein Weg führt nach Koprivna, der andere auf österreichischer Seite zur Bistriška špica. Ich wähle unseren, dann nach 2-3 Min. Gehens biege ich rechts abstecherisch zum Gipfel ab. Muss hier irgendwo sein. Ich hatte Angst, dass ich wegen des Nebels vielleicht nicht zurückfinde, wusste aber, dass ich irgendwo mit dem österreichischen Weg vom Sattel zusammentreffe. Ich erreiche den Gipfel, wo auf einem Fels "Knieps" steht. Das wird es sein (zu Hause im Netz erfahre ich, dass Knieps der österreichische Name für Končnikov vrh ist). Am Sattel war es nirgends markiert. Nichts zu sehen, also zurück über österreichische Markierungen zum Sattel und zurück zur Kordeževa glava. Die Wegweiser, besonders österreichisch (1 Std.) wie auch bei uns (45 Min.) übertreiben wieder. Insgesamt jetzt vielleicht eine halbe Stunde, da der Rückweg etwas bergauf geht. Ist aber nicht so steil außer kurz vor dem Gipfel der Kordeževa glava ein bisschen. Als ich mich nähere, klärt es sich wieder, und als ich dort bin, sehe ich, wie links aus den Wolken Uršlja gora lugt, vor mir Raduha, Olševa und der äußerste Osten des Hauptgrats KSA mit Ojstrica und Molička peč. Das war fast alles. Weiter sah man nichts, weder entlang des Grats noch österreichseits. Aber es wehte noch. Zurück zum 'Fußballplatz' steige ich über den unmarkierten Grenzgrat ab, der etwas links der Kreuzung herauskommt, und folge dem einfacheren Weg zurück zur Hütte. Bei der Hütte biege ich noch zur Höhle König Matjaž ab, der an seinem Tisch schläft (nebenbei, der echte König Matjaž soll nicht der ungarische Matija Korvin sein - http://www.youtube.com/watch?v=qFlvmF2hKaQ ), dann über unmarkierten Weg an der Mala Peca vorbei wieder zur Hütte. Dort gönne ich mir ein Bier und Wurst. Neben mir toben fröhliche Kinder, obwohl die Wirtin sie beruhigte, hat ihr Geschrei mich gar nicht gestört, mehr hat mich das Toben der 'großen Kinder' mit Harmonika im Nebenzimmer gestört. Die hat keiner beruhigt!  Dann zurück zum Auto, durch den Nebel zurückfahren, in Črna noch Eis holen und über Sleme wieder heim. Das Wetter auf Kärntner Seite war die ganze Zeit trocken, wie gesagt hat es sich sogar zeitweise aufgeklart. Nun, als ich auf die Šoštanj-Seite des Passes komme, begrüßt mich wieder leichtes Nieseln...
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