| VanSims18. 06. 2012 16:26:14 |
Morgens fahre ich Richtung Mojstrana, wo ich parke, das Bike und den Rucksack aus dem Auto ziehe und auf dem Radweg nach Italien fahre. In Kranjska Gora Stopp im Laden, etwas Essen und vor allem Wasser holen, in Trbiž noch Eis. Nach noch ein paar km auf dem schön gepflegten Weg zur unteren Seilbahnstation Višarje. Vergebliche Suche nach Fahrradparkplatz, also wie immer im Wald ans Baum geschlossen lassen. Da die Uhr schon fast 12 ist, begehe ich eine Kletterer-Lästerung und mit der Bahn (einfach 10 EUR) nach Višarje. Da die Beschreibung auf hribi.net für Kamniti Lovec etwas umständlich ist (Straße links nicht rechts), frage ich nach dem Weg. Diesmal (siehe mein Eintrag bei Svačica und Celovška koča) spreche ich Slowenisch. Und was gewinne ich? Muss noch ein paar Minuten warten, bis die Dame eine andere Dame ruft, die Slowenisch gut beherrscht!  Also los und bei der Kapelle (letzte Station Kreuzweg auf Pilgerweg) weiter in den Wald. Treffe viele Slowenen, auch einige Österreicher und wenige Italiener. Beim Aufstieg durch Mulden kurz vor Gipfel treffe ich eine Gruppe beim Abstieg auf Terrain zwar sehr bröckelig, die sorglos Steine auf den unteren Weg löst. Nein, nicht freche Slowenen oder achtlos Italiener sondern "kultivierte" Österreicher.  Oben treffe ich eine Gruppe Österreicher, die den Weg vom Sattel Prašnik kamen. Topografisch offenbar nicht sonderlich bewandert (außer einem, der korrigierte), da Hochalmco mit Grossglockner verwechselt, Viš mit Mangart getauft! Sonst Ausblick bei wirklich tollen Wetter majestätisch! Da ich Rundweg über Prašnik geplant hatte, frage ich den Bewanderten, wie der Weg ist. Fragt, ob ich 'Kletersteigset' habe und ohne rät vom Weg nach Prašnik ab als 'steil' und 'bruchig'. So gebe ich den Rundweg auf. Nach Abgang der Österreicher noch etwas Aussicht genießen und zwei Slowenen kommen zum Gipfel, mit denen langes Gespräch über dies und das. Kurz nach ihrem Abgang steige ich selbst ab. Durch bröckelnde Mulden wirklich etwas ärgerlich, aber trotzdem schön absteigen ohne Steine zu lösen! Dann zurück zur Kapelle und Višarje anschauen. Neben dass dort Slowenisch gesprochen wird, alle Schilder neben Italienisch und Deutsch auch Slowenisch. In der Kirche überrascht Slowenisches Singen aus Lautsprechern hören. Wirklich total anders als Pass unter Grossglockner, wo trotz vielen Slowenen keinen slowenischen Schild (dafür z.B. Niederländisch ) Auf Višarje wieder Slowenen getroffen, mit denen oben geredet, dann Pilgerweg über Višarska planina ab. Weg steil und etwas unangenehm für Abstieg, führt fast direkt zur unteren Bahnstation (Richtung hoch: von unterer Station etwas links nach Trbiž, vorbei Parkplatz, Kreuzung rechts, kurzer Asphalt und paar Häuser Wald, wo auch Schild). Mit Rad zurück und nochmal Stopp in Trbiž für Eis (italienischem kann ich nicht widerstehen ) und in Rateče bei Mojmir Bier. Dorthin brachten Italiener einen Welpen, der ständig auf die Kellnerin sprang. Auf Rückweg slowenische Familie sitzt mitten auf Radweg. Mitten Kind - Kind unschuldig, wenn verrückte Eltern und wenn zertrampelt... Eltern egal aber nicht ahnungsloser Radfahrer! Macht das auf italienischer Seite, zerstören sie euch!  Auch sonst finde ich nicht richtig, dass auf dem Weg Grundbesitzern (Ferienhausbesitzern) erlaubt ist, mit Autos zu fahren, was einzigartig in Europa ist. Ironie noch größer: Schild warnt Radfahrer vor Autos statt umgekehrt, da Autos eigentlich fahren, wo sie normal nicht dürfen und auf Radfahrer achten sollten!
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