Sie war verschuldet und nörgelte, wurde etwas träge, dieses Wochenende kam aber endlich die Zeit für den Coup auf 2
Im frischen Morgen ziehen wir schwere Rucksäcke an und keuchen schon aus Bavšica zur Alm Bukovec und weiter, in die Sonne, in steile Welt, Ausblicke suchend.
Pfad geräumt, gut begehbar, Brennnesseln erträglich und bald erreichen wir den "Jagd"-Aussichtspunkt, von wo entlang dem nun bekannten Pfad, durch Bukovska Schluchten, zum Sattel Vrh Osojnik, wo der Atem stockt...Sonnenschein, Wärme, Blicke, Herbst, wauii, preeewunderschööön

. Wir sitzen kurz, ich esse eine Nuss und schon macht sich die erste Dame auf in die Tiefen steiler Gräser. Suchen beste Übergänge, bisschen rechts, bisschen links, dann steil hoch, in etwas leichtere Welt und plötzlich stehen wir auf Špičica Gipfel, jupiii...ihr könnt euch vorstellen, welches Durcheinander mich packte und als ich den gebrochenen Kreuz sah, glaubte ich, wir sind wirklich oben
Vor der obligatorischen Mahlzeit, werfe ich mich dran und repariere, klebe den gebrochenen Kreuz

, Holzschilder mit Aufschrift nicht gefunden?!, dann schreiben wir uns als erste heuer ein und endlich folgt Sitzen, Aufsaugen, Genießen. Wir blieben ziemlich lange oben, wie nicht, wenn der Gedanke ein Jahr wartete und nörgelte

. Trotz Besuch beim Nachbar Pelc und auch Nizki vrh spürten wir Einsamkeit und wie die Zeit hier anders tickt.
Wir reden uns endlich gut zu, danken und verlassen langsam Špičica, und fahren fort am Grat, sichern über den Sprung und schon am Sattel, wo wir mit Aufstieg zum Nachbar Skutnik beginnen. Na Grasband, wenn man dort ist, sieht ganz anders aus, bisschen zahm, aber trotzdem, wie immer, würzten wir auch diesmal den Aufstieg, zu früh links abgebogen

und für mich plötzlich keine Grasbüschel mehr, daher zog mich mein Mitbewohner ein bisschen und jaaa, standen wir auf Skutnik...reiner Verderb für mich, auf zwei solchen Gipfeln stehen, juhejjj...als ich in all dem, ja, ja, Verwirrung wieder, uns eintragen wollte, fiel mir der mini, wirklich mini Bleistift zwischen Felsen

, wollte ihn retten, paar Felsen verschoben, aber fiel so tief, keine Lösung mehr?! Also Bitte an möglichen Besucher, nehmt Stift mit und lasst ihn im Glasgefäß. Bin dankbar

.
Wenn wir lange auf Špičica blieben, noch länger auf Skutnik...ach, wie fein manchmal Unwissenheit des Abstiegs, "im Moment sein" präsenter und entspannt. Und auch vom Gipfel, zur Zapotok-Seite, wohin wir abstiegen, sah markierter Steig näher aus, aber Abstieg in frech steilen Gräsern

bremste diese kurze Distanz ordentlich. Dieser Teil der Tour nahm uns Motivation ab, da nichts auf mini Spur hindeutet, mehr Gras greifen das wild sticht, passenden Tritt für Schuh suchen und Ende kommt nicht...als wir endlich aus der Steilheit krochen, lachten uns zwei Gämsen gut aus, die hinter uns herjagten auf unserer "Spur" und im Nu über Skutnik Hang

. Fortgesetzt Suche nach markiertem Pfad, dann schöner, sonst unnötiger

, Aufstieg zum Sattel Kanja und folgte laaaanger Abstieg ins Tal. Natürlich umarmte uns Nacht bei LK und Pfad schien noch länger. Stiegen in Stille ab, drehten Tagesfilm und dankbar für Chance und unglaublich schönen, anstrengenden Tag, dort oben irgendwo...
Wild, einsam, anstrengend, untypisch, aber zugleich so typisch für Trentarski Ende. Auf dieser Tour haben steile Gräser wirklich das Hauptwort, gesunde schwarze Erde

, wo vorsichtiger Schritt und ruhiger Kopf Pflichtausrüstung sind, aber trotz allem weiß ich, wir kommen wieder. Augenzwinkern fehlte nicht, hehee