Wie schön war es, schon vor sechs Uhr morgens über den Grenzübergang Učja zu fahren, als dort keine selbstherrlichen Polizisten mehr waren, die ich früher manchmal bis acht Uhr morgens warten musste, und sie haben auch ihr Hühnerhaus abgerissen.
Die Uhr in der Dorfkirche in Učja schlug sechs, als meine Frau und ich die Straße bergauf gingen und bald rechts auf den markierten Weg abbogen, der uns in angenehmer Kühle zur Alm Kal und weiter zum Grätchen und entlang desselben zum Vrh Planje führte. Auf dem Grätchen ist noch einiges Schnee, aber man kann ihm ausweichen. Die Aussicht ist einzigartig, Kanin, Babe, Žrd liegen wie auf der Hand, Kobariški Stol, Mužci, Lopič und andere etwas weiter. Ich war auf allen. Resia liegt tief unten. Welche Kontraste, auf der einen Seite Gipfel in Weiß gekleidet, ringsum ein grüner Kranz der erwachenden Natur. Es folgt der Rückweg, Überqueren des Grätchens und Abstieg zum Sattel Karnica. Zwischendurch steigen wir noch auf ein paar Gipfel im Grätchen. Unvergesslicher Tag, Hauch von etwas vergessener Romantik. Es wehte ein warmer SO-Wind und zauberte fast einen Sommertag. Am Weg seltene Teppiche von Edelweiß, in den Felsen Büschel von Aurikel. Schlangen hielten uns Gesellschaft und die Stille wurde von Gemspfiffen gestört. Was braucht der Mensch noch, um glücklich zu sein. Wenig Geld, nur Gesundheit. Vom Sattel folgten noch fünf km Gehen auf der Straße zum Auto. Gruß!