Da uns letztes Jahr Schnee einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und wir den Kletterweg zur Rjavina verschieben mussten, war Sonntag endlich der Tag D. In den frühen Morgenstunden starten wir von Kote Richtung Rjavina. Sonne hat schon morgens angenehm gewärmt, aber Wind auf dem Weg gekühlt, der ordentlich gepfiffen hat. Beim dicken Stein kurze Pause, Bäuche etwas füllen für Energie zur Wand, bald Hüte und Stöcke durch Helm und Sicherungsset ersetzt. Schon unter der Wand, in die ich mit großem Respekt vor diesem mächtigen Berg einsteige. Es ging gut mit Händen und Füßen... obwohl Sonne schon stark brannte, wusste ich nicht, ob heiß von Sonne oder Adrenalin..

Nach erfolgreich bezwungenem ersten Teil spazieren wir vorbei an zwei natürlichen Fenstern.. eines bietet Blick nur in die Tiefe, durch das andere toller Blick auf Škrlatica. Ausblicke vom Weg schon wunderschön. Wartet noch Abstieg an Haken und etwas Gratweg und wir sind oben. Rechte Portion Freude und Glück, Gipfelblicke streicheln die Seele. Zurück über den Grat zur Stanič-Hütte, aber nicht bis zur Hütte, vorher Richtung Tal abgebogen. Später erwies sich das als sehr gute Entscheidung, Sonne brannte unbarmherzig, Wind verschwunden..., wahrscheinlich hat jemand die Fenster zugemacht..


. Talweg zog sich endlos hin, kein Ende abzusehen... aber da alles einmal endet, endete auch unser wunderschöner Weg bei Aljaž mit kaltem verdienten Bier...
