Heute auf Grintovec. Auto am Ende der Straße über Suhadolnik geparkt und weiter über Taško zum Kokrsko-Sattel und zum Gipfel. Beim Rückweg stieg ich vom Sattel ca. 50 Höhenmeter auf dem Weg zur Kalška-Gora hoch, dann rechts abbiegen auf den Querweg unter den Wänden der Kalška-Gora und dem Haupt-Kalški-Kamm, den ich folgte, bis er die Schrofen oberhalb der Ebene Pod grebenom erreichte, von dort direkt durch den Wald zum Auto.
Wetter morgens bewölkt, neblig und hoffnungslos deprimierend, die Hütte am Kokrsko-Sattel sah ich erst wenige Meter davor. Die letzten 200 Höhenmeter unter dem Gipfel Grintovec klärte sich komplett, Ausblicke vom Gipfel wirklich prächtig. Wind im oberen Teil nicht zu stark. Unterwegs ca. 20 Wanderer getroffen, größtenteils eigentlich Wanderinnen, einige ganz allein. Das kommt mir in letzter Zeit wie ein verbreitetes Phänomen vor, was zum Teufel machen die Jungs?
Oberhalb Kokrsko-Sattel weckte der Weg unter den Wänden der Kalška-Gora und des Kamms meine Aufmerksamkeit. Hatte Zeit genug, bin draufgegangen. Interessanter und sehr aussichtsreicher (Kočna und Grintovec wie auf dem Handteller) Jagd- (vielleicht Hirten-)Weg, einst offensichtlich handgehauen führt über grasige Hänge und durch zahlreiche Gräben, von denen einer oder zwei etwas schwieriger passierbar, da Überschwemmungen den Weg weggespült haben, andere Mischung aus ziemlich steilem Boden und Sand, der unter den Füßen nachrutscht.
Etwa einen Kilometer von Cojz-Hütte bei ca. 1800m verschlossene Wasserfassung, kurz darauf beginnt Gürtel aus Krummholz, das kürzlich sorgfältig entlang des Wegs zurückgeschnitten wurde. Nach Ende des Krummholzgeländes führt der Weg durch sehr steile Wälder oberhalb Taško und weiter oberhalb der alten Route. Weg, unter dem 200 oder 300m Abstürze sind, stellenweise kaum breit für einen guten Stiefel, geneigt und erdig, daher Gehen darauf bei Nässe absolut nicht empfehlenswert. Weg hält unter den Wänden noch ca. 500m länger als alter Weg aus, dann elegant über bewachsenen Grätchen in die Rinne und weiter zu Schrofen. Direkt oberhalb Schrofen zwei Haken bemerkt, offensichtlich für eine Leiter, die schon lange weg ist, höher oben sogar größeren Fels mit verblassten roten Markierungspunkten.
Ab den Schrofen suchte ich den Weg nicht mehr, sondern ging direkt abwärts zuerst durch Rinne, dann durch dichtes Fichten- und später Laubwald, bis zur alten Route kurz vor dem Abzweig zum Weg über Taško.
Winterausrüstung nirgends nötig, auch am Grintovec-Gipfel selbstverständlich nicht.