Weiter mit Geschichten. Letztes Jahr gegen Jahresende entscheide ich mich für den Aufstieg auf Grintovec von V konec starte ich den Weg zum Kokrsko sedlo, am Ausgangspunkt nur ein Auto, dachte auf so einem Tag wären da einige Autos und Wanderer. Aber bis zum Sattel niemanden getroffen. Weg zum Sattel fortgesetzt, kurz bevor aus dem Buchenwald rauskomme, ziehe ich Steigeisen an, Eispickel in die Hand, Helm auf den Kopf. Noch etwas weiter, bevor der Blick auf das Sattel aufgeht, sehe ich Blut, hat mich etwas überrascht. Vortag ist jemand gefallen und verletzt worden. Schnee hart, oben vereist, Eispickel ging nur mit der Spitze rein und das schwer, Steigeisen griffen gut, aber vereiste Unterlage besorgniserregend, wenn gefallen wäre keine Chance zu stoppen, da ganzes Gelände vom Buchenwald bis Sattelscheitel überall Eis, nirgends durchgedrungen, obendrauf Haufen trockenen Schnees, genau richtig draufzutreten, Steigeisen hätten nicht gehalten und Sturz wäre heftig. Zum Sattelscheitel durch, die ganze Zeit sehr vorsichtig hochgeklettert sicher. Oben am Sattel treffe ich noch zwei, die aus anderer Richtung durchgekommen sind, bis Grintovc oben einigermaßen normal, Winterverhältnisse, Cokli gebildet, durchstechend. Unter Grintovc Spitze noch zwei Bergsteiger, die den Graben hoch wollen, aber erfolglos. Als wieder am Sattel schwerer Abstieg vor mir, nicht weitergegangen, sondern fast immer rückwärts, Eispickel jedes Mal mit Spitze durch Eis gerammt und bis Wald durch, da atme ich auf. Auch vom Sattel hat mir keiner Gesellschaft geleistet, wenn gefallen und schwer verletzt gewesen wäre ich in Schwierigkeiten.
Um die Spitze - gezähnter Teil des Eispickels.