| lijaneja17. 09. 2026 11:54:44 |
Von meinem Aufstieg hier sind schon einige Jahrzehnte vergangen, es war höchste Zeit, ihn zu wiederholen. Wie am Sonntag am Kanin hat mir Vito Gesellschaft geleistet, von Jermance starten wir viertel vor sieben. Beim Parken der Fahrzeuge freue ich mich nach einigen Jahren über das Treffen mit Matjaž, der mit einem Kollegen zur Planjava unterwegs ist. Aus der Beschreibung sehe ich, dass sie die Tour erfolgreich absolviert haben. Eher etwas ungewöhnlich, aber wie in den letzten Jahren gehe ich zur Mrzla gora von der Richtung der Kamniška Bistrica, über den K. Sattel und Okrešelj. In der Hütte gönne ich mir einen Tee, der Ofen ist nicht angeheizt, deshalb hänge ich das Hemd draußen an die Leine. Interessant, dass wir bei der Vielzahl geparkter Autos oben und unten keinem Wanderer begegnen, erst beim Abstieg zum Okrešelj steigen zwei zum Sattel hinauf. Die Natur hat wieder für eine Änderung der Route kurz vor dem Abstieg gesorgt, da sie ein so tiefes Gerinne gefressen hat, dass die Markierer den Weg verlegen mussten. Sie haben es ausgezeichnet gemacht. Beim Neubau von Noahs Arche halten wir nicht an, vorbei am GRS-Biwak in den Wald, wo der Pfad bald verschwindet, zum dreieckigen Geröllfeld führt uns mehr der Instinkt. Am anspruchsvollsten ist der Anfangsteil des Einstiegs in die Wand, wahrscheinlich sind wir in die falsche Richtung geklettert, da wir in meiner vagen Erinnerung vor Jahren keine Schwierigkeiten hatten. Aus der glatten Wand, wo in meiner Reichweite kein geeigneter und sicherer Griff war, hilft mir Vito, von dort an keine Schwierigkeiten mehr. Im Gegenteil. Wir haben richtig genossen in beiden Rinnen und im Latschengelände, ich habe mich an die Richtung gehalten, Vito klettert die ganze Zeit am Grat, von ihm ist er erst auf den markierten Weg gestiegen, der aus der Latvice kommt. Von dort bis zum Gipfel des Berges ist der Weg ganz mit Eisen, die ganze Zeit suche ich nach den Stöcken, die ein Bekannter kürzlich abgelegt hat, beim Rückweg hat er sie nicht mehr gefunden, aber ohne Erfolg. Am Gipfel halten wir uns bei super Wetterbedingungen knapp eine Stunde auf, in dieser Zeit kommen über die klassische Route noch zwei Wanderer hinauf. Das Gipfelbuch in äußerst schlechtem Zustand, verpackt in einem zerrissenen dünnen Müllsack. Ich lege es in die Tüte von meinen Lumpen, die auch nicht die geeignetste ist, deshalb bitte ich eventuelle Besucher um eine Ikea-Tüte, die sich gut schließt. Der Abstieg zum Okrešelj dauerte eineinhalb Stunden, die Neugier führt mich zur Hütte, wo ich entsetzt die stiefmütterliche Haltung der Bauherren bemerke, eigentlich der Verantwortlichen für dieses Objekt, denn im Hof liegt überall teuer bezahltes, per Hubschrauber angeliefertes Baumaterial, das im Freien natürlich schnell verfällt. Die Schurken betteln um Geld, bei 'normalen Eigentümern' hätte die Hütte schon längst offen sein müssen, sie entschuldigen sich mit fehlenden Mitteln, von mir bekommen sie nie etwas mehr. Ich hoffe, dass deshalb auch jemand VERANTWORTUNG übernehmen wird. Schlecht gelaunt wieder bergauf, vor der Hütte gesellen sich nur noch die Einheimischen. Die Sonne steht schon tief, deshalb machen auch wir uns bald hinunter, wo überraschenderweise immer noch einige Autos stehen...
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