Kein kostenloses Bergung mehr
|
| ljubitelj gora15. 10. 2010 18:39:43 |
Halte mich nicht zu sehr an den Worten fest, aber Bojan_A hat geschrieben, dass er 1450 Euro Rettungskosten zahlen muss, weil er irgendwo in der Skutina-Wand steckengeblieben ist, vor einiger Zeit. Hat jemand eine Quelle, wann das beschlossen wurde? Aber wenn es wahr ist, bin ich entsetzt über den angenommenen Vorschlag, Alkoholiker, Raucher, Drogenabhängige warum bekommen die kostenlose Behandlung, natürlich auf Kosten der Versicherung, aber OK, eh ist Slowenien das Land der Diebe, Tycoons, Illogik, ....
|
|
|
|
| gams4415. 10. 2010 18:46:26 |
Was ist mit rine am Ende wenn er nicht weiß wo es reinregnen wird? Mir scheint das ist die Wahrheit; mein Freund hat sich im Špik verheddert, zahlt auch.
|
|
|
|
| Iguana15. 10. 2010 19:13:56 |
Oder gibt es nicht auch Zusatzversicherung für Extremsportarten? Wenn ich mich nicht irre deckt sie auch Rettungskosten ab. Ich stimme zu, dass es einerseits viele Diebe, Tycoons und Absurditäten gibt, aber trotzdem, wenn es um Zahlung von Versicherungen für Eigentum, Personenversicherung geht, ist alles zu teuer, wenn ein Unfall passiert dann.......????
|
|
|
|
| šerpa16. 10. 2010 08:57:52 |
Frage ob Bojan_A Mitglied im PZS mit bezahlter Jahresbeitrag ist? Versicherung im Rahmen der PZS-Mitgliedschaft deckt für z.B. B-Mitglieder Rettungskosten in unseren Bergen bis 2.800 EUR über die Tilia-Versicherung ab. Der Prozess ist aber nicht automatisiert wie bei Kfz-Versicherungen. Nach dem Unfall muss ein Formular "Unfallanzeige" ausgefüllt und mit aller zusätzlich geforderten Dokumentation ans PZS geschickt werden, das dann die Sache mit der Versicherung weiter regelt. Als Empfänger der Rettungsdienstleistung ist Bojan-A auch der einzige Zahlungspflichtige für die Rettungskosten, d.h. er muss den geforderten Betrag aus eigener Tasche bezahlen. Danach werden Versicherungsleistungen geregelt, wenn versichert. Er ist natürlich dann der Begünstigte der Auszahlung, d.h. das Geld landet in seiner Tasche und deckt das Loch, das entstanden ist, als er zuvor die Rettung selbst bezahlt hat. Mich interessiert, ob sie mit dem Freund je 1.450 EUR für die Rettung gezahlt haben? Wenn die Rettung insgesamt 2.900 EUR gekostet hat, bedeutet das, dass die Versicherung mit B-Beitrag beim PZS nicht mehr einmal die Kosten für eine solch, würde ich sagen, recht einfache Rettungsaktion deckt. Das PZS sollte definitiv über eine Erhöhung der Versicherungssumme zumindest im Rahmen der "B"-Mitgliedschaft nachdenken.
|
|
|
|
| BT8816. 10. 2010 09:34:55 |
Ja wenn sie zu Fuß gehen (ohne Heli) dann gratis oder wieviel haben die pro Stunde.
|
|
|
|
| JusAvgustin16. 10. 2010 09:45:40 |
Da ist gar kein Haken dran! Sie hätten sich anders entscheiden und in der Wand bivuackieren können (bei der Ausrüstung die sie hatten schlechte Option) bis nächsten Morgen warten und absteigen, sie haben Heli oder GRS angerufen und die sind ihnen zu Hilfe gekommen, anyway wer sind wir, dass wir jetzt jemandem vorwerfen, der in ernsthafte Schwierigkeiten geraten ist. Gott sei Dank ist es so ausgegangen. Jeder kann GRS rufen, sie kommen wo möglich zum Retten. Ich vertrete nicht die ausgestellte Rechnung, noch weniger dass er die Kosten selbst zahlen muss, aber so ist es. Leider!
|
|
|
|
| šerpa16. 10. 2010 09:54:15 |
Angesichts der stiefmütterlichen Haltung des Staates gegenüber der GRS müssen wir auch verstehen, dass sie ohne Geld nicht retten können. Ich bin eher dafür, dass jeder sich angemessen versichert und damit Eingriffe in die eigene Tasche vermeidet. Ansonsten denke ich, dass wir bei uns noch nicht so weit sind, dass sie dich vor der Rettung nach Versicherung und Geld fragen. Angeblich ist das die Praxis in den vielgelobten Gebieten des Alpenvereins bzw. in den uns benachbarten Ausländern. Wenn das anfängt zu passieren, dann können wir uns wirklich Sorgen machen.
|
|
|
|
| BT8816. 10. 2010 09:59:49 |
Ja, weiß wer wie viel die INFANTERIE pro Stunde kostet oder nicht?
|
|
|
|
| panda16. 10. 2010 10:32:43 |
Ja, wenn der Helikopter mit Team für einen toten Wanderer/Bergsteiger kommt, stellen sie den Angehörigen keine Rechnung, sondern die Bergung geht aufs Budget. WTF? Also muss man die Lebenden ausnehmen. Dann liegt die Antwort auf der Hand, warum die Wanderer unter dem Mlinarsko Sedlo nicht Hilfe gerufen haben. Wo ist die Grenze, rufst du Hilfe oder nicht? Das weiß nur derjenige, der in einer ausweglosen Situation steckt und noch mit klarem Kopf (falls noch möglich) daran denken kann, dass er die Kosten vielleicht selbst zahlen muss. Paradox auf Paradox. Manche Dinge kann man nicht einfach so verstehen, da es von Fall zu Fall unterschiedlich ist. Manchmal gilt das Sprichwort "vertraue allem und deinem eigenen Pferd" als beste Lösung, manchmal nicht. Keine böse Absicht, das ist nur meine subjektive Meinung.....Manchmal ist es klug, nicht dorthin zu gehen, wo wir nicht reif dafür sind. Und wir können immer entscheiden, ob uns der Wunsch nach Selbstdarstellung dorthin treibt, wie weit wir kommen? Manchmal endet es gut, nicht immer? Wenn jeder die Antwort hätte, gäbe es gar keine Rettungen. Wer weiß, warum das gerade uns passiert......? 
|
|
|
|
| 100jan16. 10. 2010 11:43:06 |
Warum musst du zahlen, du hattest doch einen lizenzierten Führer.
|
|
|
|
| viharnik16. 10. 2010 12:16:00 |
Obwohl Bojan glücklicherweise nicht verletzt war, entkam er dem Schlimmsten unter der Skuta und wurde sicher ins Tal gebracht. Aber ich denke, ein Leben ist viel mehr wert als ein paar Papier-Euro. Wir sind lebende Wesen, Geld nicht. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an einen älteren Herrn, der keine Vignette am Auto hatte. Natürlich haben ihn die Kontrolleure bald erwischt, weil er das Auto nicht lange behalten wird und es austauschen wird. Er geht zum Händler für Gebrauchtwagen, der ihm sagt, dass man in Slowenien angeblich auf dem Schwarzmarkt auch eine perfekte Fälschung bekommen kann, und dass es ihm leid tut wegen des Pechs des Herrn. Er aber gutmütig leise zurück zum Verkäufer: Wir sind wichtig, Menschen und nicht Vignetten und Polizei. Ich mach mir gar keine Sorgen!. Verkäufer lachend zurück: Und Sie haben recht, der Mensch ist wichtig...
|
|
|
|
| šerpa16. 10. 2010 12:23:14 |
Ja, es ist gut, die Versicherungsbedingungen bei diesen Versicherungen zu kennen. Ich habe diese Bedingungen etwas durchsucht und einen interessanten Fall gefunden - Tilies Unfallversicherung für "A"-Mitglieder des PZS in den geltenden Versicherungsbedingungen "NEZ-07", 21. Zeile, 3. Absatz, 6. Artikel schließt Höhenkrankheit als Unfall aus, was bedeutet, dass bei Rettung wegen Höhenkrankheit nicht zur Zahlung verpflichtet sind. Höhenkrankheit in etwas höheren Bergen, die die "A"-Mitgliedschaft auch abdeckt, ist ein sehr häufiges extrem lebensgefährliches Phänomen oder Problem bei Bergsteigern. Wenn du diese Klausel kennst, brichst du dem Betroffenen einfach den Finger - dann gibt's keine Probleme mit der Auszahlung. Versehen oder absichtlich eingefügte Bestimmung?
|
|
|
|
| Jure S16. 10. 2010 12:28:47 |
Lass mich auch meine Meinung äußern. Vor Kurzem gab es auf diesem Forum eine Debatte über die Alpinistische Schule, wo Bojan_A auch sein sagte, dass er ein anderes Mal hingeht. Was hat er überhaupt auf so einer anspruchsvollen Route gemacht ohne das nötige Wissen über das Klettern solcher Routen. Persönlich habe ich mich dieses Jahr in die Alpinistische Schule eingeschrieben. Was ich sagen will. Ich will sagen, dass wenn Bojan_A die Entscheidung getroffen hat, diese Route ohne nötiges Wissen zu klettern, jetzt wie ein Mann das Bezahlen dieser Rechnung akzeptieren soll  Es ist richtig so und soll so in Zukunft bleiben. Ich freue mich auch für Bojan_A, dass alles gut ausging für ihn und die Retter. Grüße, Jure
|
|
|
|
| viharnik16. 10. 2010 12:29:00 |
Šerpa, vielleicht stellt die Tilija-Versicherung trotz A-Versicherung ihre eigenen Regeln auf, denn vor 20 Jahren hatte ich große, langwierige halbejährige Probleme bei der Schadensabwicklung am Fahrzeug, trotz meines unbestreitbaren Verfahrens. Ich denke, dass diese Versicherung auch jetzt noch keinen guten Ruf hat.
|
|
|
|
| šerpa16. 10. 2010 12:46:44 |
Leider höre auch ich mehr Beschwerden als Lob über diese Versicherung. Im Vergleich zur Kfz-Versicherung ist es ein ähnlicher Lapsus, wenn die Versicherung nur den unmittelbaren Schaden durch Wildunfall deckt, was bedeutet, dass wenn du nach dem Aufprall in einen Graben fährst und die Hälfte des Autos zerstörst, nach ihnen die indirekten Schäden nicht übernommen werden.
|
|
|
|
| ugn16. 10. 2010 14:22:22 |
in keinem Fall kann eine Versicherung Schäden decken, wenn kein Unfall vorlag. Das wäre gegen den Versicherungskonzept und würde unendliche Missbrauchsmöglichkeiten bieten und wäre deswegen kostentechnisch unhaltbar. Stell dir vor (hypothetisch), jemand klettert in der Skuta und entscheidet sich, dass er keine Lust mehr hat und mit dem Helikopter nach Hause will... natürlich hat er vorher eine passende Versicherung abgeschlossen...
|
|
|
|
| Jaša16. 10. 2010 14:36:10 |
BT88 GRS-Leute sind Freiwillige. Die Kosten, die entstehen, macht vor allem der Hubschrauber. Und nein, du kannst nicht sagen, kommt mich zu Fuß holen. Abhängig von verfügbaren Mitteln und Schwere der Situation leisten sie Hilfe. Ich würde nicht meine Hand ins Feuer legen für diese Worte, aber ich bin ziemlich sicher... wenn nicht, soll mich jemand korrigieren! Traurig ist, dass für weniger wichtige Aufgaben, manchmal priorisierte, weder Versicherungen noch Zivilisten im Spiel sind. Wird problemlos aus dem Staatsbudget gedeckt. P.S. Nicht zu viel Galle spucken, lohnt sich nicht.
|
|
|
|
| ljubitelj gora16. 10. 2010 14:40:28 |
Falsch dargestellt, also wenn du verletzt bist hast du kostenlose Bergung, wenn du beim Klettern stecken bleibst, zahlst du die Bergungskosten selbst. Mir ist erleichtert
|
|
|
|
| Jaša16. 10. 2010 14:50:50 |
unter der Voraussetzung, dass du passende Ausrüstung hattest, pumpst du nicht auf,... Ansonsten im Schach, wenn "Matt" naht, ist es ein Sieg, "Patt" zu erzwingen (unversehrt bleiben ohne Abstiegsmöglichkeiten). Lp, und mögen die GRS-Leute so viele ruhige Tage ohne Anrufe haben...
|
|
|
|
| Bojan_A16. 10. 2010 20:43:33 |
Alles was ihr gesagt habt, stimmt größtenteils. Ich kann mich aber nicht mit Jure S einverstanden erklären, der mich beschuldigt, ohne entsprechendes Wissen geklettert zu sein. Zwar habe ich keinen Alpinkursabschluss, aber mein Seilpartner hatte einen. Nach den Regeln dürfen zwei Kursanten nicht zusammen klettern, eine Kombination aber schon. Tatsächlich fehlt mir nicht das Wissen, sondern nur das Papier. Was zählt hier? Kommt auf den Betrachter an - werdet ihr sagen. Wie es mit meiner weiteren Bergtätigkeit weitergeht, weiß ich noch nicht. Ich habe erkannt, dass Alpinismus ein sehr gefährlicher Sport ist, in dem man nie 100% Sicherheit garantieren kann.
|
|
|
|
| Jaša16. 10. 2010 20:49:02 |
Nur um es endgültig zu klären... Bist du zur Versicherung gegangen, und was war die Antwort? Gilt das bis 2800€ oder nicht in diesem Fall? (wenn du kein PD-Mitglied bist, musst du nicht antworten ) lp
|
|
|
Um einen Kommentar zu veröffentlichen, müssen Sie sich anmelden:
Falls Sie noch keinen Benutzernamen haben, müssen Sie sich zuerst
registrieren.