| VanSims25. 07. 2014 22:25:09 |
Als ich noch klein war, habe ich Papa oft dies und das über Berge gefragt. In seinen jungen Jahren ist er oft mit Kumpels in die Berge gegangen. Ich erinnere mich, dass ich ihn auch gefragt habe, wie schwer die Aufstiege zu den Gipfeln sind, und für Mojstrovka sagte er, es sei ziemlich schwer. So dachte ich, Mojstrovka heißt so, weil man schon ein Meister sein muss, um draufzukommen. Heute weiß ich natürlich, dass es nicht so ist, aber die "logische" Assoziation ist im Kopf geblieben: Mojstrovka - Berg für Meister!  Am vorletzten Samstag fahre ich also nach Vršič. Auf dem Weg zum Pass überraschen mich Kühe auf der Straße. Kleiner Slowene, der Touristen terrorisiert! Melde es der Polizei! Trotz Gewittervorhersage nachmittags gab es einige Besucher und geparkte Autos, wenn auch weit von der üblichen Menge zu dieser Zeit. Oben parke ich und schon kommt die Parkwächterin. Ich fahre sofort weiter und parke tiefer. Dann gehe ich Richtung Slemenova špica. Überhole Spaniergruppe, die wahrscheinlich dorthin wollte, ich biege bei Vratca zum Einstieg in Hanzweg ab. Bei Vratca treffe ich Paar, Ausländer. Er hatte Helm, sie in - Sneakers. Sagen, sie gehen zur Mojstrovka. Hmmm... Nun, wahrscheinlich hat die Schneefläche am Anfang (jetzt nach Bildern oben sehr machbar) positive Rolle gespielt und viele Unerfahren verscheucht, da ich sie nicht mehr sah, obwohl ich vor Einstieg noch rumstand und Ausrüstung justierte. Am Einstieg einige Ausländer (in unseren Julijci sicher mehr als Slowenen) und zwei Slowenen. Nach anfänglichem Gerenne wegen Schnee (jetzt viel leichter) fing der Spaß an. Für slowenische Verhältnisse wirklich gut gesichert, obwohl einige ungesicherte Stellen dazwischen. Mitten im gesicherten Teil begann es sich zu bewölken. Von Tromeja-Richtung kam Schauer, über Kranjska gora und ich fürchtete Regen, aber er zog weiter durch Zgornjesavska-Tal. Aussicht vom Weg super: Karawanken-Grat von Kokova (Coccau) bis Kepa natürlich Špik und Martuljek-Gruppe und Prisank, andere Seite Ponce, später Planica-Schanzen und Tamar, schön auch auf Slemenova špica. Unvermeidbar Dobrač sichtbar, weiter Hohe Turje nicht wegen Wolken. Gesicherter Teil ziemlich lang und Ende umgehe Schneefläche dann freiklettern bis Gipfel. Hat mir gefallen. Meist nach Ferrata-Ende läuft man zum Gipfel z.B. Grat entlang, hier spannend bis zum Schluss.  Oben Himmel verdunkelt sich und schaue nach Österreich wo schon richtig regnet. Da warten Schafe auf mich. Springen auf mich als ich Kekse aus Rucksack hole! Fast zertrampelt. Ja ja kriegt ihr welche, ja! Jetzt muss ich auch essen. Als Kekse weg interessierten sie mich nicht mehr und flohen sogar als ich streicheln wollte. Dann umschauen, schön auch zur Primorska-Seite, aus Wolken zeigt sich westwärts Mangart aber jetzt sehe dass aus Österreich nah: hinter Ponce alles schwarz! Abhauen! Verabschiede mich von Schafen und ab bergab. Normale Rückweg nach Vršič (südlicher Pfad) schlecht markiert, mind. abwärts, obendrein oben sehr bröcklig. Stöcke sehr hilfreich, besonders mit Gewitter im Rücken. Und so rast tschechische Familie vorbei: Dobry den!, Ahoj! Während ich vorm Gewitter floh, stiegen sie auf! Respekt ihnen!  Bergab nur leicht nassgespritzt. Interessant wie auf Gorenjska-Seite richtig donnert, auf Primorska nur bewölkt und trocken. Vršič scheint Wetterbarriere! Weg trotzdem nass, besonders knifflig durch Rinne, danach im Tritt, nach Vršič noch ca. halbe Stunde. Dort ins Tičarjev dom auf Bier, Wurst und Kraut. Die Spanier saßen am Nebentisch und plauderten. Gehört auch: los Slovenos! Hoffe sie sagten Gutes über uns und nahmen gute Eindrücke mit, trotz erneuter Überraschung auf Rückweg nach Kranjska gora: Kühe wieder auf Straße! Gar nicht vorbeikommen. Verscheuche mit Dauerhupe ca. eine Minute. Polizei wieder angerufen, sagten waren morgens oben! Man glaubt es nicht wie verschroben der Kerl. Polizei geht, er stellt Kühe wieder auf Straße. Nicht auszuschließen dass er von fern zuguckte und sich amüsierte. Schert sich nicht um Schäden, geschweige Unfall. Warum fahrt ihr nach Vršič!  In KG noch Eis dann heim! Minus wenig Regen - tolle Tour!
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