Gestern (Mittwoch, 21. Oktober) über Najnar Štant und Petkove Njive nach Korošica und zurück. Der Abzweig des Jagdwegs liegt immer noch in ca. 1000 m Höhe, nur die Wurzel, die letztes Jahr als Anhaltspunkt diente, ist schon etwas morsch. Kurz bevor der Weg ins westliche Hang überwechselt, muss man zweimal eine Erdrinne queren, in der der Weg für ein paar Meter fast verschwindet. Und da die Rinne unten einen unvorhersehbaren Abgang hat, bin ich dort ziemlich vorsichtig gegangen.
Die Fortsetzung ist im Stil von Jagdwegen. Der Steg ist manchmal grasbewachsen, stellenweise exponiert über steilen Wiesen und Waldhängen, manchmal eng, aber immer ganz gut nachverfolgbar und sehr wenig begangen. Im Wald, obwohl Herbst, ist er nicht allzu belaubt. Hinter den Überhängen (Höhlen, in der letzten sichtbare Feuerreste) bin ich scharf rechts hochgeklettert über einen kurzen Überhangschritt, wobei mir eine Seilschlinge hilfreich war, die wer-weiß-wann an einer Wurzel befestigt wurde. Auf dem Fels darunter hilft zur richtigen Richtung auch eine rote Linie. Die Rinne aus festem hellgrauem Gestein hochgeklettert (ca. 25 m, erste 5 m gute I, Rest leicht, auch dort rote Linie unten) und links auf einen Steg in den Wald. Noch ein paar Dutzend Meter und ich war auf dem Weg über den Skok. Außer den genannten keine anderen technischen Schwierigkeiten auf diesem schönen Weg.
Die Šraj Peski sind zum Abstieg gemacht, am rechten Rand direkt unter der Wand schien mir der Aufstieg am einfachsten. Erster Schnee im Schutt am Rand der Petkovih Njiv. Auf der anderen Seite in der Mulde, auf der der Weg zum Brandplatz der Hütte geht, ca. 20-30 cm. Genug, dass ich mich mehrmals bis zur Hüfte zwischen Felsen eingesunken bin. Und öfter, hätte es nicht ein- oder zweitägige alte Tritte gegeben, anhand derer ich die meisten solcher Fallen rechtzeitig erkannte. Danke dem Vordermann! Die Sonne, sonst hinter Wolken versteckt, die mir auf den Šraj Peski Energie saugten, wich Nebel auf Korošica. Die verbrannte Hütte sah grauenhaft aus, wie alte Schwarz-Weiß-Bilder von kriegszerbombten Häusern.
Ich fühlte mich unwohl und kehrte ziemlich schnell zurück zu den Šraj Peski, wo noch Sonne schien. Schon tiefer im Wald sah ich am Jagdweg-Abzweig ein verblasstes "Lovska"-Schild mit Pfeil, das bergauf nicht gesehen hatte. Keine Lust, den Skok 100 Höhenmeter tiefer zu checken. Auch kein Enthusiasmus für Umgehung des Felsens per Prusik von Lijaneja (hat mich mal lang her gerettet, danke auch dir, Anton!). Zurück auf dem Anstiegsweg. Ging wie ein Blitz, sogar das lästige doppelte Rinne-Queren ohne Zögern. Vielleicht weil bergauf an kritischen Stellen fester mit Sohlenrand gedrückt und Abdrücke im Boden blieben, die bergab super halfen.
Ein toller Tag hinter mir: Sonne, Schutt, Schnee, Nebel und genau die richtige Anzahl Steinmännchen auf dem ursprünglichen Jagdweg durch wilde und einsame Winkel.