Bei jedem Besuch der Matkova Kopa lockte mich der Matkov Zahn und dann der Aufstieg weiter den Grat hoch zum Kopa-Gipfel. Nun, heute hat alles gepasst. Mit dem Auto bin ich noch höher als Matka gefahren. Dann vom Lesnikovo Sattel den Grat hoch zum Jerebičje. Das ist für mich ein wundervoller Weg, der Seele und Körper erfüllt. Auf dem Jerebičje-Gipfel erblicke ich meine Ziele von gestern. Der Zahn beunruhigte mich mehr, da es einige Beschreibungen zur Kopa gibt, aber keine zum Zahn. Auf dem Jerebičje wusste ich also noch nicht, was mich erwartet. Langsam weiter den Jerebičje-Grat abwärts zum Matkovo Sattel und im Kopf beim Blick zur Kopa meine Route zur Spitze gezeichnet. Volkovs Bild und Beschreibung halfen mir sehr. Danke! Wo ich rechts abbiegen musste, wusste ich schon vorher, als ich Teile dieses Weges mal gemacht hatte. Der Pfad zum Doppelfenster, tatsächlich sind es fünf, ist sehr gut nachvollziehbar. Durch die zwei größeren Fenster zweimal durch und dann abgestiegen zur tief gähnenden Rinne unter mir, die hoch zum Grat führt. Am Rand der Rinne tiefer ab, vorsichtig durchquert und auf der anderen Seite zum Zahn hochgeklettert. Verdammt, aus der Nähe war der Zahn nicht mehr so leicht. Rechts bot sich eine schmale Bankel als einzige Möglichkeit hoch. Zuerst tief durchgeatmet und dann konzentriert angepackt. Gut, dass Fels hier kompakt, schwieriger Teil kurz, Buschwerk hilft und Griffe sicher, sonst hätte ich aufgegeben. Abstieg machte mir noch Sorgen. Der Zahngrat ist eng und bei starkem Wind forderte Konzentration. Nach Eroberung beider Zahnspitzen bot sich Abstiegsvariante vom Sattel dazwischen auf andere Seite. Dazu entschieden. Anfang einfach durch Gebüsch an Wand, dann fordernde Meter Querung in fast senkrechter Wand und Abstieg in schuppigen Überhangbauch. Beim Aufstieg zum Ausstieg entdeckte ich schönes Dreifachfenster mit Resten Wildtierskelett darin. Nach forderndem Abstieg vom Zahn habe ich ein bisschen nachgedacht. Dann zurück in Rinne hoch zum Grat. Neigung nahm zu. Höher spaltet sich Rinne. Rechte nicht passend, da höher fast senkrechte unbekannte Wand. Linke bewachsen, also mittlere gewählt. So im genussvollen Klettern Rinneende am Grat für Kopa. Grat am äußersten rechten Rand, da fast kein Gebüsch, das Wenige zu Nutze. Höher wieder zwei Optionen. Schmale fast senkrechte Felsenstufe oder leichterer Steg drum rum leicht abwärts rechts und höher Rinne zum Gipfel. Felsenstufe lockte, erste Meter schrofig und beim Blick auf Steg unten fast bereut. Doch nach Metern solide. Letzte Meter zur Spitze unbeschreibliche Gefühle. Janez, gelungen. Lange auf Gipfel genossen. Andere Gipfel leer, nur auf Ojstrica jemanden bemerkt der nicht eilte ins Tal. Abgestiegen leichtere Matkoseite, von gestern richtig leicht.
Gruß und sicheren Schritt unter schönen Golte, Janez