Ich hoffte, dass am Ende der Woche alles gut sein würde und das Wetter wie vorhergesagt halten würde, sodass ich glücklicherweise Richtung Olševa aufbrechen könnte.
Das Glück war auf meiner Seite und ich parkte in Solčava kurz vor 6 Uhr. Der Blick schweifte zu den Hängen, über die Nebel aufstiegen und den Blick langsam klärten. Zuerst mit dem Rad zu Sv. Duh in Podolševa. Luft gut, keine Eile. In einer guten Stunde und einem halben parkte ich bei Strevca, aß ein Croissant mit Marillenmarmelade, trank Wasser dazu und setzte den Weg zur Grenze fort. Der Pfad entlang der Grenze war nass bis zum Anstieg in den Klüften zur Potočka zijalka. Alles schmatzte. Am Abzweig entschied ich mich für die Richtung Lipševih vrat, die ich noch nicht gesehen hatte und da sie mich schon länger locken, war heute wohl der richtige Moment für einen Besuch. Ein paar kleine Rätsel, Schritte über umgestürzte Bäume und bald war ich da. Pfad gut begehbar, Sicherungen ok und Tore wunderbar. Der ganze Komplex steinerner Skulpturen ist ein Kunstwerk und ich wusste sofort, dass ich wiederkomme. Von den Toren aus unmarkierter Pfad zum Obel kamen. Pfad einsam und steil. Nach ca. 40 Min. querte ich das zweite Schuttfeld rechts, dann zog die Spur vorbei an der umgestürzten Preža weiter rechts und verschwand bald. Sagte mir, ich versuche trotzdem einen Übergang am SW-Grat zu finden. Als ich auf die Südseite trat, kam ich irgendwie über steilen grasigen Graben und Gemsenpfade zum Grat. Wollte nicht zwischen Säulen absteigen und da der Nebel mich jagte, war es adrenalinreich. Hielt mich an Kanten, bewegte mich langsam rechts, hoch runter über schwierigere Passagen Richtung markiertem Obel kamen und als ich ihn unter mir sah, war ich froh. Auf Pfad unter Wänden am Abzweig links Obel kamen rechts Govca. Jede Lektion kostet, da dieser Abschnitt Energie kostete, war der Gipfelspurt gut außer Atem. Gipfel sonnig und nicht zu windig. Beim Umschauen bemerkte ich eine Spur, die mich hochgebracht hätte, wenn ich sie nicht verfehlt hätte. Muss wiederholen. Etwas gesessen, gesnackt und weiter am Grat zu Govca. Pfad ohne Besonderheiten. Genoss Ausblicke und abwechslungsvolles Gelände. Auf Olševa schön, einige Besucher. Abgestiegen vorbei an Potočka zijalka zu Rogarja, bei Strevca für ein Getränk und zurück ins Tal. Dazwischen setzten sich Wolken wieder auf die Gipfel.
Dankbar. Sichere Tour!