Gestern (Freitag, 08.11.2024) auf den Gipfel über Smrajko auf der Westseite des Tales hoch und Ostseite runter.
Morgens hat mich kurz hinter Podkuž überrascht, wo ein deutscher Lkw-Fahrer-Wohnmobil fast die Hälfte von ca. fünf Parkplätzen blockiert hat. Eis hat mich auf dem Radweg bis zum oberen Rand der Lichtung bei Podkuža begleitet, wo ich links in den Wald abbog, bis ich auf Steinmännchen einer kaum sichtbaren Jagdsteig stieß.
Am Sattel biegt rechts ein markierter Steig ab, der quer zum Lešnik-Graben und darüber zur Salzlecke und vielleicht weiter führt, wo ich die Neugier gelassen habe, umgekehrt bin und vom Sattel quer links fortgesetzt habe. Zeitmangel durch diese Exkursion hat mir abends das Leben verbittert. Nach ca. 150 m biegt rechts und bergauf ein toller Jagdsteig ab (erinnert mich irgendwie an den Martinj-Steig), der über einen Felskopf in den Wald unter Smrajko und weiter zur Jagdhütte führt.
Soweit ich verfolgen konnte, führt der Hirtenübergang zum Kamm über das Gebiet der östlichen Schutthalden des Cijanica-Kessels unter dem Vrtaški vrh. War schon da, aber keine Lust, Knie im Schutt zu zermürben. Deshalb bin ich lieber in den mäßig steilen Wald im Westteil des Tales gestiegen. Ging besser als über steinigen Schutt, links in feuchten, grasigen Graben fortgesetzt, aus dem nach ca. 100 Hm wieder links ausgestiegen. Von hier bis zur Felsbarriere ca. 250 Hm verdaulicher bewachsener Schutt, oben abgeschlossen von Lagern größerer Steine. Dazwischen hier und da zwischen offenen steinigen Lichtungen kurze Alpendornendurchgänge. Wild hat unter der Wand einen freundlichen Steig vorbereitet, auf dem ich unter steilen Hängen, die diesen Talteil schließen, bis zum Osthang quere. Dort führt wieder ein Steig mit vielen Wildspuren und null Menschenspuren ziemlich bequem über die Barriere (insg. ca. 70 Hm) und legt sich dann.
Unter den Wänden von Vrtaški vrh und Urlež bin ich ca. 0,5 km nach rechts weiter. Der Steig hier teils über Schutthalden, teils über grasige Hänge war gut sichtbar, stellenweise durch Eis vereist. Der Urwald aus Alpendornen am Ende hat mich etwas baff gemacht, unter Zweigen Tierfährten, keine anderen Zeichen eines Weges. Aber ich hab mich irgendwie nach links durchgeschlagen und schnell die (schlecht) markierte Spur zum Vrta-Kamm getroffen. Die Sonne, die ich den ganzen Weg nicht gehabt hatte, wärmte mich angenehm, über mir weidete fröhlich eine Herde von ca. 50 Gams (sahen stark und gesund aus) und bewegte sich Richtung Vrata ungefähr so schnell wie ich keuchend hochkeuchte.
Ausblicke vom Kamm natürlich großartig, nur etwas neblig. Und völlig einsam.
Abstieg gleicher Weg, erster Knackpunkt natürlich Rückkehr durch Alpendornen, aber Glück gehabt. Nach der Barriere runter in die Talmitte und langsam auf felsigem Rutsche Richtung Ostseite weiter. Ein paar kurze Durchgänge durch Dornen kein Problem, etwas ätzender das erste enge steinige steile Schuttfeld ohne Halt für Füße, daher fest am Dornengebüsch gehalten. Wie beim Aufstieg von der anderen Talseite beobachtet, könnte man diesen Teil evtl. links umgehen über eine schmale Lichtung im Dornen (Foto).
Fortsetzung mehr oder weniger schuttig bis ca. 1400 m ü. NN, wo Dornen fast die ganze Talbreite einnehmen. Übergang nur wenige Meter vom äußersten rechten Rand, Dutzende Meter unter dem Übergang entdeckt scharfes Auge ein Steinmännchen dann noch eines, die durch kurze Dornenbarriere auf enges Schuttfeld zeigen.
Ich sag's: Vom Jagdhüttenweg an bis auf die oben genannten zwei Steinmännchen kein einziges Zeichen gesehen, z.B. kein abgeschnittener Ast, der auf Übergang hindeutet, ein paar Meter tiefer an zwei Bäumen zwei blaue Punkte, die den Weg aus dem Tal nach der anderen Variante zeigen.
Über dem Schuttfeld, das stellenweise fast verschwindet dann wieder aufgeht, abwärts bis ich rechts weiße Birke sah, ca. 20 m drunter Salzlecke, daneben schlecht sichtbarer Weg rechts von Felskopf, von dessen anderer Seite der Jagdsteig kommt. Steinmännchen gefolgt und Tierfährten rechts um Fels bis mich im Dunkeln kleiner aber weiß leuchtender Steinmann auf Quersteig und vorbei Abzweig zum Jagdsteig zur Sattelscharte mit Abzweig zu Lešnik-Graben und Salzlecke lenkt. Tiefer verliert sich der Weg völlig, ich hab mich auch in riesigem Gras mit Brombeeren und stolpernden Löchern verirrt, aber letztlich Ausgangslichtung und Straße gefunden. Nächstes Mal am Weganfang weniger neugierig.
Verhältnisse natürlich trocken, jahreszeitgemäß und wechselten unabhängig von Höhe. Erstes Ausrutscher morgens auf Brücke über Save, ein- zweimal höher beim sorglosen Springen von Fels zu Fels, dann plötzlich und wer weiß warum vereist.