| facko12. 09. 2016 17:28:57 |
Nach mehr als 20 Jahren wieder auf dem Triglav! Hand aufs Herz, der Triglav hat sich mir schon immer wegen der Überfüllung gesträubt. Schönerer Blick auf den Očak von umliegenden Gipfeln. Aber …  Unser junger Bursche wollte seit einigen Jahren auf den Gipfel. Hat ständig den Aljaž-Turm gezeichnet, im Netz viele Bilder und Videos angeschaut, größter Eindruck letzter Dokumentarfilm über „Blech mit Seele“. Wir suchten Möglichkeiten und Wege, seinen großen Wunsch zu erfüllen: selbstständig, mit Führer, Kombi … Nach drei Probentouren im Hochgebirge zeigte sich die Lösung des „Problems“: Vater und Sohn in Seilschaft. Auch das „richtige“ Datum gewählt bei schönem Wetter (= möglichst viele Bergsteiger), und als Sahnehäubchen die Feier zum 120-jährigen Jubiläum des Triglav-Hauses fiel in unsere Pläne …  Wie es sich fürs erste Mal gehört, Startpunkt Rudno polje gewählt, weiter vorbei Vodnik-Hütte nach Kredarica. Dort alles für die Feier vorbereitet, der wir nicht beiwohnten, da wir so viel Energie wie möglich für den nächsten (langen) Tag sammeln wollten. Beobachtete natürlich auch die Lage auf und unter dem Triglav: vom Gipfel stiegen die letzten Gruppen von 100 Frauen zu Planika ab, von Kredarica stiegen noch immer viele Besucher auf. Die Rückkehrer waren schon etwas müde, ausgerüstet als kämen sie gerade aus einem Sportgroßmarkt: (eng anliegende) Kleidung in allen Farben und Schattierungen, Sonnenbrillen hipper Marken, von Kopf bis Fuß ausgestattet ...  Na ja … da wir die Feier selbst nicht mitmachten, hörten wir zumindest den zweiten Teil, „po domače“ genannt, akustisch aus dem Zimmer: Harmonika und Zithern, Sänger und Trinker; Bier kühlte vergebens die erhitzten Kehlen. Avsenik, Slak, Mihelič, dann Modrijani und andere Volks-/populäre/Bier-Lieder hoben die festliche Stimmung. Am nächsten Morgen nach 5 Uhr aufgestanden für einen kleinen Spaziergang um die Hütte, die Ausdauerndsten stiegen schon im Schein der Kopflampen zum Mali Triglav auf. Hab sie ein bisschen geneckt – mit Laser-„Stift“ Reichweite bis 2 km, hab ihnen ein bisschen geleuchtet – auch denen auf dem Gipfel. Im Dunkeln war der grüne Lichtstrahl hervorragend sichtbar … Nach Frühstück angerüstet und langsam zum Gipfel hoch. Dazwischen kurze Pausen, Treffen an Engstellen, kurzum – Klassiker. Gipfel wie immer: Fotos, Taufe, Anrufe nach Hause usw. Abstieg ebenso gemächlich; Richtung Planika mehrmals Steine talwärts … Unseren Marsch beendeten wir abends am Ausgangspunkt. Ratet mal, wer am Ende müder war?
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
| (+10) |  | |
|
|