Zu erwarten, dass wir jetzt wegen dieses Unfalls alle zu Hause auf den Sofas vor dem TV bleiben, ist Utopie. Ich persönlich bin solche winterlichen Unternehmungen wie Dejan postet nicht fähig, weil mir die Kondition fehlt, außerdem habe ich Angst um meinen eigenen Arsch und es fällt mir nicht ein, in solchen Bedingungen auf den Triglav zu rennen, da reicht ein falscher Schritt, um paar 100 Meter tiefer zu rutschen. Lieber halte ich mich an niedrigere Hügel und Berge, aktuell 1500 bis 1700 m, und solche, bei denen ich weiß, dass keine besonderen Gefahren sind. Wenn die Verhältnisse besser werden, gehe ich auch höher. Ich bewundere Dejan, dass er das schafft und wagt. Ich nehme an, sie haben vorher die Verhältnisse geprüft und die "sicherste" Aufstiegsrichtung gewählt.
Und noch das, Zelenica war am Wochenende rappelvoll, trotz Wind und 3. Lawinenstufe (Hütte natürlich offen), und ist auch nicht so harmlos, da Lawine von Begunjščica oder Plota kommen kann. Auf der Servicestraße, die offiziell gesperrt ist, sind sie mit 3-jährigem Kind rodeln gegangen. Und als der GRS-Mann sie gewarnt hat, dass es nicht sicher ist, hat der Vater ihm gesagt, er soll die Klappe halten, was weiß der schon. Leute kommen erst zur Besinnung, wenn sie persönlich eine Tragödie ereilt, vorher nicht od. einige auch dann nicht.