Obwohl ich die Bala-Tal schon mehrmals besucht habe und die grasigen Hänge unter Stador, wo Gämsen oft faul liegen, gehe ich heute mit anderem Ziel los. Morgen weckt uns in Bavšica mit angenehmem Treffen mit Herrn aus dem anderen Ende Sloweniens, der heute zu Pelce geht, weil er erfahren ist und schneller vorangeht, wir wecken den Tag in Stille, aber trotzdem stören zweimal das morgendliche Weiden eines Rehs, das warnt mit Aufregung, dass sich jemand in seinem Revier bewegt. Bei der Jagdhütte in Bala biegen wir links in den Wald. Der Steig ist gut sichtbar. Höher wärmt sich Murmeltier in Morgensonne, von Stador guckt Gämse stolz zu uns. Steig auf grasigen Hängen gut sichtbar, zum leichteren Folgen helfen wir uns mit Steinmännchen, die danebenstehen. In Höhe ca 2000 m, etwas unter Tal zwischen Vrhovi, westlich Stador, vor uns fliegt Schwarm (ca 10) wahrscheinlich junge Schneehühner oder Schneehühnerhennen aus Nest (zu schnell gesehen). Weg ab hier, also ab ca 2000 m schlechter sichtbar, aber noch nachverfolgbar dank Steinmännchen. Ca 250 m unter Gipfel vorsichtiger auf Schritte, dann bald direkt unter Gipfel, wo rechts darunter Herde von ca 30 Gämsen verscheuchen. Vom Gipfel toller Rundblick überall bis österreichische Berge und zum Meer. Stolz ferner Triglav, mächtige Viševa und Montaž-Gruppe, Mangart und Jalovec wie auf der Hand...Beim Blick von Triglav zum Meer kann ich meine Augen nicht schärfen, um unseren Morgen-Nachbarn zu bemerken, dem ich für die freundliche Nachricht danke, die uns beim Rückkehr auf meinem Autowischer wartete. Die Tour ist sehr schön und empfehle sie. Bald auch zu Pelce auf Empfehlung unseres Morgen-Nachbarn.