| j.6. 05. 2022 11:57:41 |
Vorvor gestern (Mi, 4. Mai) vom Parkplatz am Jasna-See zur Hütte in Mali Pišnica und über Jägerpfad nach Ciprnik. Abstieg entlang Grat Vitranc vorbei Vratnik nach Jasna. Vom Jasna-Parkplatz mehrere Arme der Mali Pišnica queren. Mittlerer Weg über Tal zerstört und gefährlich an mehreren Stellen, seit Jahren gesperrt. Darunter noch ein Weg, aus Talmulde über buschiges Grätchen hoch, Atem und Vorsicht nötig. Fortsetzung mit kurzen An- und Abstiegen zu Schuttkegeln mit schönem Blick auf schneebedeckte Mojstrovka über blaugrüne Pišnica. Bis Jägerhütte noch ca. 1 km und einige Dutzend Höhenmeter. Weg nach Ciprnik anfangs gut nachvollziehbar, im höheren Wald mehrmals verloren, schnell wiedergefunden. Etwas unter 1450 m quer rechts, dann über Polischi mit Seil an PZS-Haken gesichert. Ca. 100 m weiter lose, ziemlich alte Stahlseile als Stütze bei etwas anspruchsvoller Querung exponierter Rinne. Halten, aber nur als Unterlage genommen! Mitten Haken senkrecht, drehte sich in der Hand. Letzte Meter Seil eigentlich nicht nötig, aber geprüft: loser Draht löste sich von gesägtem Ast, an dem Ende steckte. So sehen Jägerpfade aus. Ca. halber km weiter nächste Rinne mit buschigem Hang, aus der Ferne Reste beschädigten Mittelwegs geahnt. Zur Querung schrieb Spleza, zeitloser Experte für Solopfad, vor über 15 Jahren: "Weit Rinne quer... Über Frnikulce... Extrem rutschgefährlich! Aber Drahtseil, obwohl schlaff, am Ende herausgerissen". Schlecht getretener Pfad führte direkt dorthin. Freudig dünne Jägerseile um Ecke gesehen. An buschige Äste unterschiedlicher Festigkeit gebunden, leiteten sie weg vom breiten Rinne, feuchte Rinne links hoch durch Busch ins Wald. Steilheit ließ kaum nach, aber im Wald etwas leichter. Auf leichterem Gelände meist unsichtbarer Jägerpfad (letztes Mal bei Kuklarje gemerkt). Hier aber versorgt. Mitten im Nirgendwo, Pfad wieder weg, erschien zauberhaft künstlerisch gestaltetes Schild Ciprnik: 45 Min., schräg links hoch. Ja! Zum Gipfel Formalität. Grat meist verschneit, auch nördliche Hänge mit viel Windschnee. Daher trockene Südseite des Grats, nahe Gipfel aber kurze schneise Abschnitte unvermeidbar. Nichts Besonderes, aber mehrmals eingebrochen, Strafe für Gamaschen im Auto gelassen. Aussicht Gipfel einzigartig, Erhabenheit durch hohe Bewölkung etwas gemindert, die Glanz der umliegenden Gipfel nahm. Blick auf ungezähmte, wilde, schwer zugängliche Enden lässt selten kalt. Besonders, wenn Privileg durch prächtige Wanderung durch abgelegene Winkel der Mali Pišnica gewonnen. Abstieg nicht zu schwer. Auf Vitranc neue Seilbahn im Bau. Pfad über spitzen Grat zu Vratnik wirkte schlecht geführt und zu steil, verwöhnt von künstlerischen Schlangenlinien des Jägerpfads. Wahrscheinlich keine Alternative. Kurz vor Ende zwei junge Kerle überholten. Beide Shorts. Erster in Lederschuhen für Büro ohne Rucksack. Zweiter mit Rucksack, aber barfuß . Weitere Bilder auf Modrini neba.
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