| GITA3. 04. 2020 22:43:56 |
Hallo meine lieben Forenfreunde! Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber ich mag dieses Forum wirklich. Und es ist wirklich traurig und schwer anzusehen und zu lesen, wie Themen einen nach dem anderen Tag für Tag mit Vorwürfen, Spott, Hohn, Prahlerei usw. vermüllt werden... Ähnlich wie @funnyboy schon schrieb... Ich melde mich selten in solchen Debatten, diesmal doch... Im Gegensatz zu manchen kommt mir nicht in den Sinn, mich zu beschweren, weil ich nicht aus meiner Heimatgemeinde darf oder das genannte Dekret verletzen. Gerade nicht wegen denen, die momentan in unendlich schlechterer Lage sind als ich. Ich denke vor allem an Gesundheitsarbeiter, Händler, Zivilschutzmitglieder, alle Angestellten in weiterlaufenden Betrieben. Sie sind täglich der Infektionsgefahr ausgesetzt, folglich auch ihre Familien. Das sind echte Sorgen!!! Nicht dass wir gerade nicht auf den Viševnik oder sonstwo können. Und dass unsere Kondition deswegen nachlässt, unsere Aufstiegszeit sich verschlechtert usw... Und gleichzeitig fällt mir nicht ein, neidisch auf die zu sein, die in "bergigeren" Gemeinden leben... Auch wenn ich dort wohnen würde, würde ich mich nicht ins Hochgebirge wagen, noch auf geschlossene Bergwege... wahrscheinlich muss ich nicht erklären warum nicht. Etwas mehr Empathie in diesen Zeiten würde manchen nicht schaden. Ich würde mich vor Scham in den Boden bohren, wenn wegen meines eigenen Egoismus und folglich eines möglichen Unfalls (wir wissen, sie passieren auch den Besten) ich ein Bett auf der Intensivstation jemandem wegnehmen würde, der sich mit dem Virus infiziert hat und kritisch ist. Und zusätzlich Retter, Ärzte und anderes medizinisches Personal belasten... Ich verstehe das Gefühl des Bewegungsdrangs, denn ich fühle genau das auch... und wenn es wirklich nur um Bewegungsbedarf geht, frage ich euch... kennt ihr die verschiedensten Pfade und Stege, die ihr vielleicht paar hundert Meter hinterm Haus habt? Sie führen vielleicht nicht zu Zweitausendern, vielleicht applaudiert euch keiner dafür oder gratuliert oder liked, aber glaubt mir, sie stillen den Bewegungsdrang. Es ist mir fast peinlich zuzugeben, aber ich bin eine waschechte Laibacherin. Seit dem letzten Vierteljahrhundert wohne ich "einen Steinwurf" von Šentvid (über Laibach). Aber im Leben bis heute war ich noch nie auf dem Šentviški hrib. Heute zum ersten Mal. Der Anfang eines der Pfadchen ist sagen wir 200 Meter hinterm Haus. Wir haben eine wunderschöne Strecke gemacht, und ich konnte mich nicht genug wundern, welch schöne Welt ich quasi vor dem eigenen Hof habe. Oder gestern... einen ganz langen Spaziergang (fast 13 km) entlang der Save... herrlicher Weg! Für einen ähnlichen sind wir vor gut zwei Jahren fast 200 km gefahren zum Ausgangspunkt... Auch ich kann nicht überall hin, wo ich will. Schon nicht in die nahen Polhograjce. Zu Fuß könnte ich in unter einer Stunde da sein, aber was, da ich bald in der Nachbargemeinde wäre. Oder der Fall Šmarna gora... Ich liebe sie unendlich, praktisch vor der Nase, aber was, vor zwei Tagen als wir sie auf dem Freiheitspfad umgangen haben, um den Gipfel zu meiden, stellten wir fest, dass wir zwischendurch ein bisschen in die Gemeinde Vodice und ein bisschen in Medvode getreten sind... ... Uuups, tun wir nicht mehr... Uh, ich glaube, ich bin schon zu lang und viele sind nicht ans Ende gekommen... aber trotzdem... in jeder, selbst der schlimmsten Sache findet sich etwas Gutes! Lasst es uns finden! Seien wir dankbar für das, was wir haben, statt zu trauern um das, was wir nicht haben! Erforschen wir unsere nähere Umgebung und entdecken etwas Schönes, das wir bisher nicht kannten! Freuen wir uns, dass wir (vorerst) gesund sind. Wegen all jener, die diese Tage schuften, respektieren wir Verordnungen und Verbote, statt sie ihnen zum Spott zu brechen... Und um Himmels willen, halten wir dieses Forum freundlich und lesbar... um aller willen, die dort Infos suchen, und um der beiden Administratoren willen, die es (mit)erschaffen... Alles Gute euch und bleibt gesund! Die Berge warten!
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