| ppegan22. 12. 2020 09:42:04 |
Und ist schon eine Studie gemacht worden, die beweist, dass man sich draußen an frischer Luft bei nahem Treffen anstecken kann, wenn man keinen Buff oder Maske benutzt? Mich interessiert das ernsthaft. Oder wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, sich so anzustecken? Man müsste wirklich, wirklich Glück haben, um sich in diesen paar Sekunden, wenn man jemanden trifft, auch wenn man etwas sagt, anzustecken. Die Möglichkeit ist minimal oder Übertragung wäre nur möglich, wenn jemand direkt in dein Gesicht niest oder in deine Richtung hustet, und selbst das nicht zwingend. Lass mich erklären, warum ich so denke. Die Nachbarin hatte zwei Tage Fieber, hustete ein bisschen, deswegen schickte die Ärztin sie zum Testen. Das Ergebnis zeigte positiv. Zwei Tage bevor sie krank wurde, habe ich mich mit ihr getroffen, also in der Zeit, als sie am ansteckendsten war. Wir saßen draußen auf der Terrasse am Tisch, das bedeutet weniger als einen halben Meter Abstand zwischen uns. Wir waren zusammen etwa eine Stunde. Die Nachbarin raucht auch. Keiner von uns, die damals mit ihr unterwegs waren, als sie schon ansteckend war, ist krank geworden. Wie kommt das? Nach der Logik derer, die glauben, dass man sich bei nahem Treffen anstecken kann, hätten wir alle, die damals mit ihr waren, krank werden müssen, besonders weil wir eine ganze Stunde bei viel weniger als 2 Metern Abstand waren. Aber wir nicht. Wir haben uns trotzdem für 10 Tage isoliert, als wir erfuhren, dass sie infiziert war. Und damit niemand sich in unser Treffen einmischt, haben wir es gemacht, als es noch erlaubt war. Zum Treffen in den Bergen vielleicht noch das. Ich habe mich schon vor Corona auf engen Pfaden Leuten zur Seite gemacht, da es mir unangenehm ist, wenn jemand ganz nah vorbeigeht, weil das mein persönlicher Raum ist (wie es mir unangenehm ist, dass mir jemand im Laden an der Kasse ins Genick atmet). Oder wenn absteigend, habe ich mich immer denen zugemacht, die aufstiegen, wie der Bergsteiger-Etikette geboten ist. Wenn aufsteigend, war es kein Problem für mich, einen Schritt zur Seite zu machen. Und dafür brauchte ich keine Regierungsempfehlung oder Maßnahme, nur etwas Verstand und Höflichkeit 
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