| Gorazd G11. 08. 2010 10:43:47 |
Meinen Glückwunsch an Bojan für die letzte Meinung zum Ziehen an Drahtseilen und die Erklärung mit gleichzeitiger Entschuldigung. Klar hast du recht, alles war Zynismus - der bergsteigerische Humor hat gewirkt. Der Autor hat darin die Bergregeln umgedreht, weil er gemerkt hat, dass man das Gegenteil schreiben muss, damit die Mehrheit wenigstens grundlegende Verhaltensregeln in den Bergen einhält. Zehn Regeln in neuer Verkleidung: - pflücke Bergblumen! - störe Bergfrieden! - scheuche Wild! - töte Schlangen - versaue -grüße nicht und so bis zehn Die elfte könnte lauten: -baue(n) so viele Klettersteige wie möglich! Meine Meinung zu solchen Wegen ist immer noch wie bei Cjajnik beschrieben und danke dass du zustimmst. Sogar geppo hat mal geschrieben er stimmt zu, obwohl bei all seiner Begeisterung für Eisen in den Bergen schwer zu glauben. Für ihn hab ich noch einen Link: http://www.gore-ljudje.net/novosti/4670/ Geppo, versuch breiter zu denken und für einen Moment dein unermessliches Verehren solcher Wege zu unterdrücken. Du bist sicher Naturliebhaber (Umfrage würde 100% Ja ergeben). Du genießt die Natur, oder? Aber letztens genießt du Natur nur noch, wenn dir jemand was drin baut?! Verstehst du, was ich meine. Wo sind Tiere, Botanik, Gesteine die Bojan erforscht und mehr und mehr ... Was interessiert dich in den Bergen neben riesigen Mengen Eisen, das jemand in die Natur gebracht hat, Wand zu Baustelle gemacht hat damit du es genießen kannst? Du strebst immer schwerere Klettersteige an: heute D, morgen E, dann F ... Und dann? Du schreibst, am Einstieg zur Ferrata bei Železni kapli war es schon im Dunkeln voll Leute. Gehen wir in Richtung dass solche Wege den Nachmittags/Abend-Fitness ersetzen? Für Igla sagst du gegen, für Strevčeva peč sofort dafür, obwohl ich denke dass Kletterer für letztere noch mehr aufspringen würden. Vollkommen berechtigt. Top slowenischer Kletterer Andrej Grmovšek hat dort eine Sicherungsstelle eingerichtet, und sein Gewissen quält ihn noch Jahre später. Und wofür setzt du dich ein? Richtig, wir greifen alle in die Natur ein, Alpinisten, Kletterer, Wegefrei-Gänger, Klettersteigers (oder wie ihr euch nennt), normale Wanderer, Ausflügler ... Aber wofür du dich für Strevčeva peč einsetzt, ist wie den Bau eines Wegs mit Pickel und Hacke mit einer Bulldozer zu vergleichen, der ein paar Meter weiter eine paar Meter breite Rinne gräbt. Noch ein Tipp für dich. Mijo ist eine sehr geschätzte Persönlichkeit aus der Alpinwelt, die ich auch sehr respektiere, obwohl ich mich bei Klettersteigen nicht mit ihm einig bin. Schwer einen Menschen zu finden, der so Kenner von Bergen, Kletterausrüstung und gleichzeitig Mentor, Führer und mehr ist. Zweifle nicht, dass er dir viele nützliche Tipps zum Bewegen auf sehr anspruchsvollen Wegen gegeben hat. Versuch mal mit ihm eine leichtere Kletterroute zu steigen, dann siehst du den Unterschied zwischen Ziehen am Eisen und Kontakt mit echter Wand. Auch mir ist vieles unerreichbar, aber mir kommt nicht in den Sinn, dass jemand in den Bergen was bauen muss damit ich meinen Genuss und Ziel erreiche. Viki Grošelj sagte schon vor Zeit, dass mit heutiger Technik alles - oder fast alles - möglich ist, aber das ist es nicht. Geppo, du denkst es ist, hast dein Ziel gefunden und genieße es. Zu deinem Leidwesen (und dem von der Hälfte dieses Forums) nicht in Slowenien. Noch nicht ... Viel Glück!
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