| geppo12. 10. 2014 23:53:10 |
Huda luknja – Klettersteig ( FACHKUNDIGE EXKURSION ) Blaž hat bisher keine Höhlenfotos gemacht, geschweige denn die berüchtigte „Schwarze Witwe“ von vor Jahren gefunden http://www.hribi.net/trenutnerazmere.asp?slo=1&gorovjeid=4&id=4165&stran=1. Ich veröffentliche stattdessen Innenraumfotos der Höhle, aber die „Autostopperinnen in der Finsternis“ konnte ich trotz großer Mühe nicht fotografieren...  Heute statt in die Berge sind wir in die Unterwelt gegangen und haben den Klettersteig in der Huda-luknja-Höhle durchklettert. Ein paar Freunde und Bergliebhaber haben sich versammelt, und unter fachkundiger Führung der Höhlenforscher (Matic, Milan) Mitglieder des Speleos-Siga-Höhlenvereins haben wir die Höhle/Steig besucht. Wir haben Mijats Bericht auf seiner Internetseite studiert: http://atv.hamradio.si/photo_album/Climbing_and_Mountaineering/Huda-luknja_06.06.2013/index.html Vielleicht haben einige die Schwierigkeit etwas unterschätzt, die sich aber als ziemlich realistisch erwies. Der Steig ist recht anspruchsvoll und Klettererfahrung schadet nicht. Klar, keine 100-m-Abstürze unter den Füßen, aber dunkle Abgründe mit brausendem Wasser, dass gegenseitige Kommunikation fast unmöglich ist. Man darf nicht zu viel nachdenken, was bei Fall ohne Sicherung passieren würde? Wände sind glitschig, stellenweise schlammig, Tritte abgeschliffen, Haken im Dunkeln versteckt, Seile keine . Schon bald nach dem Einstieg (14:17 Uhr) rinnen Schweißperlen unter den Helmen in die Abgründe unter den Füßen. Wärme verdampft aus den Körpern in Nebeln, die uns umgeben (sichtbar auf Fotos), wenn wir uns gegenseitig beleuchten. Fotografieren ist schwierig und die Hälfte der Bilder unbrauchbar. Die Kamera ist bald matschig und ich passe höllisch auf, dass sie mir nicht aus der Hand rutscht. Feste Handschuhe (keine Steig-Handschuhe) sind fast Pflicht. Seile sind nicht straff und werden von vielen Händen matschig, nass, glitschig…Ich würde immer noch Stiefel statt Bergschuhen wählen. Um 15:30 sind wir alle am End-Siphon. Weiter führt eine Leine für Taucher. Die Kollegin neben mir sorgt sich schon, wie es weitergeht…?  Wir ruhen uns aus, füllen Flüssigkeitsverlust auf und Rückweg in umgekehrter Reihenfolge. Die Umlenkschlinge hilft, mich leichter einzuklicken und zu fotografieren. Schon spüre ich Müdigkeit in den Armen, da es der erste Steig nach fast drei Jahren ist. Dann die fußbreite Brücke am Anfang, die der Kollegin beim Einstieg in die Höhle reichlich Probleme machte. Kurz vor der Wand verlor sie das Gleichgewicht, rappelte sich aus fast verlorener Position auf und setzte ohne Sturz fort. Ich hatte ein schlechtes Gefühl beim Rückweg und klickte mich in kurze Umlenkschlinge statt kompletter Ausrüstung. Mitten auf der Brücke schwankte ich und fiel souverän herunter. Hing in der Luft und wurde Ziel der Paparazzi. Auch ich wäre lieber sicher und hätte alles fotografiert… Na ja... Unser Weg endet am Ausgang um 16:45 Uhr. Verschlammt, nass, zufrieden, zu den Höhlenforschern in die Hütte für guten Service und Analyse des Erlebten. Die Jungs haben auch Trekking-Variante, etwas leichter: http://www.speleos-siga.org/treking/TREKING.htm Danke den Höhlenführern für fachkundige Begleitung, sie ermöglichten uns, die Bewegung in der Unterwelt aus anderem Blickwinkel kennenzulernen. Und natürlich allen Teilnehmern für gute Laune und Gesellschaft unter Fledermäusen.. lp
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