| lijaneja23. 01. 2026 11:19:22 |
Gestern war es Zeit, meinen Jalovec-Nachholprüfung nachzulegen. Schon morgens waren die Aussichten nicht die besten, denn um 6:40 Uhr, bevor ich den Wagen in Planica verlasse, leuchtet eine seltsame Zahl -16. Schon im Auto ziehe ich mich an wie für Sibirien, fünf Zwiebelschichten, zwei Handschuhpaare, beste Mütze, Maske, 'Lange Unterhose' hatte ich schon von zu Hause an. Gerade vor dem Start parken zwei junge Kerle neben mir, die zum zentralen Wasserfall wollen. Die vereiste, spiegelglatte Straße überquere ich ohne Ausrutscher, in der Hütte bleibe ich nicht stehen, von dort nehme ich den linken Weg zu den zuvor genannten Eisfällen, die wirklich majestätisch sind. Von dort hoffte ich auf eine getretene Verbindung zum Jalovec-Weg, musste sie aber im vollen Schneetreiben selbst bahnen . Kein Problem, die halbe Stunde ging schief, aber der Tag ist lang genug. Glücklicherweise stoße ich höher auf eine Skispur und folge ihr weit hoch, kein Durchbrechen. Höher verliert sie sich leider, stellenweise hart, sonst aufgeblähter Schnee, zäh zu steigen. Unter dem Couloir schalte ich die Felle ein, die gleichmäßig rasseln bis zum Ausstieg. Auf dem Sattel treffe ich den einzigen Besucher des Tages, der schon vom Gipfel zurückkommt. Er erwähnte Nebel oben, na ja, ich habe sie dank späten Starts und Umweg zu den Fällen vermieden Von hier an Poesie, Nebel zieht ab, Steige überall sichtbar und gut getreten bis zum Gipfel, wo leider ordentlich zog. Am Gipfelkreuz verweile ich nur gute zehn Minuten, da ich um die Finger bangte, öffne nicht mal die Thermos, geschweige denn beiße ins Brot. Die ganze Zeit wehte Nordwest, daher hielt ich auf dem Rückweg am Grat, wo der Weg etwas abbiegt, an sonniger Windstille an. Zum Glück war die Sonne nicht so stark, dass Schnee taut und Steine sowie Eis ins Couloir jagt, ich habe da noch lebhafte Erinnerung von vor Jahren. Mindestens die halbe Couloir-Hänge fahre ich rückwärts, die Wirbelsäule erinnert mich heute noch. In Tamar probiere ich erstmals meinen Brot, interessant die Besucher mit Kinderwagen Am Parkautomaten entledige ich mich von vier Euro, halte auch bei Dani an, wo bei Tee (1.60€) und Brot ich für unsere Adler fiebere.
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