| jerque19. 03. 2025 21:11:03 |
Heutiger Bericht vom "Inneren Triglav". Im Gegensatz zu touristisch überlaufenen Bergen kann der Nanos mit einem vermeintlichen Königbesuch prahlen (neben bestätigtem Hl. Lovrenc oberhalb Polhov Gradec), zur Zeit der Völkerwanderung, genauer zwischen pannonischer und friulanischer Ebene, soll sich dort der Langobardenkönig Alboin vorübergehend eingerichtet haben und Gelände für weitere Eroberungen erkundet haben. Historiker sagen, es könnte auch Matajur gewesen sein, aber jedenfalls war gerade Nanos historisch als Mons Regis oder Monte Re bekannt, angeblich nennen Italiener noch heute Plešje so, was Autofahrer auf der Autobahn reizt . Start vom für "Neulinge" logischsten Razdrto nahe gleichnamiger AC-Abfahrt, wo überraschend noch zwei völlig kostenlose Parkplätze sind (uff, erinnere mich kürzlich, sogar in abgelegener Idrijska Bela erheben sie an bestimmten Tagen "Bohinj-Parkgebühren"). Nach einem ungeschriebenen "Ethikkodex" den ersten für Friedhofsbesucher lassen und zuerst etwas weiter vor der Überführung über AC versuchen, was uns sogar ein paar Meter Fußweg spart . Mitte der Woche frühmorgens wirklich nur Handvoll Autos, aber am Wochenende angeblich Gedränge, im Sommer echte "Vereinten Nationen" mit slowenischen Kennzeichen in Minderheit. Hoch auf sogenanntem steilem Weg, der eigentlich "senkrecht" heißen sollte, es würde nicht schaden, wenn schon am Weganfang mit Dreieck auf offiziellen Schildern in ein paar Sprachen auf Schwierigkeit hinweisen (wie z.B. im viel leichteren Pekel bei Borovnica). Glücklicherweise hatten sich die Felsen nach mehrtägigem Regen getrocknet, so hielt der Gummi auf Sohlen den ganzen Weg, Möglichkeit, Sohlen gleich am ersten gemeinsamen Abschnitt beider markierter Wege zu verschmutzen. Bei minimalem frühem Morgenverkehr war's bergauf ganz angenehm, Frage aber, ob zu belebteren Zeiten mehr ausweichen müsste vor Schnelleren und Gegenverkehr. Oder wenn im Sommer ein unpassend ausgerüsteter Tourist im engen Engpass "steckenbleibt". Wenn Ausweichen stellenweise erschwert ist, meist kein Problem, Punkte für Fotos der fast senkrechten Wand direkt über AC zu finden. Auf steilem Anstieg schadet Helm nicht, besonders wenn man oben "štor" vermutet, die unwillkürlich Steine den Hang runterkickt. Besonders in zweiter Hälfte "Seile" und Haken zum Festhalten vorhanden, mindestens an einer Stelle leitet "Seil" um fast abzifallende Wand herum, also bei Höhenangst... Weg führt zu Sendern auf Plešje, die geschlossen und bewacht sind, obwohl Tafel über Museum analoger Sendetechnik da ist. In "Loch" unter Sendern finden wir Vojko-Hütte, die nach Menge Tische und Bänke drumherum belebt wirkt. Wort "Loch" meint jene, die nicht ohne sofortiges Posten von Fotos in Sozialen oder anderen Breitband-Aktivitäten auskommen (z.B. Laden digitaler Karten). Gerade um Hütte war Signal des bei A1-Netz gastierenden Providers elend schwach, neben Sendern natürlich andere Geschichte. Wohin weiter? Wenn mich zufällig jemand folgt , weiß er wahrscheinlich, dass ich auf kulturelle und ähnliche Denkmäler stehe. Also zuerst versuchen, zur Kapelle hl. Bric bzw. Briccius zu gelangen. Gegen Suhi vrh, am Anfang noch ein paar Schneereste, aber buchstäblich nur Proben. Zuerst noch schöner Weg bis Abzweig Suhi vrh, Fortsetzung nach Strane und Predjama... Weg total mit Steinschutt übersät und ziemlich lästig, offensichtlich nicht sehr begangen. Dafür wenigstens unter mächtiger senkrechter Votla-Wand entlang, die man gründlicher betrachten kann als vom steilen Weg aus Razdrto, wo sie nur kurz ihre "Eingeweide" zeigt. Erwartete Ruinen, aber Kapelle hl. Bric frisch renoviert. Weg zu hl. Bric zog sich länger als erwartet hin, daher entscheide ich, Suhi vrh auszulassen, der angeblich keine "Mehrwert"-Aussicht gegenüber Plešje bietet, bei nahem Fenster unklar, ob sicher erreichbar. Also zurück zur Hütte, dann auf sogenanntem flachem Weg. Der anfangs statt paralleler Schotterstraße direkt am Rand mit Blick ins Vipava-Tal führt. Rechts bietet sich unbewachsene Grmada, offenbar ohne offizielle markierte Wege. Da Gras noch nicht wächst, querfeldein bis zu nicht sehr getretenem Pfadchen im Gras, das zum Gipfel mit Stammbuchkasten führt. Hier erstmals nächste Ziel, Kirche hl. Hieronymus. Über schwach getretene Pfade zurück zum "flachen Weg", der nicht direkt zur Kirche führt, aber von Markierungen an Abzweig (nach Podnanos) leicht Weg zu etwas größerer Kirche finden, um die wieder Stapel Bänke. Dann langsam Zeit zur Rückkehr nach Razdrto... Name "flach" oder teils "leichter" Weg verspricht, aber... Untere ca. Hälfte noch ok, aber Rest bis Abzweig hl. Hieronymus meist felsig oder steinig, stellenweise steil, vor allem zäh, Lärm von Vipava-Autobahn unter uns, wegen Wald keine richtige Aussicht, vor allem zieht es sich hin. Nicht ideal für Familienausflug mit Kleinkindern. Hmm, vielleicht für solche Fälle dritte Option, markierter Weg von Veliko Ubeljsko bei Razdrto? Zurück war Parkplatz schon etwas belebter, natürlich noch lange nicht voll. Interessant, ca. Hälfte geparkter Autos hatte IT-Kennzeichen, wahrscheinlich inkl. zweier, die ich beim Rückweg traf und die in gewissem gelerntem Slowenisch grüßten. Nun, Fortschritt gegenüber Zeiten, als TIGRs auf Nanos tagten. Ach ja, komplette Sperrung Vipava-Autobahn von Razdrto nach Vipava vorbereitet. Verkehr auf "alte" Straße umgeleitet, was Verkehr durch Razdrto erheblich steigern dürfte. Erwarten offenbar solchen "ruker", bereiten schon Ampel an AC-Abfahrt Razdrto vor.
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