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| živjo12. 05. 2016 20:24:10 |
Heute bin ich im Regen zum Selški Oče aufgebrochen und habe ihn zum ersten Mal mit etwas gemischten Gefühlen verlassen. Die Straße, die sie vor einem Jahr begonnen haben zu bauen, scheint mir jetzt schon fast bis zum Razor zu reichen und verdirbt auf sehr grobe Weise die zuvor unberührte Natur. Natürlich fehlen neben ihr nicht die leeren Dosen, die zeigen, wie gleichgültig wir gegenüber den Bergen sind, die die Slowenen angeblich so lieben. Wenn wir von der anderen Seite über Povden zurückkehren, kann ich nicht anders, als auf die gigantischen Stromleitungen zu starren, die mit der zugehörigen Infrastruktur einen bedrohlichen industriellen Eindruck machen. Ich weiß, ich brauche auch Strom, ich weiß auch, dass Holz vielen Familien Brot bringt, aber könnte man das nicht wirklich auf einem etwas eleganteren Weg erreichen, unauffälliger und weniger megaloman? Diese Gegenden sind so schön und in den letzten Jahren frisst sich die Entwicklung auch in zuvor unberührte Bereiche hinein. Es macht mir Sorgen, dass wir zu wenig durchdacht und zu wenig aufmerksam gegenüber dem sind, was wir angeblich so lieben. Weggeworfener Müll neben der neuen Errungenschaft ist nur noch ein zusätzliches Ausrufezeichen. Da ich schon meckere, würde ich die Kette erwähnen, die die Markacisten wahrscheinlich in gutem Glauben oberhalb des Razors angebracht haben... Die Kette im Stil der auf dem Triglav-Grat ist nämlich nur ca. 15 cm von den Felsen entfernt, an denen man sich festhalten kann! Ist das wirklich nötig? Entschuldigung, dass ich den heutigen Weg so negativ beschrieben habe, es gab auch viel Schönes, aber ich habe Kinder und es wäre schön, wenn auch sie ihren Nachwuchs noch in Unberührtes führen könnten! Lp, Miha
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| skrajnik13. 05. 2016 12:21:04 |
Ich stimme dem oberen Eintrag zu - eine echte kleine Katastrophe in Entscheidungen und Ausführung! 
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| GregorC13. 05. 2016 13:46:19 |
Was die Stromleitungen betrifft, ist es auf der anderen Seite noch schlimmer, von Jesenovec bis zur Planina Klom und weiter. Hier reichen sie schon bis zum Sattel Vratca, letzten Herbst wurde die bestehende Straße kräftig erweitert und verlängert. Von den unzähligen neuen Abzweigen ganz zu schweigen. Der lokale PD hat die Gemeinde schon über das Problem des Entstehens neuer Straßen informiert, aber na ja, wenn Eigentümer und Agrargemeinschaften für solche Eingriffe keine Genehmigungen brauchen. Es heißt aber, dass das noch nicht alles ist, was die Straßen betrifft.
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| lino13. 05. 2016 14:30:33 |
Hallo, offensichtlich ist das der Preis für die Entwicklung und den Fortschritt der Industriegesellschaft oder wie einige sagen "Kollateralschaden" der Forstpflege und nachlässige Haltung gegenüber weggeworfenen Dosen.
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| Janezs13. 05. 2016 15:34:48 |
Vielleicht war das Laufen im Regen schuld an solchem Denken. Am Ende des Eintrags dachte ich, ich lese "als ich tiefer kam, waren überall Autos." (Man gewöhnt sich an alles.) Straßen und Leitungen bringen vielen Geld und Arbeit. Ansonsten trete ich gerne auch auf eine Leitung, natürlich wenn sie nicht aufgegraben ist. Wer nicht mit mir einverstanden ist, soll mich nicht ernst nehmen.
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| lubadar13. 05. 2016 16:51:48 |
Ich hoffe, dass alle "großen Naturhüter" zu Fuß vom Tal zum Ratitovec wandern. Man sollte der Gemeinde vorschlagen, alle Straßen unter dem Ratitovec zu schließen außer für Einheimische und mit der Sanierung zu beginnen, als ersten Schritt den asphaltierte Parkplatz bei Prtovč zu bepflanzen, denn dann ist es nicht mehr nötig und plötzlich verschwinden 90% der Probleme.
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| gmirko14. 05. 2016 13:56:27 |
Bei leichtem Nieseln. Wege ohne Besonderheiten. Und in Erwartung, wann ich einfach mit dem Auto zum Gipfel fahre, da der Straßenbau gut vorankommt. Versteht es, wie ihr wollt.
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| GregorC14. 05. 2016 15:09:57 |
Heute zum Ratitovec von Torka. Gehen von den letzten Häusern und weiter bis zur unteren Seilbahnstation entlang der Straße zieht sich etwas hin (zurück noch mehr), bald oberhalb der Seilbahnstation weisen Schilder links bergauf, wo der Weg oben am Anstieg dem von Prtovč über Povden beitritt. Wetter gar nicht so schlecht, meist sonnig, windstill und wandertaugliche Temperaturen. Es war ziemlich viel Besuch, bei schönem Wetter wäre es richtig voll gewesen, da die Abschlussveranstaltung der Aktion Prijatelj Ratitovca 2015 stattfand. Weg ohne Besonderheiten und nicht allzu matschig.
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| mikipi14. 05. 2016 18:34:18 |
Lubadar, wir können froh sein, dass wir nicht in Italien sind, da gäbe es schon eine Gondel zum Ratitovec, und zum Kredarca, und noch überall.....
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| mirank14. 05. 2016 20:12:10 |
Und nicht nur das, sie würden auch im Sommer und Winter fahren
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| iUnknown14. 05. 2016 20:27:31 |
Ja und Leute in diesen Gegenden könnten dann auch etwas vom Tourismus verdienen, sodass sie nicht ins Ausland gehen müssten oder ständig jammern, dass man hier keinen Job kriegen kann.
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| VanSims14. 05. 2016 21:10:07 |
Unterschrift unter @iUnknown Post! Und wie viele Klettersteige hätten wir in den Julischen Alpen!
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| mikipi16. 05. 2016 11:39:31 |
Vor dem II.WK geplante Seilbahn zum Gipfel Kanjavec (aus Voj über Velska-Tal) würde heute fahren, aber nach dem Krieg haben sie es verhindert.
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| ZeK16. 05. 2016 12:27:07 |
Die höchstgelegene Straße bei uns führte bis 2520 Meter über Meer. Der italienische Offizier kam nämlich oft einfach mit der Moto Guzzi hoch, um den Zustand in der Kaserne Morbegna zu prüfen. Nicht dass ich das unterstütze, aber die Tatsachen sind nun mal so.
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| zippo16. 05. 2016 12:35:37 |
mikipi, Seilbahnen um Kanjavec geplant in den sechziger Jahren und nicht vor zweitem Krieg. Siegte die Option für Begrenzung der Eingriffe im Hochgebirge. ZeK - das worüber du schreibst war Mulatjera, keine Straße. Auf Straße geht auch Auto.
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| GregorC16. 05. 2016 14:35:35 |
Aber statt heute diese Mulatjeras zu ordnen und für touristische Zwecke als Rad- und Wanderwege zu nutzen, überwachsen sie mit wenigen kleinen Ausnahmen und verfallen. Andernorts nutzt man sie gerne. Ähnlich mit neu entstehenden Wegen, die meist für Forstbetrieb gemacht sind. Wenn Arbeit getan ist, stehen viele leer, statt sie zu nutzen (im Einverständnis mit Eigentümer natürlich) und weiter Nutzen zu haben. So oder so sind und bleiben sie da. Leider werden sie später am meisten für möglichst hohen Autozugang genutzt.
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| SamoK16. 05. 2016 14:38:56 |
Oder kann mir jemand bitte kurz erklären, warum wir mehr Touristen in den Bergen wollen. Danke.
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| korl16. 05. 2016 14:48:35 |
Weil es mehr von ihnen geben wird. Ok?
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| GregorC16. 05. 2016 14:48:50 |
Es geht nicht darum mehr Besuche zu wollen sondern endlich alles touristische Potenzial auszunutzen das wir haben und dass endlich auch hier Tourismus wichtiger Wirtschaftszweig wird, da wir hier sicher die größten Reserven haben bezüglich allen ungenutzten Potenzials.
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| SamoK16. 05. 2016 14:52:13 |
korl, warum wäre es gut wenn mehr gäbe? GregorC, prinzipiell stimme ich zu, aber das geht auf mehrerlei Weise. Riesiger Vorteil Sloweniens vor den meisten anderen Ländern ist relative Unversehrtheit der Natur. Wenn wir das als Basisangebot nutzen, kann man mit zusätzlichen touristischen Aktivitäten und Angeboten verdienen, nicht mit "Pflege" der Natur. Davon gibt's überall genug.
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