| Trobec7. 08. 2019 20:26:49 |
Valentina habe ich schon vor geraumer Zeit versprochen, dass ich sie heuer zur Königin der Julischen Alpen führe. Ähnlichen Wunsch hatten noch einige Mitglieder unserer „Standard-Bergsteigergruppe“. Wenn sich aber die Gelegenheit bietet… nutzt die Mehrheit sie nicht. Wie auch immer, Plan stand, wegen Wettervorhersage aber alle auf glühenden Kohlen. Wird's, wird's nicht,… wird's! Los! Eigentlich trotz zahlreicher „anderer Meinungen“ habe ich nie wirklich gezweifelt, dass das Wetter passen wird. Start um 6.30 waren wir bei weitem nicht die frühesten in Vrata. Zum Biwak Rušje ohne Besonderheiten und sogar etwas schneller als geplant. Nach Pause weiter. Irgendwo über Prednji Dolek kreist ein Hubschrauber über uns. Dann nochmal. Als würde er das Gelände auskundschaften… oder jemanden suchen. Kein gutes Zeichen. Dann schwebt er ruhig bei der Wand Spodnji Rokav, und ein Retter beginnt am Seil abzuseilen. Nein, gar kein gutes Zeichen. An der Stelle, wo der Weg links abbiegt und zum Zadnji Dolek ansteigt, sitzen zwei Bergsteigerinnen, die ebenfalls das Geschehen beobachten. „Wisst ihr, was passiert ist?“ „Zwei sind gestiegen, einer ist gefallen.“ Moment Stille, es drückt ein bisschen im Herzen. „Viel Glück!“ und wir gehen weiter. Einige kehren schon um, ungefähr gleichzeitig mit uns beißen noch 2 Grüppchen in die Škrlatica-Wand. Der Weg wurde kürzlich erneuert, einige Schlingen glänzen noch. Sonst wie immer in meiner Erinnerung – schön durch natürliche Übergänge geführt und mit genau richtig Eisen, nicht zu wenig und nicht zu viel. Wir haben uns ziemlich lange oben aufgehalten, dann zogen Wolken auf, die mir nicht gefielen. Anja war einverstanden, und sie versteht sich schon aufs Wetter. Und gerade in der Pause vor dem Ansturm auf Rdeča Škrbina spürte ich zwei kleine Tropfen auf der Hand. Das war's. Der Himmel zeigte ständig, dass wir am Rand des Regens sind – der aber nicht kam. Kurz gesagt, Entscheidung für die Berge war richtig. Der Weg zur Rdeča Škrbina ist nichts, worauf man jeden Tag Lust hätte. Und wenn kurz vorher auch Dolkova Špica im Plan war, dann oben an der Scharte auf die Frage, ob jemand besonderen Wunsch hat raufzugehen, kam 2x Nein. Weiter zum Križ. Noch etwas Weg vor uns. Aber der „schlimmste“ Teil ist vorbei. Zum Križ ohne Besonderheiten, ebenso Abstieg zur Hütte mit schönem Blick auf Gornje- und Srednje-See. Bei der Hütte sehr lebhaft. Und einige bekannte Gesichter. Ein paar weitere haben wir neu kennengelernt  Angeblich muss man für ein „normales“ Bett schon 10 Tage vorher reservieren. Die Notlager sind aber ganz bequem. Großen Stempel gibt der Hütte auch das freundliche und energische junge Betreiberteam. Am Sonntag wartete ein deutlich kürzerer Weg. „Nur“ auf Razor und runter. Schon bald nach Start unangenehmes Gefühl, wie zur Rdeča Škrbina. Auf dem Schuttfeld haben Gewitter gewirkt. Weiter oben ohne Besonderheiten. Vor dem Einstieg ins gesicherte Stück noch kurze Pause, da einige schon abstiegen. Dazu Überlegung, wie mir dieser Teil viel weniger gefällt als Škrlatica, die Prototyp einer ZZ-Weg ist, Razor eher an eine Klettersteig erinnert. Aber ok, wahrscheinlich ist das wirklich der einzige kompakte und stabile Felsbereich, wo nach dem letzten Einsturz ein Weg machbar war. Alles andere ist ziemlich bröcklig. Beim Abstieg treffen wir noch etliche Bergsteiger, einige aus der Hütte bekannt, einige wohl aus dem Tal. Bei der Hütte wieder ziemlich festlich, trotzdem fanden sich noch freie Liegen Hätte man in der Position noch aushalten können… aber Sovatna wartete noch. Und im Tal Touranalyse beim Bier 
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
| (+4) |  | |
|
|