Gestern auf Skuta. Gestartet aus Konec über Gamsov skret. Von Veliki podi über den Weg durch Sleme quer zu den Schuttfeldern unter der Skuta-Wand und dann direkt bergauf auf einem schmalen Pfadchen zum Einstieg des gesicherten Weges. Vom Gipfel Skuta hinunter und dann Sprung zur Štruca und dann über die Wandrippe unter Dolgi hrbet hinunter zu den Schuttfeldern. Über die Schuttfelder direkt abwärts (am Ende ca. drei Meter leichter Sprung, der geklettert werden muss) und weiter zum Weg Kokrsko sedlo - Kamniško sedlo. Nochmal über Sleme zum Bivak pod Skuto und dann über Žmavčarje nach Konec.
Bedingungen ideal zum Gehen, auf dem Querweg etwas Schnee, aber keine Behinderung. Etwas anders auf dem gesicherten Weg durch die Skuta-Wand. Der Weg ist, obwohl von unten nicht so aussieht, zur Hälfte mit Schnee bedeckt. Jemand Guter (wahrscheinlich mehrere) hat Tritte gemacht, die sehr geholfen haben, aber vereist und manchmal durchgebrochen. Ich habe gezögert und mich entschieden, keine Steigeisen anzuziehen, für den Eispickel ist sowieso zu wenig Schnee. Glücklicherweise fast alle Sicherungen sichtbar, also ging es irgendwie.
Im unteren Teil der letzten Seillänge unter dem Gipfel ist ein riesiger Fels (ca. 1,5 m lang, ¾ m breit) mit Markierung und Haken, der abgebrochen ist und auf dem Hang lehnt, gehalten nur vom Stahlseil. Sehr, sehr gefährlich!
Die Wandrippe unter Dolgi hrbet hat stellenweise etwas Schnee, aber Winterausrüstung nicht nötig. Über Gamsov skret im bewaldeten Teil knietief Laub an manchen Stellen, Abstieg auf diesem Weg kann ganz zäh sein. Auf Žmavčarji, wo der Weg schon sehr begangen ist, weniger Laubbereiche, und Laub zertreten. Auf demselben Weg im Sprung fehlende Jäger-Pletenica hat jemand freundlich mit ca. 15 m 8mm Seil ersetzt, reicht für ein paar Monate. Unten im Wald sind zwei von drei Pletenicas abgerissen und gefährlich, wenn man sie greift und denkt, das andere Ende ist befestigt.
Auf Skuta drei Wanderer getroffen, einer hat mich in Gamsov skret überholt, einige von fern um Bivak pod Skuto gesehen. Nachmittags fielen auf Skuta und Umgebung einige Graupelkörner, sonst schöner Novembertag.