Definitiv sehr unangenehme Erfahrung.
Die Welt oberhalb Plesnikova-Alm ist wild und unvorhersehbar, was wir beide gestern erlebt haben. Ein scheinbar sicherer Weg kann sehr gefährlich sein und als jemand, der meist allein geht, musste ich mir überlegen, wie das ausgehen könnte, wenn man allein in so einer Situation ist. Hab mich auf Touren schon verletzt, aber so was noch nie! Alles in einer Sekunde. Ich sehe Gämsen und wie immer halte ich an, flüstere Zlatko zu, schau Gams! Ein ausgewachsener und ein kleiner, ca. zehn Meter voraus, offenbar erschreckt. Ich mache Schritt vor, da für eine Sekunde Geräusch wie Hufgetrappel und denke, dritter rast vorbei, und im Moment drehe ich rechts, sehe Umriss eines Steins, der schon auf mich zielt. Denke, hab Körper im letzten Moment gespannt und getan was möglich, bevor ich zusammenbrach. Zlatko nimmt Rucksack ab und wir stehen schockiert. Nächste zehn Minuten weiß ich nicht, ob weitergehen möglich und schon überlegen wir, wohin kriechen um Hilfe zu rufen. Jedes Mal beim Aufstehen fast umfallen, Schmerz heftig. Erst Atmung prüfen, normal, beruhige mich. Nach Anzeichen gebrochener Rippen tasten, nichts sichtbar, nur starker stechender und dumpfer Schmerz vom Aufprall. Langsam fassen wir uns und langsam abwärts. Vier Stunden Marsch zum Auto anstrengend für beide. Dazwischen Zlatkos Rutsch, glücklicherweise unverletzt!
Zu Hause Aufschlagsstelle nochmal gecheckt und gut gekühlt. Kapiert, Stein traf Unterarm über Ellenbogen und Rand Rückenmuskel, der Brustkorb schützt. Glück im Unglück! Jeder andere Treffer außer Rucksack wäre schlimmer!
Heute entzündet sich die Stelle. Ruhe nötig und hoffe noch, es ist nur starker Schlag ohne weitere Schäden. Passiert!
Das ist Leben, alles Gute!