| janezs7327. 09. 2015 19:10:36 |
Neugierde hat mich nicht zur Ruhe kommen lassen und ich bin hingegangen, um diesen Outdoor-Fitness zu testen. Die folgenden Infos widme ich denen, denen solche sportlichen Klettersteige ans Herz gewachsen sind oder die sie ausprobieren wollen, sowie denen, die in den Bergen auf sogenannten gesicherten Wegen unterwegs sind. Meiner Meinung nach ist das Hauptproblem, dass es zwei völlig unterschiedliche "Sportarten" sind, obwohl beide den Begriff "gesicherter Weg" im Namen haben. Dieser auf der Zelenica sticht völlig aus dem SLO-Angebot an gesicherten Wegen und Klettersteigen (so viele es gibt). Erstens braucht man für diesen Klettersteig (!) Kletterschuhe. Beachtet das besonders, wenn ihr an klassische slowenische gesicherte Wege gewöhnt seid. Trotz Kletterschuhen, die einige Passagen erheblich erleichtern, ziehen sie euch an den schwierigsten Stellen immer noch nicht hoch, wo bei Klettersteigen der Großteil des Gewichts auf den Armen liegt. Interessant ist auch, dass die Bewegungen wieder anders sind als beim Sportklettern. Zuweilen hatte ich ähnliche Empfindungen (in den Armen) beim Klettern von Sportrouten zwischen 5b und 6a (auch wenn die Technik natürlich nicht vergleichbar ist, keine Missverständnisse). Leider lassen sich Erfahrungen aus Klettersteigen nicht sehr auf gesicherte Wege übertragen. Dort zählen vor allem Trittgefühl, Gleichgewichtstransfer, Ausdauer, Prüfung bröckeliger/abgebrochener Tritte und Griffe usw. Für die, die keine Klettersteige gewohnt sind, ein paar Tipps. Vielleicht hilft's jemandem. Ich will natürlich niemandem klugreden nur gut gemeint: Vor senkrechten Teilen nutzt eine Popkovina oder irgendeine starre kurze Verbindung mit Stahlseil, ruht euch aus und überlegt, wohin treten und vor allem (!), wie clippen beim nächsten Haken über dem schwierigen Teil. Wenn der schwere Teil senkrecht nach oben geht, löst die Popkovina und clippt sie über den nächsten Haken, bevor ihr aus der Sicherungsleine ausgeclippt. Wenn der schwere Teil schräg ist (z.B. am letzten Bauch oder bei Traversen in der Mitte) und euch die Armkraft ausgeht, klettert so, dass ihr mit den Füßen senkrecht seitlich vom Stahlseil abdrückt - so spannt ihr die Popkovina und könnt nach jedem Zug die Hände entlasten. Bei solchen Zügen schiebt die untere Hand die Popkovina hoch, verlegt den Fuß, dreht den Körper zum Seil und drückt ab, spannt die Popkovina und hält sie am nächsten Punkt. Bei horizontaler Traverse hängt an der Popkovina und traversiert (hinten mit der Hand die Popkovina vorwärts schieben). Wie gesagt, solche Klettersteige sind wie Fitness, Technik nötig.. nicht alles "mit Gewalt"  Ansonsten ist der Klettersteig super gemacht. Bewertungen ziemlich realistisch. Nur ein Bedenken: Anfangsteil (D) ist leichter als er aussieht, vielleicht gar nicht selektiv genug! Für mich persönlich war der mittlere Bauch über der Traverse mental am anstrengendsten.. weiß selbst nicht warum - vielleicht weil ich rechts in der Mulde geruht habe und den Hang-Gefühl verloren habe - dieser Bauch ist wirklich exponiert... nächstes Mal check ich, woran es liegt direkt nach dem anfänglichen E in der rechten Variante hat sich eine Sicherungsleine unter der Mutter verklemmt (weil ich zu schnell bewegt habe), was ich kaum gelöst habe - kostet immer viel Energie... daher lohnt gutes Überlegen beim Clipping wenn ihr nicht geübt seid, geht nicht ohne zusätzlichen Schutz hin.. Anker sind überall vorbereitet, damit man so sicher wie möglich klettert!
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