Als ich den Eintrag von Herrn Don und Herrn Ribic gelesen habe, zwingt mich mein Gewissen, meine Meinung zu sagen.
Ich besuche Nanos mehrmals jährlich. Mit der Versorgung in der Hütte und dem Personal war ich immer zufrieden, mit vorherigen wie aktuellen Pächtern. Ohne diese Medienpolemiken wüsste ich nicht mal, dass das Personal gewechselt hat.
An einem schönen warmen Oktobersonntag war Nanos voll Leute. Auch ich wartete lange auf Tee und Topfenstrudel, aber nicht wegen unfähigem oder faulem Personal, sondern wegen der Menge, die schnellen Service wollte. Beim Warten am Schank fragte eine ältere Planinarka nach WC-Schlüssel. Die Dame sagte, es sei besetzt, sie könne das Personal-WC nutzen, was mir ein sehr nettes Gebaren schien.
Was die oben genannten "Bergsteiger" schreiben, überschreitet alle Grenzen des Bergsportetiketts. Manche stellen sich Hütten als Superhotels mit WLAN und ähnlichem Zivilisationskram vor. Wir müssen uns bewusst sein und zufrieden, dass die Hütte Unterschlupf und Basisversorgung im Rahmen des Möglichen bietet. Ich weiß nicht, ob die Frau "alte Planinarka" kapiert, dass sie mit luxuriösem Wasserspülung ihre Notdurft den Betreuer daran hindern würde, Tee für andere zu kochen, weil Wasser ausgeht. Von einer erfahrenen Planinarka erwarte ich Kenntnis der Bergverhältnisse, kein Leitungswasser, nur begrenztes Regenwasser. Also würde sie ihre Notdurft irgendwo auf dem Weg in der Natur verrichten. Sie behauptet, die vorige habe das nicht erlaubt. Madame, es hängt nicht von der Betreuerin ab, sondern vom Wasser, und hätte Gott der Vorherigen keinen Regen geschickt und Zisterne leer, hätte sie dasselbe getan. Um die Lage des Personals besser vorzustellen, wenn Wasser ausgeht, schließen Sie zu Hause für ein paar Tage den Wasserhahn und benutzen das WC, dann wird Ihnen leicht schwindlig, wie Sie schrieben.
Alles Geschriebene gilt auch für Herrn Ribic, da er nur Don nachplappert.
Wahrscheinlich kennt dieser Herr die Verhältnisse in Hütten im Triglav-Gebiet nicht, wenn er schreibt, wie Bedürfnisse dort würdevoll erledigt werden. Wäre er da in heißen August-Wochenenden, wenn Hütten rappelvoll, würde er die Nase zupressen. Wahrscheinlich würde er Betreuer für unangenehme Gerüche verantwortlich machen, nicht sich und Besucher.
Der Herr schlägt sogar vor, die Hütte wegen schlechter Bedingungen zu schließen. Ich schlage vor, er besucht sie nicht, für alle anderen soll sie offen bleiben.