Alessio Aktion??? Wie dreist, um nicht zu sagen frech, Alessio und die Markierer überhaupt zum Handeln aufzurufen.
Markieren ist nicht nur Markierungen malen, es ist auch Sanieren von Wegen nach Starkregen, Lawinen und Felsstürzen in Wänden und das ist keine Arbeit auf der Laibacher Moor, Prekmurje-Ebene oder vielleicht Vipava-Tal. Das sind Stunden und Stunden Arbeit—freiwillig natürlich, gefährlich... Alessio kenne ich persönlich gut, in westlichen Julischen Alpen hab ich ihn am häufigsten getroffen beladen mit Pickel, Schaufel, Motorsäge, also in Aktion. Würde mich gar nicht melden, wenn zufällig vor ca. zehn Jahren nicht geholfen hätte genau diesen Weg zu markieren und zu reinigen, den du erwähnst; als Beweis gibt's auch paar Knafelc-Markierungen dazwischen, bezweifle dass du sie gesehen hast

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Echt, am leichtesten jemanden kritisieren, nichts für sich selbst tun, geschweige denn für andere. Sag mir nur, wie viele Steinmännchen hast du entlang dem Weg gebaut wo du keine Markierungen gesehen hast—für dich, für Rückweg oder für zukünftige Berggänger, die vielleicht noch größere Orientierungsprobleme haben als wir? Für so Markieren braucht man weder Farbe noch Pinsel mitnehmen, Material kommt meist ans Ziel geliefert wo man es braucht. Weiß nicht was die Leute noch wollen, dass vom Parkplatz bis zum Ziel rote und weiße Linie gestrichen wird—gott behüte unterbrochen

. Heute gibt's so viel Literatur, und im Internet, gute Karten (Tabacco für westliche Julier) wo alles drauf ist, nur bisschen Zeit nehmen zum Lesen, Studieren—kurz gesagt sich richtig auf die Tour vorbereiten. Gibt aber noch eine Lösung—Bergführer, für Führen im Hochgebirge unter allen Bedingungen und bei Alpin-Kletterei dann Bergführer. Wir haben mehrere weltweit hochgeschätzte davon, aber das ist schon andere Geschichte. Alessio und Freunden Mütze ab; denke eine solche Equipe wie Alessios schickt man wirklich keine Aufrufe zur Aktion und lieber selbst einen Steinchen auf Steinchen legen. Größere Freude macht mir ein kleiner Steinmann am Pfad als Begegnung mit kopflosem Wanderer, der sich beschwert dass der Weg schlecht markiert ist auf dem er gerade vom Gipfel zurückkommt, auf demselben. Schöner Berggruß und viel Glück, Sly.