4.4.2026
Viševnik über die Westrinne, Mali Draški Vrh und Ablanca.
Ganz gute Bedingungen, Schnee war auf der ganzen Tour meist zementiert, besonders auf den Südhängen.
Start im Dunkeln kurz nach 5 Uhr. Option war auch die Gamsova Rinne zum Ablanca, aber sie sah schon von weitem voller windgewehtem Schnee aus, also ohne Bedenken verworfen.
Verhältnisse in der Westrinne des Viševnik super. Man sieht, wo der neue windgewehte Schnee ist (er ist weißer als der alte), sonst ist auch der neue Schnee auf den Südhängen schon hart. Hier und da hat sich der Eispickel unerwartet durch die Kruste gebohrt, aber fast nirgends war das unangenehme hohle Geräusch, das sagen würde, dass ich über gefährliche Platten gelaufen bin.
Die Rinne am MDV ist komplett vereist, Schnee ist umgearbeitet, neuer windgeweht da gar nichts. Stellenweise so hart, dass man mit dem Eispickel über dem Kopf ausholen musste, um ihn tief genug zu stecken - was einem normalen Schottersteiger natürlich toll vorkommt.
Abstieg vom Srenjski Sattel auch komplett hart, musste vorsichtig knirschend bis Jezerca runter. Technisch anspruchsvollste war der Aufstieg zum Ablanca vom Studorski Sattel. Gemischtes Gelände, unterschiedliche Untergründe, auf der Flanke nahe dem Gipfel unter dem Grat offensichtliche windgewehte Platten, die man umgehen musste.
Dachte, ich quetsche noch den Veliki Draški Vrh rein, aber sobald ich wieder hochging, merkte ich, dass ich für heute genug habe. Sehr schlechter Schlaf zeigt sich schnell bei den Batterien. Und celoletne Hosen hab ich nicht mitgenommen, in Winterhosen hätte ich mich um die Uhrzeit bis oben aufgekocht.
Um Abstiegszeit ~12h+- hielt der Schnee noch gut, nur ein bisschen einsinken Richtung Konjščica. Toller Untergrund für Abstieg und ein bisschen Rutschen.
Fast idealer Tag in den Bergen.