Diesmal sind wir nach Steiermark abgebogen, genauer gesagt auf den Pfad durch die Svečinske Hügel. Hier waren wir noch nie gewandert, aber er stand schon lange auf unserem Radar. Teils wegen der interessanten Länge, teils wegen der unbekannten Orte, und das berühmte Herzchen haben wir auch nicht vergessen. Genug Gründe also, um eine lange Fahrt zum Ausgangspunkt anzutreten

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Wir sind in Sp. Kungota gestartet und haben im Gegenuhrzeigersinn zu wandern begonnen. Keine speziellen Markierungen fielen uns auf, nur die klassischen Wanderwegmarkierungen wiesen uns den Weg. Eine digitale Karte half uns zusätzlich, auf der der Svečinska Weg vollständig eingezeichnet ist. An manchen Stellen war sie die einzige Hilfe, da wir ohne sie in die falsche Richtung abgeirrt wären. Manchmal fehlen Markierungen ganz oder sie sind so alt, dass man sie kaum sieht.
Auf dem Dreisiebner-Hof mit dem berühmten Herzchen waren wir ungefähr auf der Hälfte des Weges und es war Zeit für eine Pause. Die ansonsten freundliche Hausherrin bekam fast einen Nervenzusammenbruch, als ich als reinblütiger Gorenjec ein kostenloses Foto vom Herzchen machte. Trotz vorheriger Bestellung von Getränken und Essen wurde ich mit intensiver Moralpredigt überhäuft, der ich stoisch zunickte. Jeder möge seine eigene Erfahrung mit diesem Hof beurteilen, uns hat er einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Ganz andere Geschichte war in Svečina, wo wir in der Dorfgaststätte schnell bedient wurden, mit freundlichem Wort und Lächeln im Gesicht

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Der Tag verging und die Kilometer häuften sich schnell. Wir wanderten auf der gegenüberliegenden Seite des Tales, das landschaftlich vielleicht nicht so interessant wie zuvor ist, aber immer noch aussichtsreich. Asphalt war schon fast zu viel und wir waren richtig froh, als wir Sp. Kungota erblickten. Zum Ausgangspunkt ging es gleich leichter und wir schlossen die Runde gerade rechtzeitig vor der Dämmerung ab.
Koordinaten des Ausgangspunktes (Sp. Kungota): 46.6053503N, 15.6484869E