Trotz trübem Wetter und leichtem Regen zog es mich nachmittags von Razdrtem zum Nanos. Gewöhnlich starte ich auf der Holzstraße vom Parkplatz auf dem ehemaligen Deponieparkplatz, aber diesmal blieb das Fahrzeug bald nach dem Wasserfassung stehen, weil von da an umgefallene Bäume auf dem Weg liegen. Als ich mich zum Parkplatz durchkämpfe, erkenne ich meinen Fehler, denn der Kiefernwald, durch den ich gehen will, zeigt apokalyptisches Bild. Auf der Waldstraße ist alles umgestürzt, was umfallen konnte.
Sturheit und Beharrlichkeit bezwingen alle Hindernisse über Umwege durch Zweige, Dornen und Brombeeren, kämpfe ich mich ca. 300 Meter durch, danach normalisieren sich die Verhältnisse schlagartig.
Regen verwandelt sich unmittelbar unter dem Gipfel in Schnee. Beim Abstieg in einem echten Schneeschauer zeigt sich für Momente durch den Schneeflockenvorhang der scharlachrote Abglanz der untergehenden Sonne aufs Meer. Schön!
Ich kehre auf markiertem Weg zurück, auf dem eine einzige Sperre ist. Umgestürztes Gestrüpp direkt über der Wiese oberhalb Razdrtem, das leicht umgangen werden kann.